• Bitcoin BTC/USD - Kürzel: BTC/USD - ISIN:
    Börse: Bitfinex / Kursstand: 3.900,70000 $

Ich bin dieser Tage fast vom Stuhl gefallen, als ich einen Blick auf den Bitcoin-Chart warf. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich diesen in den letzten Wochen und Monaten nahezu vollständig aus den Augen verloren habe. Daran war nicht nur die lange Konsolidierung über den Sommer Schuld, im Rahmen dessen es sogar noch zu einem Volatilitätseinbruch kam. Mitverantwortlich für das Desinteresse war auch meine grundlegend pessimistische Einstellung gegenüber Kryptowährungen allgemein. Für mich war das nichts anderes als ein Hype, eine Modeerscheinung, an der ich mich nicht beteiligen wollte (real).

ANZEIGE

Das ist eine eigentlich fahrlässige Einstellung für einen kurzfristig orientierten Trader, denn immerhin bietet eine solche Blase extreme Chancen - erst recht, wenn man diese auf beiden Seiten ausnutzen kann. Man hätte den Trend zunächst auf der Longseite ausreizen können, um dann mit gleicher Wucht auf der Verkäuferseite zuzuschlagen, sofern sich das Blatt wendet. Vielleicht geht es dem einen oder anderen von Ihnen aber ähnlich wie mir. Ich hatte mir bereits einmal im Rahmen eines Hypes (der Dot-Com-Blase zur Jahrtausendwende) massiv die Finger verbrannt und wer einmal auf die heiße Herdplatte gefasst hat, wird dies zukünftig möglichst vermeiden - egal wie gut die Chancen zwischenzeitlich auch sein mögen. Und um Kritikern gleich zuvorzukommen. Diese grundlegend ablehnende Haltung steht nicht im Widerspruch zur Analysetätigkeit hier.

Diese Entscheidung mag auf den ersten Blick unklug erscheinen, gewinnt jedoch an Attraktivität, wenn man sich die Frage stellt, ob man es dann tatsächlich rechtzeitig geschafft hätte, die Seite zu wechseln. Schauen Sie sich bitte nur einmal die extreme Volatilität in den letzten zwölf Monaten an. Fast punktgenau vor einem Jahr stand der Kurs bei knapp 20.000 USD, heute kostet ein Bitcoin nur noch knapp 3.900 USD. Noch extremer war die vorangegangene Rally, mit der man die 20.000 USD ansteuerte. Hier hatte es vom gleichen Kursniveau wie aktuell aus gerade einmal etwas mehr als drei Monate gedauert, um sich im Wert zu verfünffachen.

BITCOIN-Das-große-Blutbad-steht-uns-erst-noch-bevor-Chartanalyse-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-1

Was soll da jetzt noch passieren?

Ich bin mir sicher, dass in der aktuellen Phase viele Marktteilnehmer einfach nur mit dem Kopf schütteln. Vor allen Dingen diejenigen Investoren, die immer noch im Bitcoin engagiert sind, momentan jedoch auf großen Verlusten sitzen, dürften sich die Frage stellen, ob die Welt verrückt geworden ist! Wie tief soll die Zukunftswährung denn noch fallen?! Viel tiefer kann es doch einfach nicht gehen!

Sollten diese Gedanken durch Ihren Kopf gehen, dann lassen Sie bitte den folgenden Chart auf sich wirken.

BITCOIN-Das-große-Blutbad-steht-uns-erst-noch-bevor-Chartanalyse-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-2

Ohne Zweifel war die Volatilität im Bitcoin in den vergangenen 15 Monaten extrem hoch. Aber dies alleine rechtfertigt nicht die Annahme, dass der Ausverkauf langsam aber sicher beendet sein muss. Gerade mit Blick auf die längerfristige Entwicklung wird deutlich, wie viel Spielraum es noch nach unten gibt - oder anders formuliert, wie stark man im Vorfeld nach oben hin übertrieben hat.

Die ersten Analysen zum Bitcoin gab es auf unseren Seiten bereits 2014. Auch in den folgenden beiden Jahren tauchte die Kryptowährung immer wieder in Analysen bei uns auf. Die mit Abstand meiste Aufmerksamkeit gab es jedoch erst ab dem Sommer 2017. Die Party war in vollem Gange und nach und nach waren Kryptos und Blockchain in aller Munde - kräftig befeuert von medialer Seite. Jeder wollte auf einmal dabei sein und als der letzte einstieg, begannen die Kurse wie ein Stein zu fallen.

Die Zukunft der Kryptos

Die Parallelen zum Neuen Markt der Jahrtausendwende und wahrscheinlich zu jedem anderen Hype sind unübersehbar. Und wie bei jedem echten Hype wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen, um was für eine Blase es sich tatsächlich gehandelt hat. Persönlich glaube ich, dass das Prinzip der Blockchain, genauso wie das Internet, nicht mehr verschwinden wird. Was jetzt jedoch läuft ist eine absolute Marktbereinigung und in dieser Marktbereinigung wird es eine ganze Reihe von Pleiten geben. Am Ende bleiben diejenigen Währungen bzw. Unternehmen übrig, die nicht einfach nur auf den Hype aufgesprungen sind, sondern gute Produkte, zu guten Bedingungen anbieten und ihr Handwerk verstehen.

So leid es mir derzeit für Investoren im Bitcoin & Co auch tut, aber das große Blutbad hat in meinen Augen noch nicht stattgefunden. Bis dahin wird der Bitcoin weiter unter Druck kommen. Aber es gibt Hoffnung für jeden Investor und diese simpel: ich irre mich.

Wenn Sie sich für Trading-Know-how im Allgemeinen und kurzfristigen Handel im Speziellen interessieren sind Sie bei mir genau richtig. Folgen Sie mir auf Guidants!