• Bilfinger SE - Kürzel: GBF - ISIN: DE0005909006
    Börse: XETRA / Kursstand: 32,060 €

Die heute zur Veröffentlichung anstehenden Quartalszahlen von Bilfinger wären eine gute Möglichkeit gewesen, die großen Herausforderungen, vor denen die Aktie momentan steht, zu überwinden. Gemeint ist der große Widerstandsbereich beginnend ab ca. 33 EUR, der sich bis gut 35 EUR hinzieht und die Rallybemühungen der Käufer schon seit 2019 immer wieder beendet. Leider ist dies auch heute der Fall. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen liegt die Bilfinger-Aktie leicht im Minus und setzt damit die schon vor einigen Tagen begonnene Konsolidierung ausgehend vom Widerstand bei 33 EUR fort. Das Tauziehen auf mittelfristiger Ebene geht also in die nächste Runde.

Die heutige Reaktion auf die Quartalszahlen sorgt für einige Fragezeichen, denn in Summe konnte Bilfinger eigentlich überzeugen. Man ist auf breiter Front gewachsen und das zum Teil deutlich. So lag der bereinigte Nettogewinn beispielsweise bei 31 Mio. EUR gegenüber 11 Mio. EUR im Vorjahr. Auch der Umsatz stieg von 870 Mio. EUR spürbar auf 945 Mio. EUR an. Lediglich bei der Profitabilität könnte man ins Grübeln kommen. Eine anvisierte Ebita-Marge von 3 % für das laufende Jahr 2021 ist nicht unbedingt komfortabel. Vielleicht ist es dieser Fakt, auf den sich der Markt zusammen mit dem Widerstandsbereich ab 33 EUR konzentriert.

Eine Entscheidung steht aus!

Sowohl Trader wie auch Anleger werden das Kursgeschehen in der Bilfinger-Aktie engmaschig verfolgen. Die Basis für ein ganz großes Kaufsignal ist auch mit den heutigen Kursverlusten noch vorhanden, denn schließlich ist der kurzfristige Trend immer noch aufwärts gerichtet. Es wäre jedoch enorm wichtig, den Widerstandsbereich bei 33 bis gut 35 EUR zügig unter Druck zu setzen. Erst wenn dieser Preisbereich nachhaltig überwunden werden kann, eröffnet sich wieder mehr Spielraum gen Norden. Die Aktie könnte in den folgenden Monaten auf gut 40 EUR und darüber hinaus ansteigen.

Momentan sind solche Notierungen jedoch nur Wunschdenken und Anleger müssen sich auch über die Alternative Gedanken machen. In dieser bleibt der angesprochene Widerstandsbereich unüberwindbar und die Kurse fallen in den nächsten Tagen bzw. Wochen wieder in Richtung 28 EUR zurück. Mittelfristig könnte es sogar zum Test der großen Unterstützungszone ab ca. 24 EUR kommen.

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