• BASF SE - Kürzel: BAS - ISIN: DE000BASF111
    Börse: XETRA / Kursstand: 72,81 €

Als die Meldung über die Ticker ging, begann die vorbörsliche Talfahrt der BASF-Aktien, die sich mit einem Downgap von über 4,00% zu Handelsstart fortsetzte: Der Umsatz im dritten Quartal sank um 5,00% auf 17,4 Mrd. EUR, das EBIT vor Sondereinflüssen ging um 10,00% oder 171 Mio. EUR auf 1,6 Mrd. EUR zurück. Der Jahresüberschuss stieg zwar auf 1,2 Mrd. EUR, dies ist jedoch in erster Linie dem jüngsten Deal mit Gazprom geschuldet. Laut eigenen Angaben leidet das Geschäft unter dem stark gefallenen Ölpreis, der schwachen Konjunkturentwicklung in China und der Rezession in Brasilien. In Summe führt diese Entwicklung dazu, dass die Ludwigshafener im Jahresausblick einen leichten „Rückgang von Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen im Jahr 2015“ erwarten.

Die Aktie selbst, die sich Ende der letzten Woche noch über die mittelfristige Abwärtstrendlinie wuchten konnte, brach direkt zur Eröffnung wieder unter die ehemalige Hürde bei 75,28 EUR ein. Das kurzfristig bullische Setup der Vorwoche ist damit negiert worden. Bereits gestern hatte mein Kollege Rene Berteit auf die Gefahr einer kurzfristigen Topbildung und einen Abverkauf bis 72,46 EUR und tiefer hingewiesen. Aktuell nimmt sie Kurs auf die kurzfristige Aufwärtstrendlinie, die knapp über 72,00 EUR verläuft. Unterhalb dieses Preisbereichs wäre mit weiteren Abgaben bis 69,00 - 70,00 EUR zu rechnen. Sollte sich die Talfahrt mit einem Bruch der Unterstützungszone fortsetzen, wäre auch die Erholung seit Anfang Oktober beendet und mit einem Kursrutsch bis 65,67 EUR zu rechnen.

Kann die Aktie die fundamentalen Nachrichten dagegen verdauen und wieder über die Barriere bei 75,28 EUR ausbrechen, käme es zu einem weiteren Angriff auf den Widerstand bei 78,18 EUR. Darüber wäre ein Kaufsignal mit einem ersten Ziel bei 82,51 EUR aktiv.

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