Paukenschlag in der Spielebranche. Wie gestern einem SEC-Filing zu entnehmen war, tritt Activision Blizzard seine Vertriebsrechte an der Destiny-Spielereihe an den Entwickler Bungie ab. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Vermutlich gingen die Bewertungen über Erfolg und Misserfolg der Erweiterung "Destiny 2 Forsaken" weit auseinander. Während Activision Blizzard im letzten Quartalsbericht "Destiny 2" nur kurz mit dem Vermerk, die Einnahmen seien unter den Erwartungen geblieben, erwähnte, zeigte sich Bungie offiziell von der Resonanz der Spieler angetan.

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Der Schritt ist vor allen Dingen deshalb bemerkenswert, weil beide Parteien acht Jahre lang zusammengearbeitet haben. Ursprünglich war die Kooperation auf zehn Jahre angelegt. Activision Blizzard erwartet sich für das Jahr 2019 trotz dieses Schritts keinen Einfluss auf das Ergebnis, positiv, wie negativ. Dennoch gibt die Aktie nachbörslich 6,5 % ab. Bungie wiederum wird weitere Ableger von Destiny in Zukunft selbst vermarkten.

Die Aktie von Activision Blizzard befindet sich aus technischer Sicht weiterhin in einem intakten Abwärtstrend. Kurzfristig gilt es für eine erfolgreiche Bodenformation ein zweites Standbein auszubilden. Dafür müssten die Käufer das Tief bei 43,92 USD verteidigen. Auf der Oberseite bildet das Hoch bei 52,91 USD in Verbindung mit dem knapp darüber verlaufenden EMA50 eine große Hürde.

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Jahr 2018 2019e* 2020e*
Umsatz in Mrd. USD 7,48 7,65 8,40
Ergebnis je Aktie in USD 2,60 2,75 3,18
KGV 20 19 16
Dividende je Aktie in USD 0,34 0,34 0,34
Dividendenrendite 0,66 % 0,66 % 0,66 %
*e = erwartet
Activision-Blizzard-Aktie