Allein am vergangenen Freitag verlor die Aktie der einst sehr angesagten Modemarke „Abercrombie & Fitch“ mehr als 15%, nachdem enttäuschende Umsatzzahlen veröffentlicht wurden. Der Umsatzrückgang in den USA betrug 7% im Vergleich zum Vorjahr, im Ausland sogar 15%.

Die Zeit der riesengroßen aufgedruckten Logos auf überteuerten Pullovern scheint wohl endgültig vorbei. Als Gründe für die Umsatzeinbußen wurde die zunehmende Konkurrenz durch Billiganbieter wie H&M, Zara oder Primark aber auch steigende Jugendarbeitslosigkeit genannt.

Die Aktionäre von Abercrombie & Fitch hatten in den vergangenen drei Jahren ohnehin wenig zu lachen. Während der Gesamtmarkt in Form des S&P500 mehr als 60% zulegte in den vergangenen 36 Monaten, verlor die Abercrombie-Aktie etwa 50% an Wert.

Im Wochenchart der Aktie sind mehrere lehrbuchreife Chartformationen auszumachen. Ein Triple Top im August 2011 leitete den Bärenmarkt in der Aktie ein. Die bärische Keilformation im Frühjahr 2012 wurde regelkonform von einem erneuten Abwärtsimpuls abgelöst.

Nach der Erholung im vierten Quartal 2012 ging es dann nach einer SKS-Topformation erneut gen Süden. Der jüngste Abwärtsimpuls seit September dieses Jahres begann nach einer bärischen Konsolidierung innerhalb einer Keilformation.

Aktuell findet die Aktie Unterstützung im Bereich der Julitiefs von 2012 bei 29,00$. Ausgehend vom aktuellen Niveau sind Erholungen möglich aber nicht zwingend. Eine attraktive Möglichkeit für neue Shortpositionen in der Aktie wäre der Bereich 34,00 – 35,00$. Bis dahin sollte die Aktie auf die Watchlist für potentielle Shortkandidaten.

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Abercrombie & Fitch Wochenchart