• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,14040 $
  • S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 2.664,76 Pkt
  • Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 24.737,20 $
  • EURO STOXX 50 - Kürzel: SX5E - ISIN: EU0009658145
    Börse: STOXX / Kursstand: 3.163,24 Pkt
  • Netflix Inc. - Kürzel: NFC - ISIN: US64110L1061
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 338,050 $

1.

Generell ist festzuhalten, dass der Eurolandmarkt, zu dem DAX und Eurostoxx50 gehören, durch langfristige Schwäche auffällt.

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Den alten Unternehmen fehlt es (mit wenigen Ausnahmen) seit dem Jahr 2000 an Durchschlagskraft.
Die Musik spielt in den USA, vor allem in den Unternehmen, die im NASDAQ Index gelistet sind.
Wer also langfristig unterwegs ist wird in Eurolandeuropa kaum fündig werden, allenfalls in der 2. Reihe, bei den besten MDAX Unternemen (die besten DAX- und MDAX Aktien mit exakten Kaufmarken nannte ich am 3.1.19 im Jahresausblick).

Um ein Vielfaches leichter ist es, Gewinne mit US Tec Unternehmen zu machen.
Freilich ist das ebenfalls risikoreich, wenn man weiß, dass selbst Unternehmen wie Amazon, Nvidia, Adobe, Netflix in Korrekturphasen ca. 30-50 % nachgeben können. Wer da den falschen Einstiegspunkt erwischt kommt mental schnell unter Druck, vor allem als Börsenneuling, selbst wenn gute Chancen bestehen, dass die Aktienkurse dieser Unternehmen danach wieder 1000 % steigen.

Vergleich EU-EUROLAND zu US-MARKT

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EU vs. US / EU ist hofflungslos abgehängt!

2.

Das Währungsrisiko beachten, gerade ab 2019!

Das Währungsrisiko begleitet Sie, wenn Sie in Aktien unterwegs sind die nicht zum Euroraum oder Ihrem Heimatwährungsraum dazugehören. Wenn man davon ausgeht, dass das EURO/ US DOLLAR Währungspaar (EURUSD) nach der letzten Talfahrt von 1,255 zu 1,12 bald wieder deutlich steigt, z.B. bis 1,25 oder 1,34, dann würden Ihre US Investments ab sofort einem zusätzlichen Währungsverlustrisiko von 20 % ausgesetzt sein.

meine EURUSD Chartprognose für 12 Monate:

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EURUSD Big Picture - Anstieg von 1,12 bis 1,25 (ggf 1,34) erwartet! Stoploss: 1,03-x

2.

Zurück zur Frage, ob das aktuell ein Bärenmarkt oder ein Bullenmarkt ist?

Interessant ist auf jeden Fall, dass der letzte Monat (Dezember 2018) einen Kursrückgang hervorbrachte, der die längste schwarze Kerze (also Verlustkerze) seit 18 Jahren generierte, so lang, wie es zuletzt nichteinmal im schlimmsten Monat des Börsencrashjahres 2008 war. Das ist auf jeden Fall erwähnenswert.


Wie ordnet man das nun aber ein?
Als Erstes kam mir sofort der Gedanke, die tatsächlichen prozentualen Abgaben von Oktober 2008 und Dezember 2018 auszurechnen, denn die Charteinstellung kann wegen der Logarithmik täuschen,
und siehe da:
Trotz der viel größeren Kerzenlänge von Dezember 2018 ist der Monatsverlust in Prozent viel geringer als der von Oktober 2018.

Im Oktober 2018 fiel der S&P500 Index um -27,2 %,
im Dezember 2018 "nur" um -17,1 %.

So kann man sich täuschen lassen.


Dennoch die Frage:

War es im Dezember 2018 ein bereinigender "Sell Off",
der keine Verkäufe mehr nach sich zieht, weil durch die extreme Dynamik des Rutsches von Dezember 2018 bereit alle verkauft hatten, ähnlich wie Oktober 2008, und somit keine Verkäufer mehr den Markt verlassen können?
oder:
Ist es der Beginn eines langwierigen Bärenmarktes,
der nach ausgewogenen Zwischenanstiegen, den Bärenmarkttallies (Rebounds) wieder in alte Schwächemuster zurückfällt und neue Verlaufstiefs generiert?

Auf jeden Fall ist klar, dass

  • die 2986 Punkte Marke des S&P500 ein großes langfristiges Projektionsziel war, was nur knapp verfehlt wurde

und

  • der 10-jährige Trendkanal monatelang deutlich überschritten wurde.

D.h.: Selbst wenn der US Aktienmarkt nun länger, also ein paar Wochen oder Monate steigen würde, wäre das Potenzial theoretisch stark limitiert auf einen S&P500 Punktwert von ca. 3000.
Das würde einer Chance von +12 % entsprechen, bevor spätestens wieder erhebliche Abwärtsrisiken von bis zu -40 % anzusagen wären (z.b. für die Strecke >> 3000 zu 1800).


Die Art der Trendkanalausreizung, der abgearbeiteten 262 % Zielprojektion und das fortgeschrittene Alter des Bullenmarktes legen nah, dass die Überlegungen aktuell NICHT dahingehen dürfen, sich langfristig zu positionieren.

Vielmehr lässt sich erahnen, dass man in den nächsten Monaten und Jahren bald noch billigere Kurse bekommen dürfte, z.B. S&P500 Kurse von 2240 oder vor allem 1800.

Mit diesem Wissen könnte man sich also aus Aktien vorerst noch fernhalten oder sogar bei aktuellen Zwischenanstiegen Investitionsquoten reduzieren. Das hätte auch den Vorteil, dass man dem bald im Jahr 2019 aufkommenden, oben angesagten EUR/USD Währungsrisiko der Eurolandbewohnder für Anlagen im US Währungsraum von ca. -20 % aus dem Weg gehen kann (Prognose ist der Anstieg von 1,12 bis 1,25 bzw. 1,34).

Ja mehr noch! Gerade jetzt, da das Währungskursverhältnis (1,14) für Eurolandbewohner vermeintlich sehr günstig ist, kann man neben den langfristigen US-Aktienkursgewinnen, US-ETF-Gewinnen, US-Fonds-Gewinnen auch noch die Währungseffekte des letzten 12-monatigen Kursrückgangs von 1,25 zu 1,12 (+10 %) realisieren.

S&P500 Monatskerzenchart, Chancen bis 3000, Risiken bis 1800

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3. Wo ist ein geeigneter Rückzugspunkt, wenn man den Absprung im letzten Jahr verpasst hat?

Lässt man sich auf das Risikoszenario ein und glaubt nicht an eine Fortsetzung des mittelfristigen Bullenmarktes in der steilen Form wie seit 2009, müssen Sie sich fragen: Wo steige ich aus?

Die Antwort ist gar nicht so schwer und der Zeitpunkt gar nicht so fern.
Gerade im marktbreiten S&P500 findet sich da ein interessanter Punkt, ein Widerstandskreuz aus Trendlinien und dem EMA200 (rot) bei 2700.

Die Wahrscheinlichkeiten sind hoch, dass der S&P500 knapp unter 2700 steckenbleibt und den Rückwärtsgang einlegt. Wie weit der Index dann fällt bleibt abzuwarten, die Maximalziele wurden weiter oben genannt.

Es lässt sich auch eine S&P500 Kursmarke benennen, die signalisieren würde, dass sogar nochmal Kurse im Bereich der 3000-Punktemarke gehandelt werden könnten. Das wäre der Fall, wenn sich der S&P500 per Tages- bzw. Wochenschluss über 2800 etabliert.

S&P500 Tageskerzenchart mit Markierung des Widerstandskreuzes bei ca. 2700

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Fazit:
Aktuell ergibt sich in den US Indizes wie auch im DAX, MDAX und Eurostoxx50 eine interessante Chance, den Markt in größerem Stil zu verlassen, wenn man es letztes Jahr bei hohen Kursen wie DAX 12950, DOW 26700 oder NASDAQ100 zu 7300 versäumt hatte, denn wenn es nur Reboundanstiege (Bärenmarktrallies) sind die sich seit Weihnachten zeigen, dann sind sie überall weit fortgeschritten.
Und selbst wenn die US Indizes die höchsten Kurse des Vorjahres nochmals ankratzen sollten, so wäre aktuell kein Zeitpunkt, um sich langfristig investierend in Aktien, ETFs bzw. Fonds zu positionieren.

Viele Grüße!
Rocco Gräfe
Ab Montag bin ich wieder voll dabei, mein Kurzurlaub ist beendet.
Alle großen DAX Szenarien, alle großen DAX Reboundziel des 1. Quartals werden nur bei mir im Tradingservice besprochen und veröffentlicht.

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