Über die CRISPR-Technologie haben wir an dieser Stelle bereits desöfteren berichtet. Allen, die mit diesem Stichwort immer noch nichts anfangen können, sei der Hintergrundartikel meines Kollegen Frederik Geiger ans Herz gelegt. Was allerdings bei den Berichterstattungen meiner Ansicht nach oft untergeht: Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen. Tests an Menschen müssen in großem Ausmaß erst noch durchgeführt werden. In China wurden Studien bereits bewilligt. Nun dürfte es auch in Europa soweit sein.

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Wie englische Medien berichten, haben die europäischen Behörden grünes Licht für Tests an Patienten mit der Erbkrankheit Beta Thalassämie bewilligt. Bei der Krankheit ist die Produktion von Hämoglobin gestört. Mithilfe von CRISPR wollen Forscher versuchen die Krankheit zu heilen. Wissenschaftler des Schweizer Unternehmens CRISPR Therapeutics werden die Tests durchführen. Professor Robin Lovell-Badge, Teamleiter am Londoner Francis Crick Institut, sieht nun die Gentherapie auf dem Vormarsch. "Wir werden zurückschauen und feststellen, dass das der wirkliche Beginn von Gentherapien gewesen ist." Ähnlich äußert sich Darren Griffith, Professor für Genetik an der Universität in Kent.: "Alles, was ich bislang gesehen habe, deutet darauf hin, dass CRISPR sehr sicher und effektiv ist. Ich denke, die Studienergebnisse werden positiv sein."

Die Aktie von CRISPR Therapeutics ist unter technischen Aspekten der stabilste Titel im CRISPR-Bereich. In der Vorwoche gelang der Ausbruch über den kurzfristigen Abwärtstrend, womit nun wieder Chancen auf ein Erreichen des Hochs bei 61,24 USD vorhanden sind. Fällt der Wert dagegen unter den Abwärtstrend zurück, notiert bei 45,00 USD eine solide Unterstützung. Kurse unter 40,25 USD wären dagegen negativ und könnten eine Konsolidierungsausdehnung auf 32,23 USD nach sich ziehen.

CRISPR-Therapeutics-Aktie