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    Inhaltsverzeichnis

    Was sind ETCs?

    ETCs sind eine eigenständige innovative Wertpapierart, welche die Börsennotierung von Rohstoffen ermöglicht. Durch ETCs können Rohstoffe also an der Börse gehandelt werden, und es muss nicht der Umweg über einen Fonds oder eine Rohstoffaktie gegangen werden.

    ETFs und ETCs können an regulierten Börsen über normale Brokerkonten gekauft und verkauft werden.

    • Mindesthandelsvolumen: 1 Anteil
    • Liquidität: ETCs und ETFs sind offene Fonds. Ihr Börsenhandelsvolumen ist daher nicht beschränkt.
    • Stopp-Aufträge
    • Abwicklung T+2 (Handelsdatum plus drei Geschäftstage)
    • Verwaltungsgebühr 0,39 % bis 0,98 % p. a. (siehe jeweilige Produktseite)

    Kauf und Verkauf

    ETCs und ETFs können während des gesamten Handelstages genau wie normale Aktien an regulierten Börsen gekauft und verkauft werden.

    ETCs und ETFs können mit den gleichen Auftragsarten wie Aktien gehandelt werden, so zum Beispiel durch:

    • Bestensaufträge
    • Limitaufträge
    • Stopp-Aufträge
    • Leerverkäufe
    • Kauf auf Margin
    • Leerverkäufe und der Handel auf Margin sind mit besonderen Risiken verbunden. Bitte wenden Sie sich zur näheren Erläuterung dieser Risiken an Ihren Finanzberater.

    Emittentenrisiko bei ETCs

    ETC steht für Exchange Traded Commodities. Das sind ähnlich wie Partizipationszertifikate auf Rohstoffe Schuldverschreibungen, die an die Wertentwicklung eines oder mehrerer Rohstoffpreise gekoppelt sind. Sie sind keine echten ETFs, Einlagen in ETCs werden also nicht als Sondervermögen aufbewahrt, sondern es besteht ein direktes Emittentenrisiko.

    Über die Besicherung von ETCs finden Sie unter diesem Link weitere Informationen:

    Börse Frankfurt

    ETF Securities ist größter ETC-Anbieter

    Trotz des Emittentenrisikos erfreuen sich ETCs schnell wachsender Beliebtheit, da private und institutionelle Investoren Rohstoffe verwenden, um ihre Portfolios zu diversifizieren, sich gegen eine steigende Inflation und fallende Aktienkurse zu schützen.

    ETF Securities ist der größte Anbieter von ETCs. Insgesamt 75 ETCs bieten die Briten an. Außerdem gibt es 39 Produkte auf Rohstoffkörbe (Übersicht auf der Seite der Börse Frankfurt). Bei ETCs fallen wie bei ETFs keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmegebühren an. Die Verwaltungsgebühr beträgt bei allen angebotenen ETCs 0,49 Prozent pro Jahr. Zinseinnahmen werden nicht ausgeschüttet, sondern thesauriert, also wieder angelegt.

    ETCs können fortlaufend zu Marktpreisen gehandelt werden, da der Emittent sich verpflichtet, Anteile an Anleger auszugeben oder zurückzunehmen. Eine hohe Liquidität ist also fortlaufend vorhanden. Außerdem gibt es maximale Handelsspannen, was die Preisqualität garantiert. Mit diesen vier Merkmalen – transparent, leicht verständlich, kostengünstig und liquide – haben sich ETFs inzwischen an den weltweiten Kapitalmärkten fest etabliert.

    Weitere Informationen zu ETF Securities finden Sie auf der Webseite von ETF Securities

    ETCs auf Gold mit Rekordmittelzuflüssen in 2008

    Das verwaltete Vermögen der physisch besicherten Gold-ETCs von ETF Securities ist im Jahr 2008 um 1,75 Milliarden US-Dollar auf aktuell 4,8 Milliarden US-Dollar angestiegen. Immer mehr Investoren investieren in die Gold-ETCs, da sie einen liquiden Zugang zum „sicheren Hafen“ Gold bieten. Dank seiner geringen und teilweise negativen Korrelation zu den weltweiten Aktienmärkten setzte sich Gold verglichen mit den weltweiten Aktienmärkten an die Spitze der Performance-Ranglisten. In US-Dollar gewann der Goldpreis 2008 vier Prozent hinzu, Investoren in Euro bescherte Gold sogar ein Plus von elf Prozent. Die Folge: Der ETFS Physical Gold (A0N62G) steigerte sein verwaltetes Vermögen um 1,2 Milliarden US-Dollar und Gold Bullion Securities (A0LP78), der seit Oktober von ETF Securities verwaltet wird, wuchs im vergangenen Jahr um 550 Millionen US-Dollar. Insgesamt stieg das in den physisch besicherten Gold-ETCs verwaltete Vermögen 2008 um 55 Prozent, während das insgesamt in europäischen ETFs verwaltete Vermögen infolge der Markteinbrüche um fünf Prozent gesunken ist.

    “Insbesondere in den beiden letzten Monaten des vergangenen Jahres und Anfang dieses Jahres suchen die Investoren Anlageklassen, die ihnen Sicherheit, Liquidität und Transparenz bieten. In der Theorie sollen vor allem Alternative Investments, wie und Hedgefonds, helfen das Portfolio angesichts ihrer niedrigen Korrelation zu Aktien und Anleihen stabilisieren“, sagt Nik Bienkowski, Chief Operating Officer (COO) von ETF Securities. „Allerdings haben auch sie in der Finanzkrise gelitten. ETCs dagegen bieten Investoren eine niedrige Korrelation zu den Aktien- und Anleihemärkten und sind dabei so liquide wie der jeweilige zugrunde liegende Markt. Zudem sind sie dank der detaillierten und aktuellen Offenlegung der Positionen äußerst transparent und sicher, da für viele ETCs Kreditsicherheiten hinterlegt sind.“

    Gold ist liquider als jede Aktie der Welt. ETCs haben hohe Handelsvolumina. Die beiden physisch besicherten Gold-ETCs gehörten zu den am meisten gehandelten ETCs / ETFs an der Londoner Börse. Zusammen wurden in den beiden Gold-ETCs in Europa 14,5 Milliarden US-Dollar gehandelt, was einem durchschnittlichen Handelsvolumen von 58 Millionen US-Dollar am Tag entspricht. Das Handelsvolumen in den beiden Gold-ETCs hat sich damit gegenüber dem Vorjahr, als 4,3 Milliarden US-Dollar in den beiden Produkten gehandelt wurden, mehr als verdreifacht. Die physisch besicherten Gold-ETCs von ETF Securities werden in Europa in drei Währungen (Euro, US-Dollar und Britischem Pfund) gehandelt und sind an fünf europäischen Börsen gelistet.

    Die hohe Liquidität der Gold-ETCs stützt sich dabei auf den Goldhandel der London Bullion Market Association (LBMA). Dort werden täglich physische Goldbarren im Wert von circa sechs Milliarden US-Dollar gehandelt. Gold ist damit liquider als jede Aktie der Welt. Weltweit haben physisch besicherte Gold-ETCs bereits ein verwaltetes Vermögen von mehr als 30 Milliarden US-Dollar.

    Xetra-Gold-ETC: Die Alternative zum physischen Besitz?

    Sie lesen es sicherlich auch regelmäßig: Wegen der Finanzkrise ist bei den Anlegern ein regelrechtes Goldfieber ausgebrochen. Beliebte Anlegermünzen sind derzeit praktisch nicht mehr zu bekommen, weil die Münzprägeanstalten dem Ansturm kaum Herr werden. Der Goldpreis selber ist kaum tangiert, weil der Markt für Münzen und Barren (jedenfalls noch) sehr klein ist: Er macht nur 6% des Gesamtmarktes aus, der Großteil geht an die Schmuckindustrie.

    Wie dem auch sei, wir predigen schon seit Jahren, dass ein Teil des Vermögens in Gold angelegt eine sehr sinnvolle Option ist. Ein paar Goldmünzen zuhause haben ist schön und gut – aber neben der Sicherheit (Einbrüche?) ist auch die Fungibilität etwas nervig. Die Spreads zwischen An- und Verkauf bei den Händlern sind teils aberwitzig, und über eBay verkaufen kann auch eine aufwendige Geschichte werden. (Übrigens: Gängige Goldunzenmünzen kosten offiziell derzeit rund 650 EUR – bei eBay wurden jüngst schon bis zu 800 EUR bezahlt.)

    Es geht auch praktischer: Seit einen knappen Jahr gibt es ein Produkt der Deutschen Börse AG, das aufgrund der Konstruktion relativ sicher erscheint, jederzeit fungibel ist: Xetra-Gold (ISIN DE000A0S9GB0). Formal handelt es sich dabei um eine Anleihe einer Tochtergesellschaft der Deutschen Börse AG (Deutsche Börse Commodities GmbH). Handelseinheit ist 1g Gold. Die Gesellschaft deckt die jeweils ausstehenden Anleihenvolumina zu 95% in physischem Gold und zu 5% in Papiergold ab. Die Papiere verbriefen das Recht, sich jederzeit Gold ausliefern zu lassen.

    Das ist allerdings für einen Kleinanlager eher eine theoretische Option, denn die Auslieferung ist mit erheblichen Kosten verbunden. Dennoch beruhigend, dass das Gold physisch da ist: Es handelt sich aber rechtlich NICHT um eine Besicherung der Anleihe. Das ist zwar wiederum nur Theorie, aber würden andere Gläubiger gegen die GmbH Forderungen stellen und käme es zur Insolvenz, so muss das Vermögen der Gesellschaft (also das Gold) zur Befriedigung aller Forderungen geradestehen.

    Trotzdem scheint die Absicherung der Xetra-Gold-Papiere besser als z.B. von Goldzertifikaten. Interessantes Detail: Die Deutsche Börse ist der Auffassung, dass Xetra-Gold-Papiere NICHT der Abgeltungsteuer unterliegen, also auch künftig (wenn ab 2009 gekauft) einer 12-monatigen Spekulationsfrist unterliegen. Grund dafür sei der Anspruch auf physische Lieferung. Die Argumentation ist zumindest fraglich und könnte vom Finanzministerium jederzeit kassiert werden.

    Wer glaubt, dass die Welt zusammenbricht und schon Konserven zuhause sammelt, wird mit Xetra-Gold nicht glücklich. Dann sind Goldunzenmünzen auch angebrachter. Für alle anderen ist das Papier eine gute Wahl.

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