War es bislang die Sorge vor weiter steigenden Infektionszahlen in Europa, löst für den Moment der immer stärker werdende Euro die Corona-Pandemie als Bremsklotz für eine Rally des Deutschen Aktienindex in Richtung Allzeithoch und darüber ab. Die Gemeinschaftswährung springt auf ein Zweieinhalb-Jahreshoch und macht damit aus technischer Sicht den Weg zunächst frei bis in die Region um 1,2330 US-Dollar.

Die sich weiter verzögernden Gespräche über das Konjunkturpaket in den USA könnten den Greenback in den kommenden Wochen noch weiter schwächen. Auch hat die US-Notenbank für Dezember mögliche neue geldpolitische Lockerungsmaßnahmen angekündigt. Hier bleibt zwar abzuwarten, welche Pfeile die Europäische Zentralbank in der kommenden Woche ihrerseits aus dem Köcher holt. Für den Moment allerdings scheint die jahrelange Dollar-Rally unter der zu vielen neuen Schulden bereiten Biden-Regierung ernsthaft hinterfragt zu werden.

Trotz der Rekorde im S&P 500 und im Technologieindex Nasdaq kommt der DAX aber auch deshalb nicht so richtig vom Fleck, weil zu viele Anleger derzeit auf eine Weihnachtsrally setzen. Die aktuellen Optimismus-Werte könnten zunächst zu einer Stolperfalle werden. Der DAX absolviert seit zwei Tagen eine neutrale Konsolidierung. Damit steht zwar aus technischer Sicht einem Ausbruch über den Widerstand bei 13.462 Punkten nichts im Weg. Allerdings schlugen in den vergangenen zwei Tagen die Versuche fehl, dieses Hoch zu überwinden. Nun ist Geduld gefragt. Auch weil der Versuch der Indizes in New York, auf neue Allzeithochs zu steigen, bislang nur kurzfristig von Erfolg gekrönt war. Denn über Nacht wurden am Terminmarkt der S&P 500 und der Nasdaq bereits schon wieder abverkauft.

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