Futures
Rechtlich exakt umschrieben stellt ein Terminkontraktgeschäft = Futures-Kontrakt ("futures-contract", oder kurz: "Futures"; von engl. "future", »Zukunft«) eine gegenseitig bindende Vereinbarung zweier Vertragsparteien dar,
- einen qualitativ genau bestimmten Vertragsgegenstand, den sog. Basiswert ("underlying"), wie z.B. Waren, Devisen, Aktienindizes, Zinstitel oder sonstige Verfügungsrechte
- in einer ganz bestimmten Quantität (konstante Menge an Gütern bzw. Wert des Kontraktumfangs, "Kontraktvolumen")
- zu einem fixierten zukünftigen Zeitpunkt (dem "Termin")
- zu einem konkreten, bereits bei Vertragsabschluss festgelegten Preis[1] (dem Futureskurs)
abzunehmen und zu bezahlen (Kauf des Futures = Long-Futures-Position) bzw. zu liefern (Verkauf des Futures = Short-Futures-Position) (Siehe auch Terminhandel oder gegebenenfalls einen Wertausgleich[2] vorzunehmen. Futures zählen somit nicht zu den Wertpapieren, sondern sind normierte Verträge (Finanzkontrakte; allg.: Verfügungsrechte), die an spezialisierten Börsen: den Terminbörsen, notiert und ausgehandelt werden. Im Gegensatz zu den individuell ausgestalteten Termingeschäften (wie etwa Forwards und Forward Rate Agreements, FRAs) sind Terminkontraktgeschäfte (= Futures) also durch Standardverträge begründete, börslich gehandelte Verfügungsrechte über künftige Leistungen.
Lieferung auf Termin
Bei Abschluss von Futures-Kontrakten werden Leistung und Gegenleistung demnach nicht, wie bei einem Direktgeschäft[3] üblich, Zug-um-Zug ausgetauscht, sondern im Vorhinein für einen späteren Zeitpunkt rechtswirksam vereinbart. Handelseinig über den Preis werden sich beide Parteien - von denen eine die Terminbörse wird - zwar zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Die tatsächliche Vertragserfüllung durch Lieferung, Abnahme und Bezahlung des unterliegenden Handelsgegenstandes ("underlying") ist indes erst in der Zukunft ("zum Termin") vorgesehen. Zwischen Vertragsabschluss und Erfüllung von Futures-Geschäften fallen gemeinhin mehrere Tage, zumeist Wochen oder Monate. Diese über technisch bedingte Erfordernisse hinausreichende zeitliche Kluft ist kernbildend für alle Termingeschäfte.
Futures werden in der fachbezogenen Sprache als zweiseitig verpflichtende, börsennotierte "unbedingte Terminkontraktgeschäfte" bezeichnet; denn wer einen Futures-Kontrakt abschließt, ist von Rechts wegen an die dingliche Erfüllung des Vertrages gebunden, sofern später kein Gegengeschäft erfolgt. Dieser Aspekt hebt noch einmal deutlich die Erzwingbarkeit der wechselseitigen Vereinbarung hervor. Zu den "bedingten Termingeschäften" zählen demgegenüber sämtliche Optionsgeschäfte, wonach der Optionsinhaber auch das Recht hat, das Recht aus seiner Option mit Ablauf der Optionsfrist ungenutzt verstreichen zu lassen.
Der Leser beachte, dass es sich nach obiger Lesart um eine gängige Kennzeichnung von Futures unter rechtlichem Blickwinkel handelt. Aus Sicht eines Spekulierenden (Trader) wäre dagegen folgende Sprachregelung treffend:
Ein Futures repräsentiert eine vertraglich bindende und zeitlich genau befristete Wette[4] auf den Futureskurs, wobei aus künftigen Kursbewegungen erwirtschaftete Gewinne börsentäglich zu vergüten bzw. auflaufende Verluste börsentäglich zu begleichen sind. Je nach Futuresmarkt beinhalten nicht wenige Arten dieser Wetten ab einem ganz bestimmten Zeitpunkt gegen Ende der Wettfrist eine rechtlich durchsetzbare Verpflichtung zur Abnahme und Bezahlung (bei Kauf des Futures = Long-Futures-Position) bzw. zur Lieferung (bei Verkauf des Futures = Short-Futures-Position) eines qualitativ und quantitativ genau bestimmten marktgängigen Vertragsgegenstandes (wie etwa 5000 Scheffel Weizen, 1000 Fass Rohöl, nominal 100000 € von bestimmten Bundesanleihen etc.). Hinzuzufügen ist, dass der Wettende während der vorher festgelegten Laufzeit der Wette seine laufende Wette mit der Gutschrift bzw. Belastung einer letztmaligen ergebnisabhängigen finanziellen Ausgleichszahlung (durch eine Gegenwette) nahezu jederzeit wieder beenden kann.
Die Geschichte der Börsen in den USA
Die Geschichte der Börsen beginnt auf dem europäischen Kontinent mit der Eröffnung holländischer Börsenplätze im Zeitalter der Renaissance, also ab ca. 1350. Die erste Aktienbörse, die diesen Namen auch wirklich verdient, entstand jedoch erst lange Zeit später im Jahre 1611 in Amsterdam (Niederlande).
Die Geschichte der Terminbörsen
Unsicherheit über die Zukunft, schwankende Marktpreise und wachsender Welthandel mit seinen typischen saisonalen Preiszyklen mündeten im Laufe der Geschichte geradewegs in die Schaffung organisierter Zukunftsmärkte.
Terminbörsen: Zweck und Aufgabe
Terminbörsen ("derivatives exchange") sind hochorganisierte Handelsmärkte für standardisierte Rechte (Finanzkontrakte, Finanzderivate, Terminkontrakte und Optionen auf Waren und Finanzinstrumente).
Arten von Futures
Die spezifischen an den internationalen Terminbörsen angebotenen Produkte zeichnen sich durch eine breite Palette von verschiedenen Marktgegenständen als Grundlage (Basisinstrumente, "underlying assets") für die dort gehandelten Futures- und Options-Kontrakte aus.
Anwendungsmöglichkeiten von Finanzderivaten
Futures, "traded options" und andere Kernderivate haben in den vergangenen drei Dekaden an den internationalen Börsenplätzen bei einem rapiden Anstieg des Umsatzvolumens eine zunehmende Akzeptanz erfahren.
Bedeutung von Futures
Futures-Kontrakte zählen, da unverbrieft, weder zu den Wertpapieren noch dienen sie primär der Finanzierung[1]. Vielmehr handelt es sich bei Futures vom Wesen her um durch Standardverträge begründete, zeitlich befristete Rechte über künftige Leistungen[2].
Wie entstehen Futures
Anhand eines Beispiels soll nun der Frage nachgegangen werden, wie eigentlich ein neuer Futures-Kontrakt entsteht. Lesen Sie hierzu mehr im Bereich "Wie entstehen Futures".
Clearing-Systeme und das Margen-Prinzip der Futures
Clearing-Systeme
Charakteristisch für börsengehandelte Termingeschäfte (Terminkontraktgeschäfte) ist neben der Vereinheitlichung ihrer Eigenschaften und dem Margining das Clearingkonzept.
Die Marge (engl. Margin)
Margining heißt das gesamte System zur zweckmäßigen Bemessung, Bestimmung, Abwicklung und Kontrolle von Sicherheitsleistungen für die sich aus der Begründung von Terminpositionen entfaltenden Risiken. Zielsetzung dieses Systems ist es, Erfüllungsrisiken auszuschalten, Transaktionskosten von Termingeschäften zu mindern und somit letztlich die Effizienz im Handel mit derivaten Instrumenten zu steigern.
Initial Margin
Das Erfordernis eines Ersteinschusses zwecks Teilnahme am börslichen Terminhandel ("margin requirement") besteht unabhängig davon, ob Sie anfangs Futures kaufen oder verkaufen; denn sowohl der eröffnende Kauf (= Long, Terminkaufvertrag) als auch der eröffnende Verkauf von Futures (= Short, Terminverkaufsvertrag; "Leerverkauf") stellen immer zugleich auch vertraglich bindende, mit einem nicht unerheblichen Erfüllungsrisiko behaftete Vereinbarungen dar, und Ihr Broker wird sich folglich durch eine anfängliche Sicherheitsleistung über die Ernsthaftigkeit Ihres Engagements vergewissern wollen.
Margin und das Trading-Konto
Wer als Kunde eines Kommissionshauses (Bank, Broker oder sonstiger Finanzdienstleister) mit Futures handeln will, braucht ein Trading-Konto ("trading account", "individual brokerage account").
Handel mit Futures
Long und Short
Um die Technik im Handel mit Futures und deren spezifische Eigenschaften zu verstehen und dabei zu klaren Resultaten zu gelangen, bedarf es zunächst Vorverständnis und einiger aspektbezogener Kenntnisse von grundlegenden Sachverhalten.
Gewinn- und Verlustberechnung
Analytisch erhält man den Erfolg = Gewinn * Gt aus einer Transaktion in Futures zu einem beliebigen Betrachtungszeitpunkt der Gewinnverwirklichung t.
Das Spekulationsmotiv im Handel mit Futures
Tagaus, tagein treffen Trader, Hedger und Arbitrageure, die gewillt sind, sich dem Wettbewerb zu stellen, an den Terminmärkten rund um den Globus zusammen, um zwischen einander Handel zu treiben.
Die einzelnen Gruppen spekulativer Marktteilnehmer im Futures-Handel
Terminmärkte wären ohne die Mitwirkung von Spekulanten kaum denkbar. Charakteristisch für spekulative Positionierungen in den Terminmärkten ist dabei die Kurzfristigkeit von Engagements.
Der Futures-Kurs
Das Ergebnis des Marktverhaltens im Börsenterminhandel (Futures-Handel) ist praktisch in quantitativen Begriffen direkt beobachtbar, nämlich als aus den Markthandlungen abgeleitete und veröffentlichte Preise: Futureskurse.
Zur Notation von Futureskursen
Während die Merkmale gelisteter Futures in ihren Ausprägungen für jeden einzelnen Markt durch die Terminbörsen über die Kontraktspezifikationen in allen erdenklichen Einzelheiten dauerhaft festgelegt werden (Standardisierung von Futures), wird der Marktpreis von Futures (Futureskurs, Futures-Preis) von den Akteuren in den Terminmärkten fortlaufend börslich neu ausgehandelt und veröffentlicht.
Zum Preisfindungsprozess an den Futuresmärkten
Futureskurse sind gewöhnlich in ständigem Wechsel. Futureskurse (auch als Futures-Preise bezeichnet) kommen dabei – ebenso wie die Preise vieler anderer Handelsobjekte auf Märkten auch – allein durch Bündelung von Angebot und Nachfrage einzelner unabhängig voneinander agierende Akteure an den Terminbörsen zustande: Immer dann, wenn Aufträge (Orders) zweier Marktteilnehmer (Käufer und Verkäufer) an der Börse zusammengeführt werden, bildet sich ein neuer Futures-Preis.
Futureskurse und Spreads
Der Preis, zu dem ein Akteur an einem Markt dort gehandelte Werte bei sofortigem Abschluss kaufen kann, heißt "ask-price" (auch als "offer price" bezeichnet; dt.: Briefkurs, Angebotspreis); der Preis, zu dem ein Akteur am Markt bei sofortigem Abschluss verkaufen kann, heißt "bid-price" (dt. Geldkurs, Nachfragegebot).
Spreads und Transaktionskosten
Das Nebeneinander von unterschiedlichen Futures-Kontrakten mit ihren verschiedenen Fristigkeiten, unterschiedlichen Basisinstrumenten und gehandelt an zahlreichen Terminbörsen rund um den Globus erweitert das überkommene Entscheidungsfeld der Marktakteure um ein breites Spektrum von neuen, komplexeren Handlungsalternativen in Gestalt von gesonderten Anlagekombinationen.
Der Open Interest und das Handelsvolumen
Mit dem Begriff "Offenes Interesse" ("open interest", Abk.: O.I.) bezeichnet man die Zahl der insgesamt zu einem gegebenen Zeitpunkt offenen, d.h. die Zahl der bislang noch nicht durch ein Gegengeschäft glattgestellten bzw. noch nicht durch physische Lieferung der zugrunde liegenden Marktgegenstände erfüllten Terminkontraktgeschäfte ("contract outstanding").
Long- und Short-Positionen bei Futures
Eine jede offene, d.h. eine jede noch nicht durch ein Gegengeschäft gesicherte Position in Futures (= Nettoposition; Solo-Position), ist entweder "long" oder "short". "Short" geht, wer einen Markt betritt und dort einen oder mehrere Futures leerverkauft ("Eröffnungsgeschäft", "opening transaction").
Das Gegengeschäft
Anders als z.B. bei den eng verwandten, außerbörslich abgeschlossenen Forwards möchte offenbar die weit überwiegende Zahl der in den Futures-Märkten aktiv Handelnden die den Futures-Kontrakten zugrunde liegenden Vertragsgegenstände (Basiswerte, Basisinstrumente oder "underlyings" genannt) nicht tatsächlich physisch beziehen bzw. liefern, sondern stattdessen vorzugsweise von den Preisbewegungen der gehaltenen Kontrakte in den verschiedenen Terminmärkten profitieren.
Das Settlement
Akteuren an den internationalen Derivatebörsen steht zu jedem Zeitpunkt eine breite Auswahl an verschiedenen Futures-Märkten zum Handel zur Verfügung. Einem jeden dieser Märkte ist jeweils ein ganz bestimmter Zyklus von Kontraktmonaten fest zugeordnet.
Der Tick
Im Zuge der Standardisierung von Futures und Optionen als eine notwendige Vorbedingung für einen regulären börslichen Terminhandel wird von den einzelnen Derivatebörsen neben anderem auch die geringstmögliche Preisbewegung (Mindestpreisvariation, "tick", "minimum fluctuation") für jedes der angebotenen Produkte vorab präzise fixiert.
Daily Price Limit
Durch ein "daily price limit" ("daily trading limit"; "intra-day price limit", tägliche maximale Kursfluktuation) wird ein höchstzulässiger Kursänderungsbetrag fixiert, um den ein Börsenterminkurs während eines Handelstages an einer Derivatebörse steigen (= oberes Limit) oder fallen (= unteres Limit) darf, ohne dass es dadurch zu administrativen Handelseinschränkungen oder -unterbrechungen kommt.
Positions-Limits
Unter "position limit" versteht man die maximale Anzahl von spekulativen Futures- und Futures-Options-Kontrakten ("futures options"), mit der ein Teilnehmer im Terminhandel im Einklang mit den Börsenregeln für eigene Rechnung engagiert sein darf.
Theoretische Grundlagen
Zusammenhang zwischen Spotmarktpreis und Futureskurs
Futureskurs und Cash-Kurs eines der Gattung nach ein und desselben Marktgegenstandes werden sich i. Allg. zu jedem Zeitpunkt voneinander unterscheiden.
Cost of Carry
Darüber hinaus sei vereinfachend angenommen, dass – wie zuvor bereits stillschweigend unterstellt – Märkte frei sind von Friktionen mit der Folge, dass ein freier Marktzugang zu beiden Segmenten.
Futures-Preis und Basis
Das Verständnis der spezifischen Eigenschaften von Futures allgemein ist ohne nähere Kenntnis der Fachbegriffe nicht möglich.
Futures-Märkte
Rohstoff-Futures
Wie im vorigen Abschnitt dargelegt, lässt sich unter den gesetzten Verhaltensannahmen und Umweltbedingungen - wie die Annahme "vollkommener Märkte" und der darauf aufbauende Rückgriff auf die Arbitragekonzeption.
Devisen-Futures
Devisen-Futures ("foreign currency futures", Fremdwährungs-Futures) zählen zu den "financial futures" und schließen eine vertraglich bindende Übereinkunft zwischen zwei Vertragsparteien* ein, eine genau bestimmte, normierte Menge einer bestimmten fremden Währung zu einem fixierten zukünftigen Zeitpunkt zu einem bei Kontraktschluss festgelegten Wechselkurs (dem Futureskurs) anzukaufen (Long-Futures-Position) bzw. zu verkaufen (Short-Futures-Position).
Aktienindex-Futures
Aktienindex-Futures ("stock index futures") werden zusammen mit Devisen-, Zins-Futures- und anderen Index-Futures der Gruppe der "financial futures" zugeordnet.
Zins-Futures
Zins-Futures ("idnterest rate futures") heißt der Sammelbegriff, unter dem allgemein üblich eine breite Palette an Zins-Terminkontraktgeschäften zusammengefasst wird. Nach dem unterliegenden Basistitel ist zu unterscheiden zwischen Zins-Futures auf bestimmte festverzinsliche Wertpapiere, sogenannte Langläufer, und Zins-Futures auf kurzfristige Geldmarktinstrumente, wie etwa Geldmarktpapiere bzw. Zinssätze aus Geldmarktkrediten in Form von Termineinlagen.
ETF-Futures
Am 18. November 2002 hat die EUREX als erste europäische Börse Futures und Optionen auf Exchange Traded Funds eingeführt. Ausgewählt wurden dabei die liquidesten Index-ETFs auf Xetra, wie beispielsweise der DAX EX und der DJ EuroStoxx 50 SMEX.
Wissenswertes
Maßsysteme und Maßeinheiten
Für quantitative Bestimmungen der Spezifikationen einzelner Terminkontrakte ist ein einheitliches Maßsystem erforderlich.
Kontraktspezifikationen
Kontraktspezifikationen Chicago Board of Trade (CBOT)
Kontraktspezifikationen Chicago Merchantile Exchange
Kontraktspezifikationen New York Merchantile Exchange (NYMEX)
Kontraktspezifikationen New York Board of Trade (NYBOT)
Kontraktspezifikationen Eurex
- ↑ Vgl. dazu auch: Die Rolle der Clearingstelle ("clearing house") bei der Abwicklung von Futuresgeschäften und Auswirkung des "marking to market" auf die Wertfortschreibung eines Futures-Kontrakts.
- ↑ Als Wertausgleich oder Barausgleich ("cash settlement") bezeichnet man einen künftigen Auszahlungsanspruch in Geld an die Gegenpartei eines Termingeschäfts, welcher die Abgeltung des Vorteils aus einer im Wert gestiegenen Position bezweckt.
- ↑ Das Geschäft für prompte Lieferung (Direktgeschäft; engl.: "actuals", "spot contract") wird in der Wirtschaftssprache üblicherweise bei Finanzgeschäften als Kassa-, Komptant- oder Promptgeschäft, bei Geschäften mit vereinheitlichter (physischer) Handelsware als Spot(markt)-, Loko- oder Effektivgeschäft bezeichnet. Die Erfüllung der übernommenen Vertragspflichten, also der reale Vollzug des Austausches von Vertragsgegenstand gegen Geld und die gegenseitige Übereignung, erfolgen hierbei praktisch gleichzeitig mit Vertragsschluss ("Lieferung gegen Zahlung"); im Falle von Börsengeschäften jedoch aufgrund historischer Entwicklungen, Usancen oder abwicklungstechnischer Umstände zumeist innerhalb von maximal 2 Geschäftstagen ("Valuta zwei Tage"). In Einzelfällen beträgt die Erfüllungsfrist eines Effektivgeschäftes bis zu 5 Tage, für bestimmte ("schwimmende" oder "rollende") Waren zum Teil erheblich länger. Bei Direktgeschäften werden zumeist sämtliche Vertragseckpunkte bei Vertragsschluss individuell vereinbart, wobei die Erbringung der vereinbarten Leistung und Gegenleistung i.d.R. bezweckt ist und sofort erfolgt.
- ↑ Insofern lassen sich rein spekulative Futuresgeschäfte vergleichen mit dem Abschluss einer "kohärenten" Wette bei einem Buchmacher, wobei diesem bei Futures das Clearinghaus gegenüberzustellen wäre.




