Der Kryptowährungsmarkt bleibt ein heißes Pflaster, das zeigt die jüngste Volatilität wieder eindrucksvoll. Mit dem Aufschwung der letzten Wochen hat sich das Chartbild zweifelsohne aufgehellt. Doch zeigen manche Kryptowährungen bereits wieder bedrohliche Schwäche. Im charttechnischen Überblick werden die weiterhin aussichtsreichen Coins den Sorgenkindern gegenübergestellt.

Bitcoin

WERBUNG

Am Wochenende brach der Bitcoin als einziger der großen Coins auf neue Jahreshochs aus und ist damit aktuell der Outperformer unter den Kryptowährungen. Hier ist der kurzfristige Bullentrend intakt, weiter steigende Kurse bis zum langfristig zentralen Widerstandsbereich bei 5.780 - 6.100 USD sollten folgen. Oberhalb davon würde sich das langfristige Chartbild deutlich aufhellen, bei 6.800 - 6.850 und 7.400 liegen dann das nächsten Zwischenziel.

Geht es nochmals nachhaltig unter 5.200 USD zurück, könnten Rücksetzer bis zum Unterstützungsbereich bei 4.730 - 4.900 USD folgen. Dort liegen auch die beiden gleitenden Durchschnittslinien EMA50 und EMA200 als Unterstützungen, von wo aus dann der nächste Rallyschub starten kann. Unterhalb von 4.700 ist Platz bis 4.350 - 4.400 USD.

BITCOIN-LITECOIN-RIPPLE-Muss-man-sich-Sorgen-machen-Chartanalyse-André-Rain-GodmodeTrader.de-1
BTC/USD Bitcoin Chartanalyse

EOS

EOS setzte gestern deutlich zurück und notiert nun am Support bei 4,36 - 4,70 USD. Hier liegt ein Unterstützungskreuz aus diversen Chartelementen, von hier aus könnte der nächste Rallyschub bis 6,80 - 7,00 und später 9,40 - 10,20 USD starten.

Tiefer als 4,00 USD sollte EOS nicht per Tagesschlusskurs fallen. Dann wäre ein bullisches Szenario hinfällig und Abgaben bis 3,00 - 3,20 USD möglich.

BITCOIN-LITECOIN-RIPPLE-Muss-man-sich-Sorgen-machen-Chartanalyse-André-Rain-GodmodeTrader.de-2
EOS EOS/USD

Litecoin

Der Litecoin korrigiert nach wie vor die beiden Rallytage von Anfang April und erreicht dabei die Unterstützungszone bei 70 - 73 USD, wo auch der EMA50 verläuft. Im sehr bullischen Szenario startet hier die nächste Aufwärtswelle bis 98 - 100 und darüber hinaus 127 - 130 USD und 182 USD.

Rutscht der Coin per Tagesschluss unter 69 USD, könnte es zu tiefen Rücksetzern bis 59 - 62 USD kommen. Dort liegt eine zentrale Kreuzunterstützung. Erst unterhalb von 58 USD entstehen erste Verkaufssignale.

BITCOIN-LITECOIN-RIPPLE-Muss-man-sich-Sorgen-machen-Chartanalyse-André-Rain-GodmodeTrader.de-3
Litecoin LTC/USD

XRP (Ripple)

Auf mittelfristige Sicht ist XRP ein Underperformer, nach wie vor läuft eine Seitwärtsbewegung innerhalb der Handelsspanne der Dezemberrally. Dabei kam es gestern zu einem unschönen Kursrutsch, der XRP wieder an die Unterstützungszone bei 29,5 US-Cent zurückbrachte. Hier lagen alle Zwischentiefs seit Mitte Februar. Hier oder spätestens an der knapp darunter gelegenen Unterstützungszone bei 27,8 - 28,1 Cent müssten die Käufer wieder parat stehen und den Coin nach oben ziehen, um größere Verkaufssignale zu verhindern.

Erst wenn es wieder nachhaltig über 33 Cent geht, werden Longszenarien für einen Anstieg bis 38 und später 45 Cent aktiv. Unterhalb von 27,8 Cent entstehen per Tagesschluss größere Verkaufssignale für Abgaben bis 24,6 - 25,0 Cent.

BITCOIN-LITECOIN-RIPPLE-Muss-man-sich-Sorgen-machen-Chartanalyse-André-Rain-GodmodeTrader.de-4
Ripple XRP/USD Chart Analyse

Stellar

Mit einem kritischen Rückfall aus dem Aufwärtstrendkanal und unter den EMA50 trübt sich das Chartbild beim Stellar wieder ein. Bei 9,5 - 9,8 US-Cent liegt jetzt die entscheidende Unterstützung. Wird auch diese nachhaltig gebrochen, drohen weitere Abgaben bis 8,0 - 8,2 oder später 6,7 Cent.

Erst oberhalb von 12 Cent entstehen neue Kaufsignale für einen Anstieg zum zentralen Widerstandsbereich bei 13,5 - 14,2 Cent. Dies bleibt der langfristige Trigger für die Bullen.

BITCOIN-LITECOIN-RIPPLE-Muss-man-sich-Sorgen-machen-Chartanalyse-André-Rain-GodmodeTrader.de-5
Stellar XLM/USD

Fazit:

Die charttechnische Situation der meisten der größten Kryptowährungen bleibt kurzfristig bullisch. Allen voran zeigt sich der Platzhirsch Bitcoin sehr stark, notiert aber nicht mehr weit von der langfristig entscheidenden Widerstandszone. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob die schwachen Coins wie XRP oder Stellar nicht Vorläufer sind und ein Ende der Erholungen am Kryptowährungsmarkt andeuten. Hier sieht das charttechnische Bild deutlich schlechter aus und hat klar bärische Züge.

Dem entgegen setzen z.B. Litecoin und EOS an starke charttechnische Supports zurück und könnten damit die aktiven, mittelfristigen Kaufsignale bestätigen, wenn sie denn jetzt wieder deutlich nach oben drehen.