Der 19. September war ein rabenschwarzer Tag für die Aktionäre der Bauer AG, denn an diesem Tag wurde eine Gewinnwarnung veröffentlicht und die Aktie stürzte zweistellig ab. Sollte man nach der Beruhigung nun ein paar Stücke ins spekulative Depot legen, oder soll man weiter einen großen Bogen um die Aktie machen?


Die damalige Gewinnwarnung:

Eine schlechte Auslastung im Wesentlichen bedingt durch Projektverschiebungen wird in einigen Ländern unseres Auslandsbaugeschäfts im zweiten Halbjahr zu deutlich schlechteren Ergebnissen gegenüber der bisherigen Planung führen. Zusätzlich führt die Zinsentwicklung bei Pensionsrückstellungen und Zinssicherungsgeschäften zu erheblichen bilanziellen Belastungen.

Man hatte bislang für das Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR, ein EBIT von etwa 95 Mio. EUR und ein deutlich gegenüber Vorjahr gesteigertes Ergebnis nach Steuern erwartet. Das Unternehmen geht aus heutiger Sicht davon aus, dass es beim EBIT etwa 70 Mio. EUR erreichen kann. Das Nachsteuerergebnis wird nur noch leicht positiv sein. Die Prognose der Gesamtkonzernleistung bleibt mit etwa 1,7 Mrd. EUR unverändert.

Die Gründe für die Ergebnisverschlechterung haben aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung. // Quelle: Guidants News


Vor der Gewinnwarnung stand die Aktie über der 20,00 EUR-Marke und bildete zuvor ein bullisches Muster am EMA50 im Wochenchart aus. Zu diesem Zeitpunkt war eine Fortsetzung der Erholungsbewegung sehr wahrscheinlich. Doch durch diese Gewinnwarnung wurden viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt.

An der 14,00 EUR-Marke bildete sich nun ein Boden aus. Ein weiteres Tief könnte in den kommenden Tagen folgen, doch dann sollte eine stärkere Erholung starten können. Das maximale Ziel dieser Gegenbewegung läge bei 18,50 EUR. Teilgewinne könnten bereits bei rund 17,50 EUR erfolgen.

Ein Wochenschlusskurs unter der 13,00 EUR-Marke würde das Chartbild jedoch noch einmal deutlich eintrüben.


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Bauer AG (Schrobenhausen)