• Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 15.334,59 Punkte
  • The Goldman Sachs Group Inc. - Kürzel: GOS - ISIN: US38141G1040
    Börse: NYSE / Kursstand: 162,97 $
  • NIKE Inc. - Kürzel: NKE - ISIN: US6541061031
    Börse: NYSE / Kursstand: 69,43 $
  • VISA Inc. - Kürzel: 3V64 - ISIN: US92826C8394
    Börse: NYSE / Kursstand: 193,34 $

Auch wenn in den USA eher der marktbreitere S&P 500 im Fokus der Anleger steht, wird hierzulande mit den US-Börsen doch hauptsächlich der Dow Jones verbunden. Der Dow Jones Industrial Average, so der ausführliche Name des Index, setzt sich aus 30 der größten US-Unternehmen zusammen. Gegründet wurde der Dow Jones bereits im Jahr 1884. Der Index ist ein Kursindex, das heißt, er enthält keine Dividendenzahlungen und Bezugsrechtserlöse. Die Berechnung erfolgt weitestgehend trivial. So werden alle Aktienkurse der 30 enthaltenen Werte aufaddiert und die Summe anschließend durch den sogenannten Dow-Divisor geteilt. Zuletzt notierte dieser Divisor bei ungefähr 0,156.

Anders als beispielsweise beim DAX spielen die Marktkapitalsierung und der Handelsumsatz bei der Gewichtung der Einzelwerte keine Rolle. So kann ein Unternehmen mit einer überschaubaren Marktkapitalisierung, aber einem hohen absoluten Aktienkurs, den Dow Jones kräftig bewegen. Dies ist zugleich der größte Kritikpunkt an dem Index und auch der Grund, warum Apple und Google bislang nicht berücksichtigt wurden. Ihre Gewichtung im Dow Jones wäre aufgrund des sehr hohen Aktienkurses schlichtweg zu hoch.

Indexveränderungen treten im Dow Jones relativ selten auf, doch in dieser Woche nahm ein Komitee aus Wirtschaftsjournalisten des "Wall Street Journals" gleich drei Veränderungen vor. Goldman Sachs, Nike und Visa ersetzen seit Montag Alcoa, Bank of America und Hewlett-Packard. Mit Kursen von rund 165,00 $ und knapp 200,00 $ werden Goldman Sachs und Visa neben IBM sofort auch die höchste Gewichtung im Index innehaben. Der Austausch ist ein historisches Ereignis. Auf einen Schlag wurden drei Werte letztmalig vor neun Jahren ausgewechselt. Nachfolgend werden alle drei Neuaufnahmen im Dow Jones charttechnisch analysiert.

Goldman Sachs: Zunächst abgeprallt

Der Ausbruch über die Marke von 128,00 $ aktivierte bei der Aktie von Goldman Sachs einen langfristigen Boden, der den Bankentitel seither nach oben hebelt. Anschließend knackte der Wert zu Beginn des Jahres seinen langfristigen Abwärtstrend, wodurch sich das Chartbild weiter verbesserte. Seit dem Sommer ist die Rally des Titel aber ins Stocken geraten, zuletzt prallte der Dow-Jones-Neuling an einer Pullback-Linie nach unten ab. Unterstützungen finden sich bei 164,40 $ und 159,00 $. Die Aufwärtsbewegung scheint aber noch nicht fertig. Potenzielle Ziele auf der Oberseite befinden sich noch bei 175,34 $ und darüber bei 186,41 und 193,60 $. Swing-Trader können Long-Positionen unterhalb von 151,33 $ absichern. Erst unter 137,29 $ würde aber auch das mittelfristige Bild wieder kippen.

Kursverlauf vom 06.07.2009 bis 24.09.2013 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Nike: Die Luft wird dünn

Die Aktie von Nike markiert fast wöchentlich ein neues Rekordhoch, wodurch klassische horizontale Widerstände nicht mehr auszumachen sind. Anhand einer Trendkanalprojektion lässt sich im Wochenchart noch ein kurzfristiges Potenzial bis auf 71,50 $ ableiten. Hier wird die Luft aber definitiv dünn. Innerhalb des langfristigen Trendkanals wäre im Anschluss durchaus mit einem kräftigeren Rücksetzer zu rechnen. Dabei könnte der Dow-Jones-Neuling noch einmal das Kursniveau um 66,00 $ antesten. Dreht der Wert bereits hier wieder nach oben, ließe sich ein Folgekursziel von 75,00 $ nennen. Erst ein Unterschreiten der Marke von 59,11 $ und damit auch des EMA50 würde auf eine ausgiebigere Konsolidierung in Richtung der unteren Kanalbegrenzung bei 55,00 $ hinweisen. Stopps für Long-Positionen können folglich unterhalb dieses Kurslevels gesetzt werden.

Kursverlauf vom 15.11.2010 bis 24.09.2013 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

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Visa: Im Bann der Fibonacci-Zahlen

Die Visa-Aktie wird an dieser Stelle bewusst kurzfristig analysiert. Grund ist die Macht der Fibonacci-Zahlen, die an diesem Wert hervorragend deutlich wird. Ein klassischer fünfteiliger Aufwärtsimpuls 1-2-3-4-5 wurde im Juli und August scharf korrigiert, wobei der Titel EXAKT das 61,8%-Fibonacci-Retracement ansteuerte. Dieses Tief sollte in der Folge auch nicht mehr unterschritten werden. Eine zweite Abwärtswelle stoppte bereits vor der Marke von 171,00 $. In den vergangenen Tagen markierte die Visa-Aktie ein neues Allzeithoch oberhalb von 196,00 $. Hält sich der Wert weiterhin so wunderbar an die Fibonacci-Kurslevels, sollte er im Zuge der nächsten Aufwärtsbewegung bis auf 220,90 $ ansteigen können. Erst unterhaöb von 171,00 $ wäre dieses Szenario zu verwerfen. Unterhalb von 181,50 $ bereits würde sich das Chartbild wieder eintrüben.

Kursverlauf vom 04.03.2013 bis 24.09.2013 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

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