• MDAX - Kürzel: MDAX - ISIN: DE0008467416
    Börse: XETRA / Kursstand: 19.411,12 Punkte
  • Diebold Nixdorf AG - Kürzel: WIN - ISIN: DE000A0CAYB2
    Börse: / Kursstand: 37,23 €
  • Gerresheimer AG - Kürzel: GXI - ISIN: DE000A0LD6E6
    Börse: XETRA / Kursstand: 65,49 €
  • Rheinmetall AG - Kürzel: RHM - ISIN: DE0007030009
    Börse: XETRA / Kursstand: 54,01 €
  • ProSiebenSat.1 Media SE - Kürzel: PSM - ISIN: DE000PSM7770
    Börse: XETRA / Kursstand: 42,93 €

Am Freitag vergangener Handelswoche habe ich an dieser Stelle unter anderem einen Blick auf den MDAX geworfen, der sich bisher gut an das angedachte kurzfristige Szenario hält. Nach nur zwei vollständigen Handelstagen hat sich an der grundlegenden Aussage der damaligen Analyse natürlich wenig verändert. Die Käufer müssen sich in diesen Tagen beweisen. Mit der Korrektur am Montag und Dienstag kann jedoch aus markttechnischer Sicht eine bullische Triggermarke bei 19.750 Punkten genannt werden. Ein Überschreiten dieser hinterließe eine kurzfristige Bodenformation, so dass weitere Gewinne in Richtung 20.100 und potentiell sogar wieder 21.656 Punkte möglich wären. Solange aber die 19.750iger Kursmarke nicht überschritten wird, besteht eine gewisse Gefahr zur Unterseite hin – inklusive neuer Tiefs bei 18.000 Punkten und tiefer.

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MDAX

Der MDAX selbst soll in diesem Artikel jedoch nur am Rande betrachtet werden. Er stellt sozusagen die grundlegende Basis für eine Einschätzung des Gesamtmarkts dar und hier gilt analog wie für den DAX, dass wir uns in einer mittelfristig angespannten Situation befinden. Von diesem Punkt aus stellen wir uns erneut die Frage, welche Aktie aus dem Index könnte im Falle einer bärischen und welche im Falle einer bullischen Auflösung „am besten“ performen. Für den DAX haben wir dies in den letzten Tagen bereits getan (Stärke Kaufen & Schwäche Verkaufen (Shorten)). Heute sind nun die potentiellen Bullen aus dem MDAX dran.

Ausgangspunkt unseres Screenings für den MDAX ist wieder einmal die Performancematrix und die dahinter stehende Annahme, dass Aktien, die bullisch outperformen, dies auch weiterhin tun werden (vice versa für Underperformer).

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Beim Blick auf die Verteilung der Gewinne und Verluste über die letzten 3 Monate bzw. die letzte Woche stechen zwei Aktien auf der Käuferseite sofort hervor: Wincor und Gerresheimer. Beide stehen sowohl im mittelfristigen 3-Monatsfenster als auch im kurzfristigen Wochenbereich deutlich besser da, als die anderen Indexmitglieder. Umso erstaunter war ich beim Öffnen des Wincor-Wochencharts.

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Wincor

Unschwer zu erkennen ist, dass die Aktie längerfristig (seit 2014) nicht in einem Aufwärtstrend gehandelt wird. Stattdessen gab es eine große Verkaufswelle seit dem Hoch bei 58,07 Euro. Diese verlor in den letzten Monaten an Momentum und es setzte ein Bodenbildungsversuch ein. Damit könnte die Aktie zum Turnaroundkandidaten mutieren, womit die nächsten Ziele bei 40,39, 44,50 und 50,51 Euro auszumachen wären. Längerfristig wären im bullischen Fall sogar neue Hochs oberhalb von 58,07 Euro möglich – vorausgesetzt, der breite Markt spielt mit und verabschiedet sich nicht in einen Bärenmarkt. Entsprechend sollten vor allem nachhaltig neue Tiefs unterhalb von 32,30 Euro in der Wincor Aktie vermieden werden.

Der Gerresheimer Chart ist da schon ein anderes Kaliber. Hier findet wir einen intakten Aufwärtstrend vor, der erst im August durch ein neues Hoch bei 68,64 Euro bestätigt wurde. Bedingt durch einen kurzfristig überkauften Markt und die allgemeine Schwäche bei Aktien schickte sich aber auch Gerresheimer zu einer Korrektur an. Dabei konnte bereits der Unterstützungsbereich um 56,50 Euro für den Start einer neuen Kaufwelle sorgen. Die Aktie hält sich auch in dieser Woche (noch) besser als der Gesamtmarkt, was das grundlegend bullische Sentiment bestätigt. Ein Angriff auf das Jahreshoch und später auch 75 – 80 Euro wäre trendtechnisch zu erwarten.

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Gerresheimer

Für einen dritten Kandidaten unserer potentiellen Outperformerliste müssen wir uns entscheiden. Legen wir eher Wert auf den mittelfristigen Bereich, dann wäre Rheinmetall ausgehend von der Verteilung in der Performancematrix unsere „erste Wahl“. Im 3 Monatsvergleich hat diese sogar noch eine größere Performance als Wincor, schwächelt aber im Wochenbereich. Die Aktie macht trendtechnisch einen guten Eindruck. Sie hat von März bis in den Juli hinein eine längere Konsolidierungsphase hinter sich gebracht und mit einem Ausbruch nach oben bis an den Widerstand bei 58,10 Euro geantwortet. Die hier einsetzende Pullbackbewegung war für den Trend bisher ungefährlich, so dass ein Ausbruch über 58,10 Euro immer noch zu favorisieren wäre. Anschließend kann es bis auf 66,90 Euro gehen. Nachhaltige Kurse unter 48,45 Euro sollten hingegen vermieden werden.

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Rheinmetall

Die Schwierigkeiten von ProSieben in den letzten drei Monaten sind im Chart gut erkennbar. Die Aktie steckt nach der großen Rally – ausgelöst durch den Ausbruch über 36 Euro im Januar – in einer Konsolidierungsphase. Im Idealfall ist mit den zwischenzeitlichen Verlusten der letzten Woche der Pullback zurück an das alte Ausbruchsniveau bereits abgeschlossen und die Aktie kann wieder in Richtung 49,33 Euro durchstarten. Dort wartet jedoch ein größerer Widerstand auf die Bullen, der erst einmal überwunden werden müsste.

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Pro7

Was all diese Aktien nun brauchen könnten, wäre ein insgesamt wieder anziehender Markt. In diesem Sinne drücken wir die Daumen.

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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