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Eigentlich hatte ich die Hoffnung in diesem Jahr schon aufgegeben. Doch nach langer Zeit habe ich endlich wieder einen Smallcap gefunden, der trotz starker Wachstumsaussichten noch günstig bewertet ist. Fernab vom Bewertungswahnsinn bei vielen Nebenwerten ergibt sich bei AT&S derzeit ein Investmentszenario, das sich mehr als sehen lassen kann. Erst am Montag wies ich nach der Prognoseanhebung des Leiterplattenherstellers auf das fundamentale Trendwendesignal hin, auf das viele Aktionär lange warten mussten. Eine Kurzzusammenfassung: AT&S hat die Prognose für das gestartete Geschäftsjahr 2017/18 extrem angehoben. Statt eines Umsatzwachstums von 10 bis 16 % erwartet man nun 20 bis 25 %, statt einer EBITDA-Marge von 16 bis 18 % eine Marge zwischen 19 und 22 %.

Mein Fazit lautete daher wie folgt: Analysten haben für das laufende Jahr einen Umsatz von 928 Mio. EUR und ein EBITDA von 166 Mio. EUR in den Berechnungen. Da wird es einige Aufstufungen geben. Im Prinzip wird AT&S auf Basis dieser neuen Prognose die Ziele erreichen, die Analysten erst für das Geschäftsjahr 2018/19 aufgestellt hatten (siehe Tabelle).

Lange hat es nicht gedauert. Die erste Aufstufung ist nun da. Und sie kann gut und gerne als regelrechter Analystenkracher bezeichnet werden!

Hauck & Aufhäuser sieht 30 EUR als Kursziel

So hat Analyst Tim Wunderlich von Hauck & Aufhäuser sein Bewertungsmodell für die AT&S-Aktie komplett überarbeitet (siehe Tabelle). Wunderlich hält nun im Geschäftsjahr 2017/18 ein positives Ergebnis von 0,85 EUR je Aktie für möglich. In den beiden darauffolgenden Geschäftsjahren 2018/19 und 2019/20 dürfte der Gewinn je Aktie um knapp 70 % bzw. knapp 50 % auf 1,43 und 2,13 EUR regelrecht explodieren. Die KGVs für die Aktie liegen auf Basis dieser Schätzungen bei 19, 11 und 8, eine absolute Rarität im derzeitigen Marktumfeld.

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Jahr 2016/17  2017/18e* 2018/19e* 2019/20e*
Umsatz in Mrd. EUR 0,81  1,00  1,10  1,17 
Ergebnis je Aktie in EUR -0,59  0,85  1,43  2,13 
Gewinnwachstum - 68,24 % 48,95 %
KGV - 19  11  8 
KUV 0,8  0,6  0,6  0,5 
PEG - 0,2  0,2 
*e = erwartet

Quelle: Hauck & Aufhäuser

Wunderlich betont, dass er mit der vorliegenden Prognoseanpassung von AT&S nach schwierigen Monaten für das Unternehmen den lang erwarteten Turnaround als eingeleitet ansieht. Das EBIT dürfte seinen Berechnungen zufolge im laufenden Jahr bereits 63 Mio. EUR erreichen. Demgegenüber steht eine Marktkapitalisierung von knapp 640 Mio. EUR. Bereits im Jahr darauf dürfte der Free Cash Flow (FCF) 60 Mio. EUR betragen. Wunderlich erwartet ein dynamisches Umsatzwachstum begleitet von steigenden Margen. Als Fazit hebt der Analyst das Ziel für die Aktie von 9,20 EUR auf 30,00 EUR an und vergibt das Rating "Buy" nach zuvor "Hold".

Charttechnisch bewertet vor starkem Kaufsignal

Aus technischer Sicht ist die Lage bei der AT&S-Aktie nicht weniger spannend. Der Kurssprung in diesem Monat führt die Aktie an die Hochs des Jahres 2015 bei 16,05/16,48 EUR. Dort könnt der Wert etwas konsolidieren. Ein Ausbruch über diese Zone würde ein langfristiges Kaufsignal mit Zielen bei 17,90 und 23,80 EUR triggern. Solange der Wert nun nicht mehr unter 9,00 EUR fällt, sind auch technisch starke Kursgewinne ableitbar.

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AT&S-Aktie (Monatschart)

Fazit: Bei AT&S stimmt derzeit alles. Interessierte Anleger sollten sich von der bereits absolvierten Kursstrecke in dieser Woche nicht abschrecken lassen. Das Neubewertungsszenario wird gerade erst eingepreist und lässt noch enormen Spielraum nach oben. Für alle, die etwas träumen möchten: Das Allzeithoch der Aktie stammt aus dem Jahr 2000 und notiert bei 45,90 EUR. Viele Aktionäre wären nach der enttäuschenden Entwicklung in den vergangenen Jahren aber wohl schon mit Kursen um 23,80 EUR zufrieden.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: AT&S Austria Techn.&Systemt.AG