Derzeit liefern sich die ProSiebenSat.1-Aktie und CompuGroup ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz der größten Gewinner im MDax. Beide Unternehmen legten heute Zahlen für das abgelaufene Quartal vor, die am Markt extrem gut ankommen. CompuGroup, um die es hier gehen soll, kann derzeit 9,54 % zulegen und ist damit der ProSiebenSat.1-Aktie direkt auf den Fersen. Damit setzt die Aktie das spekulative Setup, welches ich Ende Oktober auf dem Support bei 72 EUR in GodmodePlus vorgestellt habe, mehr als perfekt um.

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Was treibt den Kurs so an?

Bevor wir uns der Frage zuwenden, wie es jetzt weitergeht, kommen wir zu den Zahlen. CompuGroup konnte den Umsatz im abgelaufenen Quartal um 30 % auf 231,3 Mio. EUR steigern. Das Ebitda stieg auf 67,1 Mio. EUR nach 47,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum und der Konzernüberschuss konnte sich mit 34,9 Mio. EUR fast verdoppeln. Alle weiteren News und Zahlen finden Sie wie immer auf Guidants News (siehe hier).

Ist das erst der Anfang?

Die Frage, die man sich jetzt bei Kursen um 84,50 EUR stellen muss, ist simpel: lohnt der Einstieg noch?

Die Antwort darauf ist leider nicht mehr ganz so einfach. Ohne Zweifel ist die Aktie mittelfristig bullisch unterwegs und könnte den Aufwärtstrend auch weiter in Richtung 90 EUR oder sogar in den dreistelligen Preisbereich fortführen. Dabei müssen aber auch weiterhin Konsolidierungen und Korrekturen eingeplant werden und im Rahmen solcher hätte die Aktie derzeit Spielraum bis in den Supportbereich bei 71,00 EUR. Kurzum, die Aktie hat eine gute Wahrscheinlichkeit, neue Hochs zu erreichen. Aber eine gute Wahrscheinlichkeit alleine macht noch keinen guten Trade aus!

Bullisch ja, aber…

Wo liegt das Tradingproblem? Zum einen besteht natürlich die Gefahr, dass es zu einer Topbildung und zum Bruch der angesprochenen Unterstützung kommt. Eine Garantie dafür, dass der Aufwärtstrend weiter Bestand hat, gibt es nämlich nicht, auch wenn es momentan wahrscheinlicher ist.

In Abhängigkeit davon, wo man jetzt jedoch seine Positionen absichert, entstehen zusätzliche Risiken. Wer einen weiten Stopp wählt (beispielsweise unterhalb von 71 EUR) hat eine höhere Chancen einen Gewinn zu erzielen, als jemand, der seinen Stopp nun knapp unterhalb von 80 EUR platziert. Letzterer hingegen hat, sofern es zu einer dynamischen Rally kommt, ein viel besseres CRV und damit einen immer noch sehr guten Trade. Man muss nur damit leben können, dass die Idee eventuell ausgestoppt wird. Die Gefahr dafür besteht, wir brauchen uns nur die Situation Anfang September anschauen, als es ebenfalls zu einem relativ dynamischen Ausbruch aus einer Range gekommen ist. Der Bullenmarkt blieb im Anschluss intakt, aber es kam nicht zu einer dynamischen Rally. Genau auf eine solche Entwicklung sollte man momentan ebenfalls achten.

Fassen wir das Geschehen zusammen, sind die heutigen Kursgewinne in der CompuGroup-Aktie eine Bestätigung des laufenden Bullenmarktes und dieser kann sich direkt oder über den Umweg einer neuerlichen Konsolidierung problemlos weiter fortsetzen. Ziele bei 90 oder gar 100 EUR wären auf mittelfristige Sicht möglich. Wichtig wäre, eine Topbildung und Kurse unterhalb von 71 EUR zu vermeiden. Im Management der Position hat man hingegen mehrere Möglichkeiten, von defensiv mit weitem Stop-Loss bis hin zu aggressivem Trading. Beides hat Vor- aber auch Nachteile.

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CompuGroup Medical SE &Co.KGaA Namens-Aktien o.N.

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