• Volkswagen AG Vz. - Kürzel: VOW3 - ISIN: DE0007664039
    Börse: XETRA / Kursstand: 198,15 €
  • Daimler AG - Kürzel: DAI - ISIN: DE0007100000
    Börse: XETRA / Kursstand: 83,81 €
  • BMW AG - Kürzel: BMW - ISIN: DE0005190003
    Börse: XETRA / Kursstand: 93,93 €

Es klingt nur logisch, dass Unternehmen eines Sektors ähnliche Kursverläufe aufweisen sollten und so verwundert es nicht, dass BMW, Daimler und Volkswagen übereinstimmend die gleichen Trends zeigen – aktuell einen nach unten.

Autimobile-Der-sicherste-Trade-des-Jahres-Chartanalyse-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-1
Volkswagen
Autimobile-Der-sicherste-Trade-des-Jahres-Chartanalyse-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-2
Daimler
Autimobile-Der-sicherste-Trade-des-Jahres-Chartanalyse-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-3
BMW

Die Autobauer sind derzeit mit die schwächsten Werte im Leitindex Deutschlands und stehen mit den intakten Abwärtstrends seit Mitte März zusammen auf der Verkaufsliste. An dieser Stelle soll jedoch nicht jede Aktie einzeln, sondern eine Spreadidee vorgestellt werden. Hinter dieser steckt der Gedanke, dass sich Kursdifferenzen im Laufe der Zeit ausgleichen werden, da die Korrelation zwischen den Aktien historisch relativ hoch ist. Sehr gut ist im folgenden Chart zu erkennen, dass sich Daimler derzeit deutlich besser schlägt, als BMW und Volkswagen. Ebenfalls zu erkennen ist jedoch, dass solche Differenzen im letzten Jahr nur temporär anhielten. Dies macht eine Spekulation auf ein neuerliches Annähern der Kurse interessant. Vor diesem Hintergrund ist der schwächere Wert, in diesem Fall BMW zu kaufen und der stärkere Wert, in diesem Fall die Daimler Aktie in gleichem Umfang zu shorten.

Autimobile-Der-sicherste-Trade-des-Jahres-Chartanalyse-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-4
Automobile

Im weiteren sind nun folgende Szenarien möglich:

Szenario 1: Turnaround im Automobilsektor und Rückkehr in einen neuen Aufwärtstrend

Für unseren Spread ist dieser Turnaround relativ unerheblich. Das einzig wichtige wäre, dass BMW dabei stärker profitiert, als Daimler. Der Long in BMW gewinnt mehr, als der Daimler Short verliert.

Szenario 2: Abwärtstrend wird beibehalten

Auch diese grundlegende Richtung spielt für den Spread selbst keine Rolle. Die Idee spekuliert jedoch in diesem Fall darauf, dass sich BMW früher stabilisieren wird, als Daimler. Der Long in BMW verliert weniger (oder gewinnt sogar), als der Daimler Short. Der Spread zwischen beiden wird kleiner.

Szenario 3: Spreadausweitung

Wie die ersten beiden Szenarien zeigen, spielt die grundlegende Richtung des Marktes für den Spread keine Rolle, denn es geht nur um die relative Performance der beiden Kontrahenten zueinander. Spreads werden gerne als sichere Trades dargestellt, sind es aber nicht. Die Chancen, dass sich im Laufe der Zeit die Kurse wieder annähern, sind zwar groß, aber letztlich muss auch eine anhaltende Spreadausweitung bei der Planung berücksichtigt werden. Dies würde eine verlustige Situation im Spread mit sich bringen. Temporär sollte dies auf alle Fälle mit eingeplant werden, aber ob langfristig eine immer größere Abkopplung beider Aktien voneinander möglich ist, bleibt zu hinterfragen.