Der Deutsche Aktienindex hat gestern ein weiteres Mal erfolglos versucht, die Hürde bei 13.462 Punkten, dem bisherigen Erholungshoch seit der Pandemie, zu knacken. Gegenwind kam dann aus den USA, wo erneut ein Vor und Zurück in Sachen Konjunkturpaket zu beobachten ist.

Es ist das bekannte Muster: An einem Tag profitieren die Börsen von optimistischen Worten aus Washington, dass ein neues Programm noch vor dem Jahresende beschlossen werden könnte. Am nächsten Tag fallen die Kurse wieder, weil Meldungen die Runde machen, dass nicht wirklich Fortschritte erzielt wurden. Die eine Seite erwartet in naher Zukunft einen selbsttragenden Aufschwung und will möglichst wenig Neuverschuldung und damit ein möglichst kleines Konjunkturpaket. Und die andere Seite sieht diesen Zeitpunkt der selbsttragenden Erholung der Konjunktur noch nicht gekommen und verweist auf die weiter rapide steigenden Infektionszahlen in den USA. Es geht nicht um die Frage, ob ein Paket kommt, sondern wie groß es sein soll – genau hier liegt aber das Problem.

Der DAX steht heute Morgen wieder da, wo er die vergangenen Tage schon war und der gestrige Anstieg stellt sich im Nachhinein als Bullenfalle heraus. Ob der Markt schon bald einen neuen Versuch für eine Rally wagen wird, dürfte sehr stark davon abhängen, ob die Wall Street ihre jüngste Rekordjagd fortsetzen kann. Auch die Europäische Zentralbank könnte heute neue Impulse bringen. Der Euro hat seine jüngste Anstiegsphase vorerst beendet. Das hilft dem DAX. Es ist aber gut möglich, dass sich die EZB heute Nachmittag erst einmal relativ bedeckt hält, um die nächsten Schritte der Fed abzuwarten, die ja schon am Mittwoch kommender Woche tagt.

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