• Bayer AG - Kürzel: BAYN - ISIN: DE000BAY0017
    Börse: XETRA / Kursstand: 75,620 €

Seit Ende März hatten die Aktien von Bayer an einer Bodenbildung gearbeitet und im Verlauf dieser Erholung den Widerstandsbereich um 105,00 EUR erreicht. Zuvor war der Wert bereits im Februar unter die langfristige Aufwärtstrendlinie eingebrochen, die bis in das Jahr 2011 zurückreicht und hatte damit ein weiteres mittelfristig bärisches Signal generiert. Der Versuch die Trendlinie zurückzuerobern und sich damit gegen den Abwärtstrend seit Juni 2017 zu stemmen, scheiterte im Juni dieses Jahres. Der anschließende Einbruch unter die Unterstützungen bei 99,88 und vor allem die 94,53 EUR-Marke löste die ersten Verkaufssignale aus. Der im August begonnene Abverkauf nahm sofort die in der letzten Analyse anvisierte 82,00 EUR-Marke aus dem Markt und mit dem heutigen Tag wurde auch das "mittelfristige" Ziel bei 76,00 EUR erreicht.

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Der Einbruch der letzten Tage schreit förmlich nach einer Erholung. Die massive Abwärtsdynamik sollte "Schnäppchenjäger" allerdings extrem vorsichtig agieren lassen. Denn mit dem Kursrutsch wurde auch im großen Bild eine wichtige Unterstützung unterschritten: Bei 77,92 EUR liegt das 38,2 %-Retracementniveau der gesamten Rally von 35,56 EUR im Jahr 2011 bis zum Allzeithoch des Jahres 2015 bei 146,45 EUR. Diese enorme Strecke wurde jetzt also mehr als 61,8 % korrigiert. Damit ist im langfristigen Bild neben dem Trendlinienbruch vom Februar das nächste große Verkaufssignal und das entsprechende Kursziel bei 61,73 EUR aktiviert worden.

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Bayer AG Monatschart

Sollten die Aktien von Bayer in den kommenden Tagen unter das heutige Tief bei 75,60 EUR fallen, könnte nur noch eine untergeordnete Zielmarke bei 75,20 EUR den nächsten Kurseinbruch aufhalten. Unterhalb von 75,20 EUR liegt das nächste Abwärtsziel bei 70,20 - 70,80 EUR. Wird dieser Bereich ebenfalls durchbrochen, stünde ein Rückfall an die nächste übergeordnete Haltemarke bei 61,73 EUR auf der Agenda. Selbst eine kurzzeitige Übertreibung bis 54,00 EUR sollte man bei einem solchen Crash jedoch einplanen, ehe die Rückeroberung der 61,73 EUR-Marke eine deutliche Erholung auslösen könnte.

Erholungspotenzial in engen Grenzen

Kurzfristig dürfte es bei einer Verteidigung der 75,20 EUR-Marke zwar zu einer Gegenbewegung bis 79,50 EUR kommen, doch bereits dort könnte ein weiterer Abwärtsimpuls starten. Eine etwas weitreichendere Erholung würde aktuell erst bei einem Anstieg über 81,55 EUR einsetzen und die Aktien von Bayer bis an den Widerstandsbereich von 85,00 bis 86,40 EUR hieven. Doch unterhalb von 88,83 EUR bleibt der Abwärtstrend vollkommen intakt und somit ist jederzeit mit der nächsten Verkaufswelle an und unter die 76,00 EUR-Marke zu rechnen.

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