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Heute Morgen wurden die Erzeugerdaten des produzierenden Gewerbes in Deutschland für Dezember veröffentlicht. Erwartet wurde ein Zuwachs von 0,8 % im Monatsvergleich, stattdessen wurde ein Wert von -0,4 % vermeldet. Also ein Rückgang statt eines Zuwachses.

Ein ähnliches Bild gaben die gestern Morgen veröffentlichten Auftragseingänge der deutschen Industrie für Dezember ab. Erwartet wurde ein Anstieg der Auftragseingänge um +0,3 %. Stattdessen wurde ein Rückgang um -1,6 % vermeldet.

Grund genug, sich einmal einige Makro-Daten für Deutschland genauer anzuschauen.


Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ist bis auf wenige Ausnahmen seit einem Jahr jeden Monat rückläufig. Der Trend ist relativ eindeutig.

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Quelle: www.tradingeconomics


Lagerbestände

Die Lagerbestände stiegen im 3. Quartal um 8,73 Mrd. EUR. Dieser Wert wurde zuletzt 2011 erreicht.

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Industrieproduktion Deutschland

Die Industrieproduktion in Deutschland ist seit Anfang 2018 rückläufig und deutet möglicherweise eine bevorstehende Rezession an.

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ZEW Sentiment-Index

Der ZEW-Index bestätigt das schwache Makro-Bild: Seit Anfang 2018 ist der Index im negativen Bereich.

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Fazit:

Der Servicesektor hält sich aktuell noch vergleichsweise wacker und zeigt noch keine rezessiven Tendenzen. Das verarbeitende Gewerbe und die Industrieproduktion deuten aber an, dass sich die deutsche Wirtschaft möglicherweise auf dem Weg in eine Rezession befindet.

Wer nun händeringend auf Hilfe von Seiten der Geldpolitik wartet, könnte enttäuscht werden: Die EZB hat ihr Pulver nahezu komplett verschossen. Der rechtzeitige Ausstieg aus der ultra-laxen Geldpolitik der vergangenen Jahre wurde verpasst - die EZB hat kaum Spielraum übrig im kommenden Abschwung.

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