Zinn
Zinn ist ein silbrig-weißes Metall, das sich aufgrund des geringen Härtegrads leicht verformen und verarbeiten lässt. Es weist eine kristalline Struktur auf. Zinn wird seit über 5500 Jahren verarbeitet. Zwischen 2100 und 1500 v.Chr. wurde Zinn ausschließlich aus Cornwall (England) nach Kontinentaleuropa ausgeführt. Bis ins 19. Jahrhundert war Cornwall die Hauptquelle für Zinn.
Zinn wird heute vor allem bei der Herstellung von Lebensmittel- und Getränkeverpackungen verwendet. Weitere Verwendung findet Zinn bei der Herstellung von Löt-Legierungen, von Keramik und verschiedenen Kunststoffen. Zinn gerät immer stärker in den Fokus der Industrie als Ersatzstoff für andere Metalle, z.B. von Blei bei Löt-Stoffen oder Schrotkugeln.
Bei der Förderung von Zinn ist China, mit 32% Anteil an der Weltfördermenge, führend. Es folgen Peru mit 26% und Indonesien mit 22%. Das für die Zinngewinnung wichtigste Erz ist Cassiterit. Das Erz kommt vor allem in Malaysia, Bolivien, Indonesien, Thailand und Nigeria vor. Die wichtigsten Zinn-Hersteller (Zinn-Schmelzer) sind Malaysia (16%), China (14%), Indonesien (12%) und Brasilien (10%).
Zinn wird ausschließlich an der London Metal Exchange gehandelt (seit 1877).
Verwandte Links
Kurse und Informationen zu Zinn
Rohstoff-Report-Ausgaben zum Thema Zinn
Ausgabe 02 / 2005 Themen: Zinn
Ausgabe 17 / 2005 Themen: Blei, Nickel, Zink und Zinn
Ausgabe 03 / 2007 Themen: Blei, Nickel, Zinn / Guangshen Railways





