• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 15.504,27 Pkt
  • Airbus SE - Kürzel: AIR - ISIN: NL0000235190
    Börse: XETRA / Kursstand: 102,220 €
  • MTU Aero Engines AG - Kürzel: MTX - ISIN: DE000A0D9PT0
    Börse: XETRA / Kursstand: 173,750 €
  • Deutsche Lufthansa AG - Kürzel: LHA - ISIN: DE0008232125
    Börse: XETRA / Kursstand: 5,611 €
  • Fraport AG - Kürzel: FRA - ISIN: DE0005773303
    Börse: XETRA / Kursstand: 55,820 €

In den vergangenen Wochen konnte man sich oftmals über zu wenig Volatilität im Markt beschweren, heute dürften sich viele Marktteilnehmer eine solche wünschen. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen hat der Deutsche Aktienindex bereits 250 Punkte von seinem Tagestief zulegen können und notiert trotzdem noch 2,63 % im Minus. Im bisherigen Tagestief war der Dax ca. 4 % günstiger zu haben, als zur gestrigen Schlussglocke und genauso geht es vielen anderen Aktien auch. Dies hier ist ein kurzer charttechnischer Überblick, über die aktuellen Market-Mover in der sich zuspitzenden Corona-Situation:

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DAX

Airbus & MTU zerlegt es im Dax!

Die Airbus-Aktie zerlegt es heute mit einem Verlust von aktuell ca. 9 % kräftig. Im bisherigen Tagestief war die Aktie sogar schon fast 14 % günstiger zu haben. Technisch gesehen verlässt Airbus damit eine schon seit Sommer laufende Konsolidierung bärisch und könnte theoretisch weiter in Richtung 94 EUR absacken. Zur Oberseite stößt man bereits jetzt ab ca. 102,65 EUR auf einen ersten Widerstand.

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Airbus SE

Ähnlich heftig geht es auch in der MTU-Aktie zu, in der ebenfalls ein wichtiger Supportbereich um 186 EUR bärisch gebrochen wurde. Wenn jetzt um 168 EUR nicht schnell eine Stabilisierung stattfindet, könnten die Kurse weiter auf 150 oder sogar wieder knapp 130 EUR einbrechen. Ein Szenario, welches derzeit zu favorisieren ist, während Anleger natürlich auf einen bärischen Fehlausbruch spekulieren. Das ist zwar nicht unmöglich, bekanntlich aber stirbt die Hoffnung meist zuletzt.

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MTU Aero Engines AG

Lufthansa und Fraport auf Talfahrt!

Bei den deutschen Nebenwerten kommt die Lufthansa-Aktie massiv unter Druck und liegt derzeit ebenfalls fast im zweistelligen Prozentbereich im Verlust. Aber auch hier zeigte sich nach einem Tagestief bei 5,24 EUR und Verlusten von gut 15 % erstes Kaufinteresse. Eine durchaus interessante Reaktion, denn mit Notierungen bei und unterhalb von 5,50 EUR befindet sich Lufthansa in einem langfristig sehr starken Supportbereich. Hier steht also in den nächsten Wochen und Monaten eine sehr große Entscheidung an. Sehr spekulativ könnte man die Aktie momentan als günstig bezeichnen. Dafür darf sich jedoch die Corona-Krise zumindest im wirtschaftlichen Sinne nicht weiter zuspitzen. Dann könnte tatsächlich ein großer Turnaround vollzogen werden. Kurzfristig aber muss der Aktie dabei auch genug Spielraum, beispielsweise in Richtung 4 EUR eingeräumt werden.

Die Alternative dazu wird sicherlich kein Anleger hören wollen. Hier kommt es nämlich zu einem nachhaltigen Rutsch unter das Allzeittief und weiteren Kursverlusten in Richtung 2 EUR oder noch tiefer.

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Der Flughafenbetreiber Fraport verliert heute an der Börse ebenfalls kräftig und notiert 8,23 % im Minus. Aber auch hier gab es ausgehend von 53,20 EUR bereits wieder leichtes Kaufinteresse. Die Marktteilnehmer scheinen den dortigen Supportbereich weiterhin wahrzunehmen und dies ist auch mittelfristig wichtig. Oberhalb dessen könnte es in den nächsten Tagen tatsächlich noch einmal einen Anlauf in Richtung 62-64 EUR geben. Alternativ dazu läuft aktuell nicht nur eine dynamische Korrektur, wie die im Juni und Anfang Juli, sondern ein neuer Abwärtstrend und im Rahmen dessen wären dann auch weitere Abgaben auf 43,50-40 EUR möglich.

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Fraport AG

Fazit: zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass das Risiko mit den heutigen Kursverlusten deutlich gestiegen ist. Nachdem jetzt der erste Schock verdaut sein dürfte, müssen sich die Marktteilnehmer neu sortieren. Bis dahin bleiben bullische wie bärische Szenarien höchst spekulativ. Wichtig ist nicht der heutige Verlust, sondern wie man in den nächsten Stunden bzw. Anfang der kommenden Woche auf diesen reagiert. Erst dann lässt sich forcierter bestimmen, ob die heutigen Abgaben schöne Chancen für Investoren oder der Startschuss für einen mehrwöchigen/monatigen Abwärtstrend sind.

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