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    HSBC Daily Trading

    Die nächste Breitseite!?!

    Unsere vorsichtige Haltung gegenüber dem DAX® hat sich – trotz der guten Vorgaben – gestern letztlich bewahrheitet. Und wir bleiben zurückhaltend, denn der Schwächeanfall vom Wochenauftakt hat Spuren hinterlassen. Schließlich sorgt das Abwärtsgap bei 13.116/12.999 Punkten für eine klassische Abrisskante. Dass mit der beschriebenen Kurslücke die 50-Tages-Linie (akt. bei 12.928 Punkten) zu den Akten gelegt bzw. der Aufwärtstrend seit Ende Juli gebrochen wurde, macht die Situation nicht besser. Zur charttechnischen Breitseite trägt auch eine kleine Topbildung sowie der Hemmschuh „Saisonalität“ bei. So sehen sich die internationalen Aktienmärkte noch rund drei Wochen mit saisonalem Gegenwind konfrontiert. Auf der Indikatorenseite möchten wir unverändert die Konstellation bei den Bollinger Bändern und dem ADX hervorheben: Die stark zusammengezogenen Begrenzungen des Volatilitätsindikators sowie die historischen Tiefstände bei der Trenddynamik begünstigen einen sog. „Vola-Impuls“. In diesem Kontext war die Kursbewegung vom Montag erst der Beginn eines neuen Trendimpulses. Die Kombination aus dem Tief vom 30. Juli (12.254 Punkte) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.190 Punkten) markiert dabei eine wichtige Rückzugszone.

    pfeil-rotDAX® (Daily)
    Chart DAX®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal

    Ein schmaler Grat

    Seit dem bisherigen Allzeithoch von Anfang September bei 3.588 Punkten befinden sich die amerikanischen Standardwerte im Konsolidierungsmodus. Auf Basis der horizontalen Haltezone bei 3.200 Punkten hat der S&P 500® zuletzt einen klassischen „Hammer“ ausgebildet. Doch mit dem gestrigen „roten Block“ scheint dessen positive Strahlkraft bereits wieder verpufft zu sein. Deshalb richten wir zunächst einen sorgenvollen Blick in Richtung Süden. Neben den o. g. Unterstützungen ist in diesem Kontext vor allem die 200-Tages-Linie (akt. bei 3.106 Punkten) als weitere wichtige Rückzugslinie zu nennen. Um die Phase des Luftholens seit Beginn des Monats dagegen abzuschließen, bedarf es einer Rückeroberung der Schlüsselmarke bei 3.400 Punkten. Auf diesem Niveau fällt das alte Rekordhoch vom Februar bei 3.394 Punkten mit der Abwärtskurslücke vom 17. September (3.375/3.384 Punkte), der 38-Tages-Linie (akt. bei 3.384 Punkten) sowie einem Fibonacci-Level (3.398 Punkte) zusammen. Aufgrund der Bedeutung dieser Zone käme deren Rückeroberung einem charttechnischen Befreiungsschlag gleich. Doch das Positivszenario stellt aktuell eher Zukunftsmusik dar. Bis dahin dürfte der S&P 500® vielmehr noch einige kritische Handelstage zu überstehen haben.

    pfeil-rotS&P 500® (Daily)
    Chart S&P 500®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal

    Die ultimative Bastion

    Im Anschluss an das zyklische Hoch von Anfang August bei 29,84 USD ist der Silberpreis in eine Konsolidierungsphase übergegangen. Die Folge war die Ausprägung von fünf Innenstäben in Folge auf Wochenbasis. Die Auflösung dieser „inside weeks“ nach unten hat in den letzten Handelstagen eine deutliche Verschärfung des angeführten Korrekturimpulses mit sich gebracht. Damit drängt sich die Frage nach den nächsten Rückzugslinien für das Edelmetall auf. Gemessen an der Dynamik des vorangegangenen Hausseimpulses seit dem Märztief bei 11,62 USD ist die bisherige Verschnaufpause als „gesund“ zu bezeichnen. Das 38,2 %-Retracement der entsprechenden Bewegung (22,88 USD) als ein erstes Rückzugslevel wurde inzwischen unterschritten. Charttechnisch wesentlich bedeutender ist aber das alte Mehrjahreshoch von 2016 bei 21,11 USD, welches gleichzeitig als Nackenlinie der großen, unteren Umkehr der letzten Jahre fungiert (siehe Chart). Die 50 %-Korrektur der Aufwärtsbewegung von März bis August (20,73 USD) sowie eine Ichimoku-Linie (ebenfalls 20,72 USD) untermauern die Relevanz dieser Bastion. Mit anderen Worten: Einen Bruch dieser Bastion gilt es in Zukunft unbedingt zu verhindern. Damit ist die Marke von knapp 21 USD als strategischer Stop-Loss prädestiniert.

    pfeil-rotSilber (Monthly)
    Chart Silber

    Quelle: Refinitiv, tradesignal

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    Autor: Jörg Scherer