• Adobe Inc. - Kürzel: ADB - ISIN: US00724F1012
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 287,948 $

An der Adobe-Aktie hatte ich mich zuletzt etwas festgebissen. Infolge der Bekanntgabe der Q3-Zahlen veröffentlichte ich diese Analyse mit einem Buytrigger bei 287 USD. Dieser wurde allerdings nicht aktiviert, der Wert konsolidierte weiter. Anschließend passte ich das Setup erneut an und senkte den Buytrigger auf 285,30 USD ab. Doch auch diese Hürde konnte die Aktie per Tagesschlusskurs nicht nehmen. Weitere Tiefs wurden markiert. Es dauerte schlussendlich mehr als einen Monat, bis der Wert das erhoffte Kaufsignal ausbildete, natürlich mit einem Gap.

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Auslöser dürfte das gestern stattgefundene jährliche Analystenmeeting gewesen sein, bei dem Adobe unter anderem die Prognose für das neue Geschäftsjahr 2020 bekannt gab. Demnach erwartet das Management einen weiteren deutlichen Umsatzanstieg auf 13,15 Mrd. USD, nachdem man in diesem Jahr zum ersten Mal die 10-Mrd.-USD-Schwelle überschreiten wird. Der Gewinn soll auf 9,75 USD klettern, was gegenüber 2019 voraussichtlich einem Anstieg von rund einem Viertel entsprechen wird.

Nachfolgend sehen Sie die aktuellen Analystenschätzungen für die Adobe-Aktie. Das Management liegt mit seiner Prognose also beim Umsatz wie auch beim Gewinn leicht über Konsens. Das KGV von 30 ist stattlich, das Gewinnwachstum von 25 % aber durch auch. Das KUV beträgt knapp 11.

Jahr 2018 2019e* 2020e*
Umsatz in Mrd. USD 9,03 11,15 13,13
Ergebnis je Aktie in USD 6,76 7,83 9,70
Gewinnwachstum 15,83 % 23,88 %
KGV 42 37 30
KUV 15,5 12,5 10,7
PEG 2,3 1,2
*e = erwartet

Aus charttechnischer Sicht müssen gegenüber der letzten Besprechung nur leichte Anpassungen vorgenommen werden. Die Ziele bei 298,27 und 313,11 USD haben weiterhin Bestand, der Prognosepfeil wandert folglich nur etwas nach rechts. Allerdings ist der Stopp der letzten Besprechung natürlich hinfällig geworden. Er liegt nun am Tief bei 259,57 USD oder alternativ in der Gefahrenzone bei 276,05 USD. Was ich mit Gefahrenzone meine, zeigt das Beispiel Nemetschek aus der Vorwoche. Die Aktie gab noch am selben Tag sämtliche Gewinne wieder ab, um im Anschluss wieder gehörig aufzudrehen. "Sicherer" ist man in solchen Fällen also nur mit weiteren Stopps.

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