• DAX - Kürzel: DAX - ISIN: DE0008469008
    Börse: XETRA / Kursstand: 13.768,67 Pkt

Rückblick: So lautete das Fazit des letzten DAX-Wochenausblicks: "Vor einer Woche feierten noch die Shorties, zuletzt feierten die Käufer und am Ende hat die Entwicklung der vergangenen Wochen keiner Seite nachhaltig einen Vorteil verschafft. Der DAX kommt inzwischen seit drei Monaten nicht vom Fleck, der Index ist ein einziges Trauerspiel. Schaut man auf die Charts vieler deutscher Zyklikler, kann man nur von einem Gruselkabinett sprechen. Es ist also nicht so, dass der Markt die schlechten Konjunkturdaten derzeit nicht berücksichtigt. Zyklische Titel sind seit Monaten im Baissemodus. In diesem Sektor könnte folglich der Schlüssel für den weiteren Jahresverlauf 2020 liegen.

Die Strukturen im DAX sind dermaßen fragwürdig, dass sogar neue Hochs im Index im Anschluss zu starken Abverkäufen führen könnten. Bei 13.300 Punkten könnte eine Vorentscheidung für die weitere Ausrichtung im Februar fallen. Sollte der Rückenwind aus den USA im weiteren Jahresverlauf ausbleiben, darf man sich auf einiges gefasst machen. Die Rettungsaktion der Käufer hat zunächst aber funktioniert."

Und das waren die wichtigen herausgearbeiteten Chartmarken:

  • In der Vorwoche überrannte der DAX sämtliche genannten Widerstände, einzig das alte Allzeithoch bei 13.597 und der neue Rekordstand bei 13.640 Punkten blieben bestehen.
  • Die eingeleitete Konsolidierung im DAX könnte noch etwas anhalten.
  • Unterstützungen lassen sich bei 13.425 und 13.374 Punkten nennen.
  • Erst unter 13.300 Punkten dürfte eine Abwärtsbewegung an Fahrt aufnehmen.
  • Erneut könnte in diesem Fall der Unterstützungsbereich zwischen 13.144 und 13.110 Punkten angelaufen werden.
  • Selbst neue Hochs über 13.640 Punkten müssen mittelfristig nicht zwangsläufig ein deutliches Kaufsignal auslösen.
  • Denn die Struktur im Index seit November 2019 ist alles andere als zufriedenstellend und bietet auch Potenzial, die Bewegung seit August 2019 zu beenden.
  • Eine eindämmende Trendlinie verläuft bei rund 13.750 Punkten.

Der DAX ignorierte in der Vorwoche die tieferen Konsolidierungsziele, stürmte nach einer Stabilisierungskerze am vergangenen Montag sofort wieder gen Norden. Am Mittwoch erreichte der Index das Ziel auf der Oberseite in Form einer mehrfach erwähnten deckelnden Trendlinie bei 13.750 Punkten. An den restlichen Handelstagen konnte der DAX die Deckelung nicht aufbrechen, hangelte sich aber an diesem Widerstand weiter nach oben.

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DAX Monatschart vom 01.03.2011 bis 17.02.2020

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DAX-Chartanalyse (Monatschart)

DAX Ichimoku-Monatschart vom 01.11.2010 bis 17.02.2020

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DAX-Chartanalyse (Ichimoku-Monatschart)

DAX Wochenchart vom 22.05.2017 bis 17.02.2020

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DAX Ichimoku-Wochenchart vom 05.11.2018 bis 17.02.2020

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DAX Tageschart vom 28.11.2019 bis 17.02.2020

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DAX Ichimoku-Tageschart vom 31.07.2019 bis 17.02.2020

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DAX-Chartanalyse (Ichimoku-Tageschart)

DAX Wochenchart mit Supertrend-Indikator vom 03.10.2016 bis 17.02.2020

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DAX-Chartanalyse (Supertrend-Wochenchart)

DAX Tageschart mit Supertrend-Indikator vom 05.08.2019 bis 17.02.2020

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DAX-Chartanalyse (Supertrend-Tageschart)

Ausblick: Interessanterweise springen seit einigen Tagen die Aktien von Zyklikern an. Der Aufruf in der Vorwoche scheint also von den Marktteilnehmern wahrgenommen worden zu sein. Kurzfristig schreit der Tageschart des DAX förmlich nach einem Absacker, die Bullen lassen bislang aber nichts zu.


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Folgende Punkte sind mir bei der Chartbeschau darüber hinaus aufgefallen (fett markiert = neue Erkenntnisse):

  • Der DAX hat ein hervorragendes Börsenjahr 2019 hinter sich gebracht und ein gutes Viertel an Wert gewonnen.
  • Die Stimmungslage zum Jahreswechsel 2019/20 ist völlig spiegelbildlich zu der vor einem Jahr.
  • Herrschte im Dezember 2018 noch Panik, sind die Bullen im Dezember 2019 mehr als gesättigt.
  • Insofern muss man als Antizykliker auch mit einem schwierigeren Börsenjahr 2020 rechnen.
  • Aus technischer Sicht zeigen dagegen sämtliche Trends aufwärts, wohingegen im Janur 2019 sämtliche Trends abwärts gerichtet waren.
  • Der DAX stieg im Januar auf ein neues Allzeithoch bei 13.640 Punkten.
  • Bei 13.643 Punkten liegt ein wichtiges Fibonacci-Ziel, man konnte unter diesem Aspekt mit der Bewegung folglich zufrieden sein.
  • In der Vorwoche markierte der DAX aber ein weiteres Allzeithoch, der Widerstand bei 13.640 Punkten wurde zur Oberseite aufgeweicht.
  • Erst im Bereich einer seit November deckelnden Trendlinie kam der Index nicht weiter.
  • Ein kurzer Auswachs am vergangenen Donnerstag wurde von den Käufern direkt wieder aufgefangen.
  • Der DAX wirkt kurzfristig extrem ausgereizt.
  • Das Chance-Risiko-Verhältnis auf der Long-Seite ist nicht mehr gut.
  • Klassische Umkehrsignale gibt es aber auch nicht, womit die Ausgangslage für diese Woche als neutral zu werten ist.
  • Der steile Trend wäre derzeit formal erst unter 13.576 Punkten, also dem Donnerstagstief, unterbrochen.
  • Konsolidierungsziele lassen sich für diesen Fall bei 13.445 Punkten und darunter 13.374 Punkten nennen, wo in Kürze auch der EMA50 auftreffen wird.
  • Auf der Oberseite bringen den Käufern nur klare Schlusskurse über der seit November deckelnden Trendlinie bei derzeit rund 13.780 Punkten einen Vorteil.
  • Die nächsten Trendziele wären in diesem Szenario bei 13.890 und darüber 14.000 Punkten zu sehen.
  • Supertrend-Betrachtungen:
  • Der Supertrendindikator im Monatschart lieferte im Oktober 2018 ein Ausstiegssignal, welches erst über 13.513 Punkten aufgehoben wäre. Aktuell notiert der DAX über dieser Marke.
  • Im Supertrendindikator im Wochenintervall ist seit April 2019 ein Longsignal aktiv. Dieses wäre erst unter 12.766 Punkten negiert. (Wochenschlusskurs entscheidet!).
  • Der Supertrend auf der Tagesebene steht nach der schnellen Erholung auf long. Ein Tagesschlusskurs über 13.355 Punkten würde das Signal wieder drehen.
  • Ichimoku-Betrachtungen:
  • Im Tageschart verläuft der Tenkan Sen bei 13.509 Punkten, der Kijun Sen notiert bei 13.384 Punkten. Der DAX hat von der grünen Wolke aus wieder deutlich Boden gutmachen können.
  • Im Wochenchart bietet die Wolke bei 11.950 Punkten Halt. Der Tenkan Sen verläuft bei 13.371 Punkten, der Kijun Sen notiert bei 12.673 Punkten.
  • Im Monatschart verblieb der DAX trotz des Sell-offs im vierten Quartal 2018 über der Wolke. Der Tenkan Sen hat den Kijun Sen im Oktober 2019 mit Ansage bullisch geschnitten, was die erwartete Trendbeschleunigung zur Folge hatte. Kijun Sen und Wolke bieten um 11.940 Punkte nun eine hervorragende Unterstützung für die kommenden Monate.

Fazit: Nahezu täglich markiert der DAX neue Rekordstände und dennoch hängt der Index charttechnisch betrachtet immer noch fest. Die Situation ist folglich etwas skurril. Ohne Unterstützung aus Amerika geht sowieso nichts, das zeigt der heutige Tag einmal mehr. Trader richten den Fokus weiter auf die mehrmonatige Deckelung im Chart auf der Oberseite und das Donnerstagstief bei 13.576 Punkten auf der Unterseite. Dazwischen ist der Index neutral zu werten, wirkt aber, wie bereits am Freitag bei den US-Indizes geschrieben, "ausgelutscht".

Ich wünsche eine erfolgreiche Handelswoche und verweise für Kurzfrist-Trader auf die "DAX-am-Mittag"-Sendungen, täglich live um 13:00 Uhr auf dem GodmodeTrader!

Ich werde Sie auf meinem Guidants-Desktop wie gewohnt zum DAX auf dem Laufenden halten und wünsche viel Erfolg in der laufenden Handelswoche.