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    Inhaltsverzeichnis

    Windnutzung hat Tradition

    Die Nutzung der Windkraft durch den Menschen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon im alten Ä gypten nutzten Segelschiffe die Kraft der Winde zur Fortbewegung. Später folgten dann Windmühlen und Segelflugzeuge. Seit In-Kraft-Treten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. April 2000 und seiner Novellierung im Juli 2004 bzw. März 2008 sprießen in Deutschland Windenergieanlagen wie Pilze aus dem Boden. In Zukunft sollen sie verstärkt aus dem Wasser ragen. Grund: Die ertragreichen und damit rentablen Standorte an Land gehen mittlerweile zur Neige.

    Das EEG verpflichtet die Energieversorger Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu festen Preisen abzunehmen. Weil die Herstellungskosten von Strom aus erneuerbaren Energiequellen noch über denen konventioneller Energieträger liegen, ermöglicht das EEG für die Produzenten von umweltfreundlichem Strom vor allem ein hohes Maß an Planungssicherheit. Neue Technologien und die durch Massenproduktion möglichen Kostenvorteile dürften in den nächsten Jahren dazu führen, dass "grüner Strom" wettbewerbsfähig wird. Mit steigenden Preisen fossiler Brennstoffe beschleunigt sich dieser Prozess.

    Windenergie ist Spitze

    Laut Bundesverband Windenergie e.V. (BWE) könnten bis 2020 an Land 45.000 MW Leistung installiert sein, während auf hoher See der Betrieb von Anlagen mit einer Gesamtleistung von 10.000 MW realistisch sei. So deckte in Deutschland die Windkraft im Jahr 2007 mit rund 40 Mrd. Kilowattstunden bereits sieben Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Damit habe man die Leistung seit 2001 in etwa vervierfacht. Nach Schätzungen des BWE soll bis 2020 jede vierte Kilowattstunde durch Wind erzeugt werden. Mittlerweile hat sich der Sektor mit rund 90.000 Beschäftigten zu einem wichtigen Wirtschaftszweig mit überdurchschnittlich positiven Perspektiven entwickelt. Ende 2007 standen in Deutschland fast 20.000 Windanlagen mit einer Nennleistung von über 22.000 Megawatt.

    Laut Bundesumweltministerium leistet die Windenergie unter sämtlichen erneuerbaren Energieträgern bei der Stromversorgung den mit Abstand größten Beitrag. Mit 39,5 Mrd. Kilowattstunden lag ihr Endenergieanteil bei 45 Prozent, gefolgt von Wasserkraft (23,7 Prozent), Biogas (8,5 Prozent) und biogenen Festbrennstoffen (8,5 Prozent). Wind gehört damit zur wichtigsten Art der alternativen Stromerzeugung. Und das Beste: Sie ist zugleich relativ kostengünstig. Obwohl die Windenergie im Vergleich zur Photovoltaik einen um den Faktor zehn größeren Beitrag zur Stromversorgung leistet, wurden im Jahr 2007 mit 2,2 Mrd. Euro nicht einmal die Hälfte der Photovoltaik-Kosten (4,675 Mrd. Euro) verursacht.

    In Deutschland belief sich der Umsatz in Zusammenhang mit Erneuerbaren Energie auf rund 25 Mrd. Euro. In die Windbranche flossen ungefähr 5,7 Mrd. Euro, was einem Anteil in Höhe von 22,8 Prozent entspricht. Berücksichtigt man bei den verschiedenen Arten der Stromerzeugung auch externe Kosten wie zum Beispiel Klimaschäden, muss sich Wind lediglich Laufwasser-Kraftwerken geschlagen geben. Gegenüber sämtlichen fossilen Energieträgern wäre Windenergie in diesem Punkt meilenweit überlegen.

    Empfehlenswerte Informationsquellen www.
    Bundesverband WindEnergie e.V.

    wind-energie.de

    Bundesministerium für Umwelt, Naturchutz und Reaktorsicherheit

    erneuerbare-energien.de

    The European Wind Energy Association (EWEA)

    ewea.org

    Gamesa

    gamesa.com

    Nordex

    nordex-online.de

    Repower Systems

    repower.de

    Vestas Wind Systems

    vestas.com

    Investieren in die Windbranche

    Starke Brise fürs Depot

    "Reine" Investments in die Windbranche lassen sich über ein Index-Zertifikat (WKN: AA0WND) auf den ABN AMRO Wind Total Return Index oder Zertifikate bzw. Aktienanleihen auf Gesellschaften realisieren, deren Hauptgeschäftsfeld im Verkaufen bzw. dem Betreiben von Windparks bzw. -Technologie besteht. Anfang Oktober 2008 gab es neben dem erwähnten Index-Zertifikat und einer Variante der Deutschen Bank (WKN: DB1WND) lediglich einige Derivate auf die Aktien von Gamesa (WKN: A0B5Z8), Repower Systems (WKN: 617703), Nordex (WKN: A0D655) und Vestas Wind Systems (WKN: 913769). Als weitere Alternative bieten sich Index- bzw. Basket-Zertifikate an, die u.a. auch Gesellschaften aus dem Sektor Windenergie enthalten. Vor dem konkreten Kauf eines solchen Wertpapiers sollte allerdings das kumulierte Gesamtgewicht darin enthaltener Wind-Aktien ermittelt werden.

    ABN AMRO hat zusammen mit Standard & Poor's den ABN AMRO Wind Total Return Index aufgelegt, der sich aus neun Unternehmen der Windbranche zusammensetzt. Er ist als Performanceindex konzipiert. Das heißt: Etwaige Dividendenzahlungen werden reinvestiert und verbessern dadurch die Gesamtperformance des Börsenbarometers. Die vier am stärksten gewichteten Titel repräsentierten am 16.09.2008 mehr als 70 Prozent des Index. Dabei handelt es sich um Vestas Wind Systems (19,9 Prozent), Gamesa (19,2 Prozent), Iberdrola Renova (19,9 Prozent) und EDF Energies NOU (11,7 Prozent). Für die Zusammenstellung, Berechnung und Veröffentlichung des Index fällt eine Managementgebühr in Höhe von einem Prozent pro Jahr an.

    Index- bzw. Basket-Zertifikat auf Windenergieunternehmen:

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