• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 8.788,81 Punkte
  • DAX Kursindex - Kürzel: DAXK - ISIN: DE0008467440
    Börse: XETRA / Kursstand: 4.521,62 Punkte
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DAX 8788,81

Also ein Wochenschluss bei 8888,88 wäre mir lieber gewesen, da bin ich ganz ehrlich.

Es hätte so eine schöne Woche werden können. Die Vorgaben für Montag waren aus den USA hervorragend. Der DAX hatte den extrem bullischen Freitag nachzuholen, da ja feiertagsbedingt am Freitag in Deutschland geschlossen war. Was dann am Montag herauskam war äußerst enttäuschend. Der DAX wurde exakt ab der 1. Minute verkauft und ins Minus geführt.

Die Erwartung wurde nicht erfüllt, siehe...

DAX 60 min Chart

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Somit war die Chance dahin, die vermeintliche Kaufmarke 9280 mit 1 Tag Verspätung noch aufzugreifen und den DAX Richtung 9800/9900 zu führen. Stattdessen ging es seidem weiter gnadenlos bergab und der DAX erreichte am Freitag schließlich das Jahrestief bei 8900. Oooopssssss, und ja, der DAX endete auch klar unter der vielbeschworenen Marke 8900. Womit wir ja ganz zielsicher bei DEEEEEEM Thema sind: "SKS"! Die 3 teuflischen Buchstaben beherrschen die Foren und Kneipen Deutschlands. Die Geschichten vom DAX Crash machen die Runde, der nun nicht mehr zu verhindern ist. Aber machen Sie sich erstmal ein Bild von der Lage im DAX Performanceindex, landläufig auch einfach DAX genannt.

DAX Performanceindex Tageschart mit Durchbruch durch die wichtige 8900

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Ja, da ist ja nun klar ersichtlich für Jeden etwas nach unten durchhandelt worden. Heerscharen von Versicherungen, Vermögensverwaltungen, Großinvestoren und Kleintradern müssen nun alles verkaufen was sie haben, weil, ja, weil es ja nun noch schneller als bisher schon bis 8150 oder sogar 7777/7900 fällt, so verlangt es das Kursmuster nach Lehrbuchlesart schließlich.

Welche Meinung ich dazu vertrete, erkläre ich in meinen Tradingservices "KNOCKOUT TRADER" und "CFD INDEXTRADER".

Klar ist nur eins: Beängstigend sieht es aus, das ist wohl wahr.

Nebenbei las ich in den Kommentaren dieser Woche, dass jemand gern mal den DAX Kursindex sehen wollte. Damit kann ich gern dienen. Der DAX Kursindex ist so aufgebaut, dass er mit dem DOW JONES und S&P500 und DJ Eurostoxx50 vergleichbar wird, denn die ausgeschütteten Dividenden schlagen sich in direkten Kursabschlägen im Kursindex nieder. Dementsprechend hat der DAX Kursindex eine ganz anderes Gesamtniveau und ganz andere Hochs.

Nebenbei: Ein Kursindex ist für mich eigentlich die schlechtere Wahl, da ja, wenn ich Dividenden kassiere aus einer Aktie, mein Depot nicht kleiner wird! Der Kursindex wird aber kleiner und gaukelt mir einen Verlust vor, der objektiv aber nicht vorhanden ist. Daher ist für mich ein Kursindex letztlich Schwachsinn! Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen... :) Aber gut, jemand wollte die DAX Kursindex Ansicht sehen. Hier sind 2 Exemplare, Tages- und Wochenchart!

Sehen wir mal nach...

Auffällig:

1. Das Jahreshoch war schon im Januar und nicht im Juni.

2. Die Nackenlinie, die im DAX Performance Index horizontal bei 8900 verläuft, ist hier stark fallend, also weniger aussagekräftig.

3. Eine nah verlaufende Horizontalunterstützung ist hier schon bei 4400, also schon 100 Punkte tiefer. Im anderen DAX Exemplar ist diese Linie unterhalb von 8900 erst bei 8150, also viel weiter weg.

4. Auf der anderen Seite wurde im DAX Kursindex im Jahresverlauf 2014 noch nichteinmal das Hoch von 2007 überbrückt, geschweige denn das Hoch des Jahres 2000. Beides hatten DOW JONES bei 14200 und S&P500 bei 1550 bereits im Jahr 2013 geschafft, trotz Ausführung als Kursindex.

DAX Kursindex

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Letztlich stehe ich einer DAX Kursindexdarstellung weiterhin total ablehnend gegenüber, eben weil Dividendenabzüge, die sich direkt in ein Indexminus verwandeln, mitnichten mein Depot belasten. Das Depot bleibt einfach mal unverändert, wenn Dividenden fließen. Also vergessen wir das, das bringt uns kein Stück weiter. Da sollte man vielmehr die anderen Indizes auch auf die Performancevariante umbauen.

ABER JETZT! Jetzt kommt's!

Interessanter wäre hier vielmehr die Darstellung des DAX aus Sicht eines Anlegers aus dem US Dollar Raum! Der US Anleger, und wer will abstreiten, dass dies der wichtigste DAX Investor ist (!!!), hat nämlich aufgrund des EUR/USD Rutsches von 1,40 bis 1,25 schon erhebliche Prozente im DAX allein aufgrund der Währungsverschiebungen verloren. Das sind im Extremfall also allein -11% Verluste mit DAX Aktien aufgrund des EUR/USD Währungsgefälles im Verlauf des Jahres, seit Mai 2014. Dazu kommen die reinen DAX Verluste des Jahres 2014, also nocheinmal -7,9% seit 1.1.2014. Das macht dann locker mal schmerzhafte -18,9% Verlust für US Anleger die im DAX investiert sind. Da fragt man sich als US Anleger: "...Wozu im DAX bleiben, wenn der DOW JONES viel besser läuft (bis gestern im Jahresplus über 16588) und keine Währungsrisiken bestehen....?"

Knaller! Hier die DAX Charts aus Sicht des US Anlegers, also unter permanenter täglicher Einpreisung der Veränderungen des Währungspaares EUR/USD, die ich zusammengestellt und ausgewertet habe, so dass auch Sie es verstehen.

Und nun haben wir des Rätsels Lösung!
US Investoren im DAX sind schon seit 7 Handelstagen (!!!) auf neuen Jahrestiefs unterwegs, nicht erst seit Freitag der abgelaufenen Woche, und genau deshalb geht der DAX so krass dynamisch den Bach runter!
US Anleger flüchten, weil sie es seit 7 Tagen nicht mehr verantworten können, im DAX zu bleiben! Vollkommen verständlich. Sehen Sie auf den Chart der Woche!

DAX in US Dollar seit Oktober 2013
(hier für Interessierte noch eine längerfristige Ansicht)

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DAX Performanceindex, normal in EURO zum Direktvergleich

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Fazit: Der DAX ist aus vielerlei Gründen aktuell unter Druck. Das größte Problem scheint ihm nach meinen Ausführungen für jeden begreifbar aber vor allem dann zu drohen, wenn das Währungspaar EURUSD weiter so fällt wie bisher schon.

Bei einer Annäherung an die möglichen EUR/USD Ziele bei 1,205/1,2222 und 1,12 sowie 1,0000 würden sich die Währungseffekte für US Investoren noch weiter dramatisch verschärfen, mit den entsprechenden Folgen, Währungsflucht!

Allen ein schönes Wochenende!

Viele Grüße!
Rocco Gräfe

EUR/USD Monatschart seit 1985

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Tip: Weitergehende Lerninhalte über die Systematiken meiner Kernarbeit, des chartanalytischen Researches, vermittle ich noch im Oktober in einem Online Seminar, bequem für Sie von zu Hause aus zu verfolgen!

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Hier die vollständige Ausschreibung zu meinem Online-Seminar am 23. und 24. Oktober 2014