• Bitcoin BTC/USD - Kürzel: BTC/USD - ISIN:
    Börse: Bitfinex / Kursstand: 16.296,00 $

Die Volatilität im Bitcoin ist weiterhin extrem. Am frühen Montagmorgen legt die Kryptowährung um fast 15 % zu. Im Vergleich zu den Bewegungen im Aktienbereich eine extreme Performance. Der Blick auf den Chart zeigt jedoch, dass es sich bei der heutigen Tageskerze nicht unbedingt um eine außergewöhnlich große handelt - zumindest nicht mit Blick auf die letzten Tage.

Hohe Volatilität bullisch oder bärisch?

Versucht man einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, wird es spannend. Woher kommt die große Volatilität und was hat diese zu bedeuten? Zumindest theoretisch gibt es hier für einige Erklärungen. So könnte sie beispielsweise die Spitze eines Hypes darstellen. In diesem Sinne wird extrem viel gehandelt, wobei die großen professionellen Händler ihre Positionen an die kleinen Privatanleger abtreten. Eine klassisch bärisch Entwicklung, die mit Blick auf die aktuelle Entwicklung im Bitcoin jedoch hinterfragt werden muss, setzt diese doch voraus, dass es viele große/institutionelle Händler im Bitcoin gibt.

Eine weitere Erklärung wäre, dass die Nachfrage hoch ist und es deshalb zu den starken Kursschwankungen gen Norden kommt. Im Grunde trifft dieser Begründung zu. Die Kurse entstehen schließlich durch Angebot und Nachfrage. Aber ist die Nachfrage hoch war, weil die breite Masse in großem Stil in den Bitcoin einsteigt oder trifft eine eher moderate Nachfrage lediglich auf ein noch kleineres Verkaufsinteresse?

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Für die Beurteilung, ob der Bitcoin kurstechnisch am Ende ist, eine entscheidende Fragestellung. Schaut man sich im Bereich der Kryptowährungen um, kommen einem zumindest Zweifel, dass sich gerade die breite Masse bis hin zum Rentner in großem Stil in diesen Markt einkauft. Es gibt eher Indizien in die andere Richtung, wenn man sich vor Augen hält, dass beispielsweise im Derivatebereich große Spreads vorliegen oder der Handel gar nicht mehr möglich ist, weil die Broker nicht mehr auf genügend Liquidität treffen, um Positionen ihrer Kunden zu hedgen. Auch an den Bitcoin-Börsen selbst scheint das Angebot eher moderat zu sein. Diesen Gedanken folgend, wäre der Bitcoin immer noch ein Nischenprodukt mit entsprechendem Potenzial in Richtung Norden - selbst dann, wenn man bereits jetzt in einer Spekulationsblase stecken würde. Solange noch potentielle Käufer an der Seitenlinie stehen, kann die Party weitergehen. Die Außenseiter müssen halt nur ins Boot geholt werden und daran wird schließlich gearbeitet.

Und was sagt die Charttechnik?

Immerhin passt diese Einschätzung zu derzeitigen charttechnischen Verfassung. Der Aufwärtstrend ist intakt und seit dem Zwischentief am Freitag bei 13.500 USD machen die Käufer wieder Druck. Im besten Fall bleiben die Kurse oberhalb von 13.500 USD und schicken sich an, in den nächsten Tagen neue Hochs zu erreichen. Rein technisch gesehen wären dabei 25.000 USD oder 30.000 USD überhaupt kein Problem. Diese Ziele sind weniger reißerisch gemeint, sondern einfach eine Folge der extrem hohen Volatilität.

Auf der anderen Seite könnte bei einem Tagesschlusskurs unterhalb von 13.500 USD zumindest aus technischer Sicht eine Korrektur einsetzen. Daraus aber gleich einen großen Bärenmarkt und das Ende der Spekulationsblase ableiten zu wollen, scheint im ersten Schritt übertrieben. Man sollte zunächst einmal abwarten, wie man auf das kurzfristige Verkaufssignal reagiert.

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