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    HSBC Daily Trading

    Ein Schritt vor, ein Schritt zurück

    Den Kurssprung vom Montag der Vorwoche verdaut der DAX® weiterhin in Form eines wahren Feuerwerks an Tageskerzen mit kleinen Kerzenkörpern und insgesamt unterdurchschnittlichen Schwankungsbreiten. Der gestrige Handelstag stellt in diesem Kontext keine Ausnahme dar, denn auch gestern lagen zwischen dem Tageshoch und dem -tief gerade einmal gut 100 Punkte. Damit bleibt unsere kurzfristige Einschätzung die gleiche wie zuletzt. Auch auf die Gefahr, dass wir uns wiederholen: Auf der Unterseite liefert ein Abgleiten unter das Tief vom vergangenen Freitag (13.005 Punkte) den Startschuss zu einer temporären Verschnaufpause an die obere Begrenzung der jüngsten Konsolidierungsflagge (akt. bei 12.713 Punkten). Nach Norden steckt dagegen das Verlaufshoch vom 9. November (13.297 Punkte) den Auftakt zur markanten Widerstandszone ab, die sich bis zum Hoch von Anfang September bei 13.460 Punkten erstreckt. Ein Sprung über diese Barrieren beendet die Serie der „inside candles“ und sollte neue Aufwärtsdynamik entfachen. Unter saisonalen Gesichtspunkten greift „dem Markt“ möglicherweise der Rückenwind der nahenden „Thanksgiving-Woche“ unter die Arme (siehe Analyse unten).

    DAX® (Daily)

    Chart DAX®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    5-Jahreschart DAX®

    Chart DAX®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    Rückenwind dank Thanksgiving?

    Saisonale Phänomene – wie z. B. die Weihnachtsrally – sind in den letzten Jahren intensiv erforscht und einem breiten Investorenkreis bekannt gemacht worden. Weniger vertraut sind Anleger (vermutlich) mit der Anomalie der „Thanksgiving-Rally“. In der Woche des US-Erntedankfestes am Donnerstag legen die Börsenkurse regelmäßig zu. Um diese These zu belegen, haben wir für den S&P 500® die Kursdaten seit 1945 herangezogen. Seit Ende des 2. Weltkrieges legten die US-Standardwerte im Durchschnitt um 0,63 % in der Thanksgiving-Woche zu. Die gute Wertentwicklung ist aber nur eine Seite der Medaille: Die Trefferquote von 70 % halten wir für fast noch wichtiger. Hervorheben möchten wir auch die Performance im Umfeld des Feiertags – konkret von der Eröffnung am Mittwoch bis zum Schlusskurs am sog. „Black Friday“. Die „Klammer“ um Thanksgiving produziert einen Return von durchschnittlich 0,39 % und die Wahrscheinlichkeit für steigende Notierungen erhöht sich auf 77 %. Als Erklärungsansatz für diese saisonale Anomalie dienen u. a. psychologische Aspekte – sprich die „gute (Investoren-)Laune“ im Vorfeld von Feiertagen. Angesichts der vorliegenden Ausbrüche könnte der saisonale Thanksgiving-Rückenwind trotz der besonderen Umstände 2020 auf fruchtbaren Boden fallen.

    S&P 500® (Daily)

    Chart S&P 500®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    5-Jahreschart S&P 500®

    Chart S&P 500®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    Gap im Fokus

    Kurslücken spielen eine große Rolle und sind oftmals eine wesentliche Performancequelle. Regelmäßig fungieren sie – nach ihrer Ausprägung – als Widerstand bzw. Unterstützung. In besonderem Maße trifft diese Aussage auf die SAP-Aktie zu, denn die Größe des jüngsten Abwärtsgaps (122,60 EUR zu 105,40 EUR) sucht ihresgleichen. Auch für die weitere Kursentwicklung kommt dem Bereich ohne Notierung eine Schlüsselrolle zu: Zusammen mit dem 23,6 %-Fibonacci-Retracement des gesamten Kursrückgangs seit Anfang September (102,53 EUR), dem Tief vom Oktober 2019 bei 103,06 EUR, der 200-Wochen-Linie (akt. bei 103,56 EUR) sowie der unteren Gapkante entsteht auf diesem Niveau eine lehrbuchmäßige Kumulationszone. Um der Aktie eine nachhaltige Erholungsperspektive zu geben, ist ein Sprung über die angeführten Hürden die absolut zwingende Ausgangsvoraussetzung. Bis dahin bieten Discount-Zertifikate – bei der in den letzten Jahren ansonsten sehr trendstarken SAP-Aktie – die Chance auf attraktive Seitwärtsrenditen. Neben dem jüngsten Low bei 89,93 EUR sollten Investoren bei der Produktauswahl den Aufwärtstrend seit 2014 (akt. bei 87,33 EUR) sowie das Märztief bei 82,13 EUR als mögliche Unterstützungen berücksichtigen.

    SAP (Weekly)

    Chart SAP

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    5-Jahreschart SAP

    Chart SAP

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

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    Autor: Jörg Scherer