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Blei
Blei kommt in der freien Natur meist in Erzen zusammen mit Kupfer, Zink und Silber vor. Galena ist das am häufigsten vorkommende Bleierz. Es beinhaltet 86,6% Blei. Weitere Erscheinungsformen sind Cerussit und Anglesit. Mehr als die Hälfte des zurzeit im Umlauf befindlichen Bleis kommt aus dem Recycling-Kreislauf. Blei wird in der Baubranche, bei der Herstellung von Munition, bei Kraftstofftanks und Pipelines, in Batterien und bei der Isolation von elektrischen Leitungen verarbeitet. Einer der wichtigsten Einsatzbereiche für Blei ist die Herstellung von Schutzvorrichtungen gegen radioaktive Strahlung. Dieses Einsatzgebiet reicht von Bleischürzen in der Medizin, bis zu Transportvorrichtungen für CASTOR-Transporte. Die hohe Dichte des Metalls und andere nukleare Eigenschaften schirmen radioaktive Strahlung ab.
Preisverlauf von Blei aufrufen
Blei wird im Baubereich bei der Isolierung von elektrischen Leitungen zunehmend durch Kunststoff ersetzt. Als Löt-Legierung wurde Blei fast gänzlich durch Zinn ersetzt. Aufgrund der gesundheitsschädlichen Wirkung für den menschlichen Körper wurde Blei bei der Herstellung von Verpackungen für Lebensmittel und Getränken vollständig durch andere Stoffe ersetzt.
Blei wird ausschließlich an der London Metal Exchange gehandelt. Ein Kontrakt bezieht sich auf 25 t Blei mit einem Reinheitsgehalt von mindestens 99,97%. Blei-Kontrakte werden in London seit 1903 gehandelt und lauten auf USD.
Die größten Hersteller (Schmelzer) sind die USA mit 21,6% Marktanteil, China mit 20%, Deutschland mit 6,1% und Großbritannien mit 5,8%.
Bedeutsame Bleivorkommen wurden in den letzten Jahren in den USA (Alaska), Australien, Kanada, China, Irland, Mexiko, Peru und Portugal entdeckt. Die bisher erforschten Ressourcen betragen 1,5 Mrd. t.
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