• VDAX-NEW - Kürzel: V1X - ISIN: DE000A0DMX99
    Börse: / Kursstand: 35,23 Pkt
  • DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 10.753,99 Pkt

Rückblick: So lautete das Fazit des letzten DAX-Wochenausblicks vor meinem Urlaub: Das Fazit bleibt unverändert. Die Käufer benötigen in jedem Fall weitere Hochs, dann wären in dieser Woche Aufwärtsziele bei 10.280 und 10.370/10.390 Punkten erreichbar. Unter 9.140 Punkten schwinden die Chancen für die Käufer. Unter 8.260 Punkten werden Ziele bis hin zu 7.600 Punkten erreichbar.

Und das waren die wichtigen herausgearbeiteten Chartmarken:

  • Interessant ist die Tatsache, dass die Fibonacci-Retracements des Sell-offs relativ gut mit den Gapkanten übereinstimmen.
  • Bei 10.373 Punkten hätte der DAX die Abwärtsbewegung vom Allzeithoch zum Jahrestief zu 38,2 % korrigiert.
  • Die entsprechende Gap-Kante notiert bei 10.390 Punkten.
  • Darüber hätte der DAX bei 11.026 Punkten die Hälfte der Abwärtsstrecke korrigiert. Bei 11.032 Punkten liegt wiederum die Unterkante einer weiteren Kurslücke.
  • Nicht vergessen darf man aber natürlich als Widerstand das Zwischentief aus dem Jahr 2018 bei 10.280 Punkten.
  • An diesen Marken können sich Trader folglich auf der Oberseite entlanghangeln.
  • Zumindest neue Hochs über 10.137 Punkten wären aber vonnöten, um diese Erholungsziele zu aktivieren.
  • Brechen 9.140 Punkte, wäre der Gapclose bei 9.071 Punkten auf der Unterseite als Mindestziel anzusehen.
  • Unter 8.260 Punkten wiederum wäre die übergeordnete Abwärtsbewegung im DAX bestätigt und die Ziele bei 8.151 und 7.600 Punkten werden erneut ein Thema.

Der DAX erholte sich in den vergangenen Wochen und erreichte die Gapunterkante bei 11.026 Punkten. Zwischenzeitlich notierte der deutsche Leitindex mit 11.235 Punkten sogar deutlich höher. Für ein Schließen des großen Gaps aus dem Monat März bei 11.447 Punkten reichte die Power der Bullen aber nicht aus. In der Vorwoche meldeten sich die Bären zu Wort, wobei die Käufer erneut im Unterstützungsbereich zwischen 10.280 und knapp 10.200 Punkten Gewehr bei Fuß standen. Der starke Handelstag heute führt den DAX direkt in ein Widerstandscluster.

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DAX Monatschart vom 01.07.2008 bis 18.05.2020

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DAX-Chartanalyse (Monatschart)

DAX Ichimoku-Monatschart vom 01.09.2010 bis 18.05.2020

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DAX-Chartanalyse (Ichimoku-Monatschart)

DAX Wochenchart vom 26.11.2018 bis 18.05.2020

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DAX-Chartanalyse (Wochenchart)

DAX Ichimoku-Wochenchart vom 29.10.2018 bis 18.05.2020

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DAX-Chartanalyse (Ichimoku-Wochenchart)

DAX Tageschart vom 26.02.2020 bis 18.05.2020

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DAX-Chartanalyse

DAX Ichimoku-Tageschart vom 02.01.2020 bis 18.05.2020

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DAX-Chartanalyse (Ichimoku-Tageschart)

DAX Wochenchart mit Supertrend-Indikator vom 19.09.2016 bis 18.05.2020

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DAX-Chartanalyse (Supertrend-Wochenchart)

DAX Tageschart mit Supertrend-Indikator vom 29.01.2020 bis 18.05.2020

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DAX-Chartanalyse (Supertrend-Tageschart)

Ausblick: Viele Marktteilnehmer haben die jüngste Erholungsrally an den Märkten verpasst, sind daher dankbar für jeden Rücksetzer. Das zeigt auch das heutige Kursverhalten. Im kurz- bis mittelfristigen Zeitfenster geht die Range der vergangenen Tage in die Verlängerung. Mittel- bis langfristig ist noch keine Entscheidung gefallen. Vielmehr geht es um einen Schlüsselwiderstand.


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Folgende Punkte sind mir bei der Chartbeschau darüber hinaus aufgefallen (fett markiert = neue Erkenntnisse):

  • Der DAX hat ein hervorragendes Börsenjahr 2019 hinter sich gebracht und ein gutes Viertel an Wert gewonnen.
  • Die Stimmungslage zum Jahreswechsel 2019/20 war völlig spiegelbildlich zu der vor einem Jahr.
  • Herrschte im Dezember 2018 noch Panik, waren die Bullen im Dezember 2019 mehr als gesättigt.
  • Insofern musste man als Antizykliker auch mit einem schwierigeren Börsenjahr 2020 rechnen.
  • Inzwischen kann man das alles in der Vergangenheit schreiben, denn die unbedarften Bullen mussten in den vergangenen Wochen einen teuren Preis zahlen.
  • Im März schaltete der DAX in den Panikmodus, welchen man zu Zeiten der Finanzkrise 2008/2009 kannte.
  • Ausgehend von einer an dieser Stelle über Wochen zitierten eindämmenden Trendlinie und einem neuen Rekordstand bei 13.795 Punkten ging der deutsche Leitindex in den freien Fall über.
  • Die Big-Picture-Unterstützung bei 8.355 Punkten hat zunächst gehalten.
  • Das zweite Abwärtsziel bei 8.151 Punkten wurde nur in den Indikationen bzw. im Future erreicht.
  • Noch offen ist das Ziel bei 7.600 Punkten.
  • Der DAX aktivierte in den kleinen Zeitebenen einen Doppelboden oberhalb von 9.145 Punkten, der bis dato Bestand hat.
  • Die jüngste Erholung scheiterte im Bereich des 50 %-Rücklaufs und der Gapunterkante bei 11.026 Punkten.
  • Heute springt der DAX an eine kurzfristige Abwärtstrendlinie.
  • Ebenfalls erreicht der Index den EMA50.
  • Auch schließt der Index ein Gap bei 10.772 Punkten.
  • Bei 10.760 Punkten liegt folglich ein Widerstandscluster.
  • Dieses stellt die Chance für die Bären da, zurückzuschlagen.
  • Das heute gerissene Upgap wäre bei 10.547 Punken geschlossen.
  • Kann der DAX die Hürde bei 10.760 Punkten aber hinter sich lassen, wäre der Weg erneut in Richtung 11.026 und darüber zum Gapclose bei 11.447 Punkten frei.
  • Ein Bonusziel für die Bullen liegt bei 11.680 Punkten, dem 61,8 %-Fibonacci-Retracement des gesamten Sell-offs in diesem Jahr.
  • Dort wird in Kürze auch der EMA200 auftreffen.
  • Um 11.030 Punkte liegt ein massives Widerstandsbollwerk im Chart (siehe auch die übergeordneten Ichimoku-Charts).
  • Auf der Unterseite gilt es das Tief bei 10.160 Punkten zu verteidigen.
  • Fällt der DAX dagegen in die Vierstelligkeit zurück, unter 9.985 Punkte, wäre mit einem Gapclose bei 9.626 Punkten zu rechnen.
  • Supertrend-Betrachtungen:
  • Der Supertrendindikator im Monatschart lieferte im Oktober 2018 ein Ausstiegssignal, welches erst über 13.513 Punkten aufgehoben wäre. Im Februar scheiterte der DAX einmal mehr eindrucksvoll an diesem Trendfilter.
  • Im Supertrendindikator im Wochenchart ist zum ersten Mal seit April 2019 ein Trendwechsel erfolgt. Es ist zugleich das erste Ausstiegssignal im DAX auf dieser Zeitebene seit Februar 2018, also seit zwei Jahren. Erst über 11.264 Punkten springt der Trend wieder auf long (Wochenschlusskurs entscheidet!). Vergleichen Sie diesen Widerstand mit dem bisherigen Erholungshoch im DAX!
  • Der Supertrend auf der Tagesebene steht seit April wieder auf long. Erst ein Tagesschlusskurs unter 10.101 Punkten würde das Signal wieder drehen.
  • Ichimoku-Betrachtungen:
  • Im Tageschart scheiterte der DAX an einem nachhaltigen Wolkenausbruch, notiert nun wieder neutral in der Wolke. Auch in diesem Indikator müssten 11.035 Punkte nachhaltig überschritten werden.
  • Im Wochenchart ist der DAX wieder an den den Kijun Sen bei 11.026 Punkten herangelaufen. Dieser dient weiter als Schlüsselwiderstand (vergleichen Sie dies bitte auch mit den weiter oben beschriebenen Erkenntnissen!).
  • Im Monatschart verblieb der DAX trotz des Sell-offs im vierten Quartal 2018 über der Wolke. Genau diese Wolke hat der Index im Zuge des Sell-offs nun erneut erreicht und im März deutlich unterboten. Inzwischen ist der DAX wieder an die Wolkenunterkante herangelaufen, die zudem durch den Tenkan Sen und Kijun Sen bei 11.025 Punkten massive Aufwertung erfährt. Dort muss der Index sich folglich erst einmal hindurchfräsen.

Fazit: Selten zeigen mehrere Analysemethoden eine solche Homogenität auf wie in diesem Beispiel. Ob klassische Analyse oder Ichimoku-Charts: Um 11.030 Punkte liegt mittel- bis langfristig ein massives Widerstandscluster im DAX, das die Bullen nachhaltig hinter sich lassen müssen. In der kurzfristigeren Betrachtung dürfte der Widerstand bei 10.760 Punkten eine große Bedeutung haben. Für eine Fortsetzung der Erholungstendenz muss der DAX von nun an das Vorwochentief bei 10.160 Punkten verteidigen.

Ich wünsche eine erfolgreiche Handelswoche und verweise für Kurzfrist-Trader auf die "DAX-am-Mittag"-Sendungen, täglich live um 13:00 Uhr auf dem GodmodeTrader!

Ich werde Sie auf meinem Guidants-Desktop wie gewohnt zum DAX auf dem Laufenden halten und wünsche viel Erfolg in der laufenden Handelswoche.