• ams AG - Kürzel: DQW1 - ISIN: AT0000A18XM4
    Börse: XETRA / Kursstand: 17,215 Fr

Wo würde die Aktie von AMS heute stehen, hätte das Management sich die Osram-Übernahme geschenkt? Wenngleich niemand diese Frage beantworten kann, wird der ein oder andere Aktionär etwas wehmütig auf den Langfristchart des Sensorikspezialisten blicken. Der Wert hatte sich nach einem furchtbaren Jahr 2018 wieder halbwegs berappelt, ehe er nach Bekanntwerden der Übernahmepläne im Juli 2019 erneut in Grund und Boden versenkt wurde. Der Glanz der Jahre 2009 bis 2017 ist schon lange verblasst.

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Nun muss man eingestehen, dass das Management bereits vor Osram hart am Wind segelte. Die Bilanz war alles andere als robust. Inzwischen beläuft sich die Nettoverschuldung durch die Osram-Transaktion auf 2,3 Mrd. USD. Das ist ein ganz schöner Klotz am Bein, den man erst einmal wieder loswerden muss. Analysten schätzen, dass der Umsatz in diesem Jahr vorrangig aufgrund der Transaktion um rund 50 % auf gut 6 Mrd. USD ansteigen wird. Das Ergebnis je Aktie wird aber noch belastet werden. Aktuell liegt der Konsens bei einem leichten Rückgang von 14 %. 2022 soll sich der Deal auch ergebnisseitig auswirken. Aktuell rechnet der Markt mit einem Sprung von knapp 47 % auf dann 1,63 USD je Aktie. Das KGV würde in diesem Fall von 17 auf 11 absinken, die KUVs liegen um 0,8.

Aus charttechnischer Sicht blickte ich zuletzt im März auf den Titel und warnte eindringlich, Zitat: "Aus charttechnischer Sicht kommt der heutige Kursrutsch erneut ungelegen. Im Extremfall wiederholt sich der Abverkauf aus dem Dezember 2020, was aber erst unter 21,50 CHF wahrscheinlich wird."

Die Aktie brach daraufhin deutlich ein und unterschritt sogar die Dezembertiefs. Seit Monaten pendelt sie um die 18-CHF-Marke. Es hat sich ein Konsolidierungsdreieck ausgebildet, von dessen unterer Begrenzung die Aktie sich nach oben abstößt. Damit ist erneut eine Erholungsbewegung in Richtung der oberen Dreiecksbegrenzung bei knapp 19 CHF möglich. Erst ein Ausbruch aus der Formation zur Oberseite würde deutliches Potenzial in Richtung 24 CHF freisetzen.

Wird die Reihung ansteigender Tiefs seit dem Frühjahr dagegen untebrochen und der Aufwärtstrend seit April unterschritten, könnte die nächste Abwärtswelle losrollen. In diesem Fall wäre die Marke von 15,22 CHF das erste Anlaufziel.

Fazit: Fundamental bleibt die AMS-Aktie ein heißes Eisen. Die Ergebnisse schwanken enorm. Ob 2022 Ruhe eingekehren wird, ist aktuell fraglich. Charttechnisch sind innerhalb des Dreiecks kurzfristige Tradingmanöver möglich. Erst ein Ausbruch liefert neue mittelfristige Signale.

Jahr 2020 2021e* 2022e*
Umsatz in Mrd. USD 4,17 6,07 6,25
Ergebnis je Aktie in USD 1,27 1,11 1,63
Gewinnwachstum -12,60 % 46,85 %
KGV 15 17 11
KUV 1,2 0,8 0,8
PEG neg. 0,2
*e = erwartet
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