• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 13.539,92 Pkt

Darf man seinen Emotionen als Analyst eigentlich auch mal freien Lauf lassen? Falls ja, dann würde ich mir jetzt die Frage stellen, wie lange man mich mit dem aktuellen Eiertanz im Deutschen Aktienindex noch ärgern will. Ständig dieses hin und her. Ständig auf der einen Seite antäuschen, um auf der anderen Seite Druck zu machen, nur um dann zu sehen, dass auch dort nichts passiert. Täglich analysiere ich den Dax im Schnitt drei Mal und seit drei Monaten treten wir impulstechnisch auf der Stelle. Sie können mir glauben, das zerrt an den Nerven!

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Der heutige Handel ist ein Paradebeispiel dafür, wie zickig es momentan im Dax zugeht und was ich mit dem kleinen Ausflug auf emotionaler Ebene in der Einleitung meinte. Da startet der Dax heute mit einem Abwärtsgap von 100 Punkten und scheitert damit sehr deutlich an einem wichtigen Widerstandsbereich und was passiert im Anschluss, es wird gekauft. Versuche, das Gap zu schließen sind natürlich alles andere als ungewöhnlich. Aber gerade große Gaps bleiben tendenziell offen. Nicht aber so im aktuellen Umfeld. Es wird nicht nur gekauft, sondern auf der anderen Seite ging den ganzen Tag über gar nichts. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich halte nicht Käufe im DAX für besch..., sondern die vielen Impulssignale der letzten Monate in beide Richtungen, die am Ende versagen - egal ob Long oder Short.

Was beschwert der sich?

Angesichts einer solchen Entwicklung könnte der eine oder andere sich die Frage stellen, warum ich mich beschwere. Ist doch kein Problem, handelt man den Deutschen Aktienindex eben long. Sehe ich im Grunde genauso. Nur favorisiere ich schon seit drei Monaten ein neues Allzeithoch und der Dax weigert sich einfach, die letzten 50-100 Punkte bis zu diesem zu laufen. Stattdessen kommt es zwar immer wieder zum marginal neuen Hochs, am Ende aber reiht man eine Range nach der anderen aneinander. Jeder darf selbst gerne zählen, wie viele Stundenkerzen mittlerweile den Widerstandsbereich bei 13.550 Punkten berühren und jedes Mal gibt es mit einer solchen Berührung die Hoffnung, entweder endlich durchzubrechen oder eben ein Fehlsignal mit anschließend bärischen Impuls auszulösen.

Neuer Tag, alte Laier!

Jetzt ist aber Schluss mit dem Gequängel. Genug geheult! An den Fakten können wir als Trader nichts ändern und deshalb müssen wir uns diesen beugen. So nervig es auch sein mag, die grundlegende Ausgangsbasis im Dax hat sich nach heute nicht verändert. Wir haben weiterhin die Chance in Richtung Allzeithoch bei 13.600 Punkten durchzustarten, ja auch morgen. Sofern wir jedoch erneut im Widerstandsbereich um 13.550 Punkte scheitern, wären Abgaben auf 13.500/490 Punkte möglich. Darunter würde weiteres Abwärtspotenzial entstehen. Mögliche Ziele sind 13.443 bzw. 13.360 Punkte. Und wie seit Monaten gilt auch für morgen: Flexibilität, schnelles Umdenken und Vorsicht bei Trendsignalen sind oberstes Gebot. Gerade mit letzteren war in den vergangenen Wochen wenig zu holen. Das wird sich natürlich ändern, dass dies aber genau jetzt der Fall sein wird, ist aus den Charts (noch?) nicht herauszulesen.

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