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    HSBC Daily Trading

    Rückschlag vom Wochenauftakt ist verdaut

    „Schlüsselgröße 15.300 Punkte“, titelten wir gestern an dieser Stelle. Die entsprechenden Tiefs bei 15.309/15.304 Punkten konnte der DAX® gestern zurückerobern. Damit ist die Trendwendeformation der letzten Wochen Geschichte und das Chartbild der deutschen Standardwerte hellt sich auf. Die zu Wochenbeginn gerissene Abwärtskurslücke bei 15.424/15.477 Punkten verbleibt zwar als hartnäckiger Widerstand, stellt aber gleichzeitig das nächste Anlaufziel dar. Danach markieren die Hochs bei gut 15.500 Punkten in Verbindung mit der 50-Tages-Linie (akt. bei 15.538 Punkten) ein weiteres Barrierenbündel. Noch ein paar Gedanken zu den grundsätzlichen Rahmenbedingungen an den internationalen Aktienmärkten: Die kreditfinanzierten Aktienkäufe in den USA eilen weiter von einem Allzeithoch zum nächsten. Gleichzeitig beträgt die Aktienquote der amerikanischen Privatanleger – gemäß der Asset Allocation-Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII) – inzwischen 71,21 %. Werte jenseits der 70 %-Grenze markieren im historischen Kontext den oberen Extrembereich. Beide Kriterien unterstreichen nochmals, dass die Hausse die Stufe „der breiten öffentlichen Beteiligung“ erreicht hat.

    DAX® (Daily)

    Chart DAX®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    5-Jahreschart DAX®

    Chart DAX®

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    Glättungslinien geben den Takt vor

    Der Goldpreis hat zuletzt da die Kurve bekommen, wo er aus charttechnischer Sicht nach oben drehen musste – nämlich auf Basis der horizontalen Haltezone bei knapp 1.800 USD. Eine erste Erholung ist seit dem Juni-Rückschlag gelaufen, doch nun steht ein wichtiger Lackmustest an. So verlaufen die Glättungslinien der letzten 38 und 200 Tage derzeit bei 1.820/1.823 USD und liefern zudem gerade ein negatives Schnittmuster. Im Zusammenspiel mit der alten Abwärtstrendlinie seit August 2020 (akt. bei 1.819 USD) entsteht auf diesem Niveau ein markantes Widerstandsbündel. Aufgrund der Bedeutung dieser Hürden definieren wir einen Sprung darüber als Katalysator für eine Fortsetzung der jüngsten Erholung in Richtung des Juni-Hochs bei 1.916 USD. Die zuletzt genannte Marke harmoniert bestens mit dem alten Allzeithoch vom September 2011 bei 1.920 USD. Auf Wochenbasis würde ein Anstieg über diese Widerstände eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation entstehen lassen (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 19. Juli). Charttechnisch handelt es sich also um zwei absolute Schlüsselmarken. Als Absicherung auf der Unterseite ist indes die o. g. Bastion bei knapp 1.800 USD prädestiniert.

    Gold (Daily)

    Chart Gold

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    5-Jahreschart Gold

    Chart Gold

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    Respekt vor der runden Zahl

    Im September wird der DAX® um 10 Titel auf dann 40 Indexmitglieder erweitert. Wenngleich die genaue Indexzusammensetzung noch nicht feststeht, ist die Aufstockung der 1. Deutschen Börsenliga aufgrund der größeren Diversifikation sowie der Einführung zusätzlicher Qualitätskriterien positiv zu werten. Die größte Indexveränderung der DAX®-Geschichte nehmen wir zum Anlass, um in einer losen Folge die charttechnischen Perspektiven der möglichen Aufstiegskandidaten auf den Prüfstand zu stellen. Unsere in der Vorwoche gestartete Serie möchten wir heute mit der Analyse der Puma-Aktie fortsetzen. Bei dem Sportartikelhersteller ist der Haussetrend seit März 2020 absolut intakt – eine Erkenntnis, welche auch die Trendfolger MACD und RSL unterstreichen (siehe Chart). Dennoch gibt es einen guten Grund, warum der Titel aktuell durchatmet. Neben der runden 100er-Marke ergibt sich aus zwei unterschiedlichen Projektionen ein Fibonacci-Cluster bei 101,22/102,54 EUR. Während diese Zone den entscheidenden Katalysator für eine Fortsetzung der Rally markiert, dienen die alten Hochpunkte bei 94/93 EUR als wichtiger Rückzugsbereich. Erst unterhalb dieser Bastion wäre der grundsätzliche Haussemodus in Frage zu stellen.

    PUMA (Weekly)

    Chart PUMA

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    5-Jahreschart PUMA

    Chart PUMA

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    Doppelter Kurstreiber

    Der Pullback an die Kumulationszone aus den Hochpunkten von 2017/18 bei rund 140 USD und dem 38,2 %-Fibonacci-Retracement des Hausseimpulses von April 2020 bis Januar 2021 (135,07 USD) sowie die Ende April nach oben aufgelöste Korrekturflagge haben ihre Wirkung auf die Albemarle-Aktie nicht verfehlt (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 10. Mai). Die trendbestätigende Flaggenkonsolidierung ließ seinerzeit neue Rekordstände oberhalb der Marke von 188,35 USD erwarten. Mit 192,77 USD steht inzwischen tatsächlich ein neues Allzeithoch zu Buche. Nicht zuletzt der Vorstoß in „uncharted territory“ sorgt dafür, dass die Aussichten weiterhin gut bleiben. So erfuhr der Aufwärtstrend seit März vergangenen Jahres (akt. bei 175,05 USD) zuletzt eine Bestätigung. Gleichzeitig kann die Kursentwicklung seit Jahresbeginn als sog. „Untertasse“ interpretiert werden (siehe Chart). Ein nachhaltiger Spurt über die Marke von knapp 190 USD eröffnet deshalb ein kalkulatorisches Anschlusspotential von rund 45 USD. Das Kursziel lässt sich im Erfolgsfall also auf rund 235 USD taxieren. Eine Absicherung auf Basis des o. g. Aufwärtstrends gewährleistet ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.

    Albemarle Corp (Weekly)

    Chart Albemarle Corp

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

    5-Jahreschart Albemarle Corp

    Chart Albemarle Corp

    Quelle: Refinitiv, tradesignal²

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    Autor: Jörg Scherer