Werbung

    HSBC Daily Trading

    Weiter oberhalb des 2018er-Tiefs

    Die Vorgaben für den gestrigen Handelstag waren nicht die besten. Vor diesem Hintergrund hat sich der DAX® wacker geschlagen: Sowohl die jüngste Aufwärtskurslücke (untere Gapkante bei 10.097 Punkten) als auch das Tief von Ende 2018 (10.279 Punkte) konnte das Aktienbarometer verteidigen. Da diese Marke gleichzeitig die Nackenzone des in der Abwärtsbewegung vervollständigten Doppeltops definiert, war letzteres besonders wichtig. D. h. ein nachhaltiger Sprung – am besten per heutigem Wochenschlusskurs – über die Schlüsselzone bei gut 10.300 Punkten würde die obere Umkehr negieren und damit die technischen Perspektiven des DAX® deutlich verbessern. Dieses Signallevel definiert die Schwelle zwischen einer Bärenmarktrally und dem Einschwenken des Aktienbarometers auf einen schnellen Erholungspfad. Gelingt der Befreiungsschlag, definiert die große Abwärtskurslücke von Anfang März bei 11.032/11.447 Punkten das nächste Anlaufziel. Hier befindet sich zudem das 50 %-Retracement des gesamten Abwärtsimpulses (11.025 Punkte) sowie das Tief vom August 2019 (11.266 Punkte). Ein Schließen der eingangs erwähnten Kurslücke gilt es indes unbedingt zu verhindern, denn das würde die Gefahr eines Scheiterns an der entscheidenden Schlüsselzone spürbar erhöhen.

    pfeil-rotDAX® (Daily)
    Chart DAX®

    Gebündelte Glättungslinien als Taktgeber

    Der Euro musste in den letzten Tagen im Vergleich zum britischen Pfund weiter Federn lassen. Diese Entwicklung hat zur Konsequenz, dass die europäische Einheitswährung tatsächlich die Kumulationszone aus den Glättungslinien der letzten 38, 90 und 200 Wochen (akt. bei 0,8778/0,8746/0,8721 GBP) auslotet (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 1. April). Ein Abgleiten unter die gebündelten und dicht beieinander verlaufenden Durchschnitte würde unserer Einheitswährung den nächsten Nackenschlag versetzen. Im Rahmen der seit fast vier Jahren bestehenden Schiebezone zwischen gut 0,93 GBP auf der Ober- und 0,83 GBP auf der Unterseite müssten Investoren dann von einem Stresstest der unteren Begrenzung ausgehen. Lediglich die horizontalen Unterstützungen bei 0,85 GBP stellen auf dem Weg zum unteren Ende der angeführten Tradingrange ein nennenswertes Etappenziel dar. In diesem Zusammenhang bietet sich auch ein Blick auf die höchste aller Zeitebenen an: Die letzten vier Jahreskerzen untermauern die Bedeutung der großen Leitplanken bei 0,93 GBP bzw. 0,83 GBP. Mit anderen Worten: Ein Signal von strategischer Güte entsteht bei einem Ausbruch aus besagter Tradingrange.

    pfeil-rotEUR/GBP (Weekly)
    Chart EUR/GBP

    Technische Reaktion, wenn …

    Die Grenke-Aktie hat zuletzt einige Wochenkerzen unterhalb des unteren Bollinger Bandes (akt. bei 47,67 EUR) ausgeprägt. Allein an diesem Phänomen können Anleger das dramatische Ausmaß des jüngsten Ausverkaufs festmachen. Das untere Bollinger Band ist nun aber Teil einer massiven Unterstützungszone, welche sich aus dem Basisaufwärtstrend seit 2009 (auf Monatsbasis akt. bei 49,85 EUR), dem 61,8 %-Retracement des Hausseimpulses seit Ende 2011 (47,69 EUR) sowie dem Tief von 2016 bei 45,20 EUR speist (siehe Chart). Auf dieser Basis hat der Titel zuletzt einige Wochenkerzen mit markanten Lunten bzw. kleinen Kerzenkörpern ausgebildet. Beides sind Indizien, dass die Marktteilnehmer den unterstützenden Charakter der angeführten Bastion tatsächlich wahrnehmen. Unter die Arme greift dem Titel dabei das neue RSI-Kaufsignal – nachdem der Oszillator zuvor historisch tief in überverkauftes Terrain vorgedrungen war. In diesem Umfeld definieren wir einen Anstieg über die letzten Wochenhochs bei rund 60 EUR – gleichzeitig ein weiteres Fibonacci-Level – als Startschuss für einen Erholungsimpuls in Richtung des nächsten Barrierenbündels bei rund 70 EUR (Tiefs von 2018/19 sowie ein Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements).

    pfeil-rotGRENKELEASING (Weekly)
    Chart GRENKELEASING

    Stay at home: Mit dieser Marke!

    Solche Chartverläufe sind selten geworden: Nicht nur auf Jahressicht notiert die Netflix-Aktie im Plus, sondern auch die jüngsten Marktverwerfungen konnten dem Papier kaum etwas anhaben. Zumindest aus Sicht des Monatscharts, denn zwischenzeitlich kam es im März auch bei dem Streaming-Titel zu einem temporären Rücksetzer. Die Kombination aus der 38,2 %-Korrektur des gesamten Hausseimpulses seit 2016 (292 USD) und der 38-Monats-Linie (akt. bei 289 USD) hat sich dabei allerdings als tragfähige Unterstützung herausgestellt. Auf dieser Basis hat die Aktie einen „Hammer“ ausgebildet. Dank dieses konstruktiven Candlestickmusters erfährt auch der Bruch des alten, seit dem bisherigen Allzeithoch bei 420 USD bestehenden Baissetrends eine Bestätigung. Auffällig sind aktuell die fast deckungsgleichen Hochs der letzten beiden Monate (393/394 USD). Ein Sprung über diese Hürden löst den o. g. „Hammer“ nach oben auf und dient u. E. als Katalysator für einen Anlauf auf den bisherigen Rekordstand. Das derzeit vorliegende Dreieck (siehe Chart) lässt sogar auf mehr hoffen. Rückenwind liefert dabei der Faktor „Saisonalität“: Seit dem Börsengang 2006 zählt der Zeitraum von Anfang April bis Mitte Juli zu den saisonal besten Phasen der Netflix-Aktie.

    pfeil-rotNetflix (Monthly)
    Chart Netflix

    Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters?

    Kostenlos abonnieren

    Wichtige Hinweise auf mögliche Interessenkonflikte
    Rechtliche Hinweise
    Werbehinweise

    HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
    Derivatives Public Distribution
    Königsallee 21-23
    40212 Düsseldorf

    kostenlose Infoline: 0800/4000 910
    Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
    Hotline für Berater: 0211/910-4722
    Fax: 0211/910-91936
    Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
    E-Mail: zertifikate@hsbc.de

    Autor: Jörg Scherer