• Bayer AG - Kürzel: BAYN - ISIN: DE000BAY0017
    Börse: XETRA / Kursstand: 52,070 €

Bayer erlitt gestern im Glyphosat-Streit eine Schlappe Schlappe vor einem US-Gericht. Dieses lehnte den Vorschlag von Bayer ab, mittels einer Zahlung von 2 Mrd. USD zukünftige Sammelklagen im Roundup-Skandal zu unterbinden. Zuvor hatte Bayer bereits 9,6 Mrd. US-Dollar zugesagt, um 125.000 Klagen beizulegen. Damit muss Bayer erneut umdenken und kündigte direkt im Anschluss an das Urteil einen 5-Punkte Plan an, wie man effektiv mit zukünftigen Klagen umgehen kann.

Die jüngsten Nachrichten sind ein Schlag ins Gesicht der Bayer-Anleger. Erst in den letzten Wochen schöpfte man wieder etwas Hoffnung und war gerade dabei, die seit Februar laufende Konsolidierung nach oben zu durchbrechen. Ein Versuch, der mit den heutigen Verlusten von über 4 % gescheitert ist. Stattdessen taucht man tief in einen extrem wichtigen Unterstützungsbereich beginnend knapp unterhalb von 53 EUR ein. Sollte dieser jetzt nicht halten können, wäre ein weiterer Kursrutsch zum nächsten Support bei 49,75 EUR zu erwarten.

Alternativ dazu verdaut man den aktuellen Schock relativ gut und zusammen mit dem angesprochenen Unterstützungsbereich bis hin zu ca. 52 EUR gibt es genug Kaufinteresse, um die Aktie zu stabilisieren. Wenn dies gelingt, könnte man sich in den nächsten Tagen daran machen, das heutige Abwärtsgap zu schließen. Leider aber ist der Weg nach oben trotzdem weiterhin mit extrem vielen Widerständen gepflastert und erst oberhalb von knapp 58 EUR hätte man wieder deutlich mehr Bewegungsspielraum. Bis dahin könnte es unheimlich schwer für die Käufer werden.

Kein direkter Handlungsbedarf!

Fassen wir die aktuelle Lage zusammen, besteht vor allen Dingen für neue Positionierungen kein direkter Handelsbedarf. Zwar besteht die Möglichkeit, dass sich die Bayer-Aktie im Supportbereich stabilisiert, angesichts des heutigen Abwärtsdrucks ist das Risiko aber hoch, falsch zu liegen. Der Handel im Supportbereich selbst macht jedoch auch ein direktes Shorten der Aktie nicht unbedingt interessant. Bei freier Wahl würde ich die aktuelle Situation abwarten. Mit jeder neuen Kerze gibt es neue Informationen, in welche Richtung das Pendel eher ausschlagen könnte. Mit den heutigen Verkäufen und den neuen fundamentalen Risiken ist der Grundtenor im Zweifel aber bärisch.

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