• Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 21.200,62 $

Es ist einfach Pech, der Coronavirus (SARS CoV2) ist ein schwarzer Schwan. Der Virus ist etwas, was nicht planbar war. Jetzt wo sich das Virus auch in den USA verbreitet, kann Trump keinen Deal abschließen. Mit Viren kann man keine Deals machen. Noch Anfang Februar jubelte Trump über das neue Allzeithoch des Dow Jones und sagte: "The best is yet to come". Dann gab es einen Schlag an den Märkten: Es war das besagte Wochenende, als Nachrichten aus Italien kamen, dass das Virus im nördlichen Teil des Landes Fuss gefaßt hatte. Seitdem fallen die Kurse nahezu täglich direkt nach unten durch. Statistisch gesehen, ist es der schnellste 20 % Kursrutsch in der Geschichte der US Märkte.

Was sich seit 2018 in der Weltpolitik abspielt, ist eine Lehrstunde sondergleichen für die Menschheit. Trump führt ab Anfang 2018 den Handelskrieg mit China, es wird mit harten Bandagen gekämpft. Die US Notenbank gibt Trump Schützenhilfe, sie senkt den US Leitzins mehrfach und führt das Nicht-QE-QE ein, - monatliche milliardenschwere Anleihekäufe -. Im zweiten Halbjahr 2019 kommt ein Phase1 Deal zustande, China verpflichtet sich in großem Umfang US Agrarprodukte zu kaufen und damit Trumps Wahlkampf zu unterstützen. Bis dahin lief für Trump fast alles nach Plan: Er hatte eine lockerere Geldpolitik der Notenbank und immerhin einige Zugeständnisse Chinas erreicht und steigende Aktienmarktkurse.

Doch dann kam der Coronavirusausbruch in China. Zunächst regional weitgehend begrenzt, aus der Provinz Hubei kamen Bilder, wie aus einem Katastrophenfilm. Millionenstädte, die von Polizei und Militär abgeriegelt wurden, menschenleere Straßen, Menschen in Schutzanzügen wie aus Biowaffenlaboren, Krankenhäuser, die in 1-2 Wochen aus dem Boden gestampft wurden. Problem: Das Virus streute nach Europa und in die USA. Und schlagartig wurde dem Markt klar, dass auch in der westlichen Welt konjunkturelle "Shutdowns" wahrscheinlich werden. Aus dem Land, mit dem die Handelsauseinandersetzung geführt wurde, kommt nun das Virus und es legt möglicherweise auch die USA partiell konjunkturell lahm. Die Kurse brechen ein. Also doch keine Wahlkampfhilfe, stattdessen ein Crash am heißgeliebten Aktienmarkt. Eine verrückte Geschichte. Lehre der Geschichte: Es ist nicht alles 100 % planbar. Es gibt einzelne Faktoren, die einem einen Strich durch die Rechnung machen können.

Allerdings ist das Jahr noch lange. Die US Präsidentschaftswahl findet im November statt. Bis dahin kann noch viel passieren. Dennoch: Der stark einbrechende Aktienmarkt schmälert Trump Chancen auf Wiederwahl und die Demokraten, die bisher gar keine Chancen hatten, haben mit ihrem Kandidaten nun doch mindestens einen Hauch einer Chance.

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Dow Jones

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Der Clou ist nun auch der, dass China hinsichtlich der Coronavirusinfektionswelle über den Berg zu sein scheint.

Anbei das Projektionsmodell der Investmentbank J.P. Morgan zum Verlauf der Coronavirusausbreitung. Während China gepeakt hat, den Höhepunkt hinter sich gelassen hat, geht es bei uns (und in den USA) erst richtig los. Man kann davon ausgehen, dass auch bei uns von den Behörden in den nächsten Tagen und Wochen Eindämmungsmaßnahmen verschärft werden. Man braucht keine Angst haben oder Panik bekommen, es gilt sich konsequent, mit gesundem Menschenverstand, scharfsinnig an die Schutzmaßnahmen zu halten.

Wichtige, sachliche Informationen zum Thema Coronavirus:

www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Empfohlene_Schutzma%C3 %9Fnahmen.html

www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public

Sind die Zahlen aus China belastbar ? Zumindest tendenziell vom Verlauf ? Für mich ist das insofern wichtig, als von dem Verlauf der Infektionswelle in China auf das rückgeschlossen werden kann, wie sich das tendenziell bei uns entwickeln könnte. Die schweizer Investmentbank UBS wertet über die Aktivität von Automobilnavigationssystemen die Verkehrsaktivität in chinesischen Millionenmetropolen aus. Der Verkehr springe wieder an. Flüge innerhalb des Landes werden ausgewertet, die Zahl steige. Der Immobilienmarkt sei wieder angesprungen, der Kohleverbrauch ebenfalls. Apple berichtet, dass man wieder alle Stores in China geöffnet habe. Es mehren sich Informationen aus verschiedenen Quellen, die darauf hinweisen, dass in China das Peak da ist.

Auch Volkswagen setzt in China auf eine Normalisierung bis Jahresmitte. Derzeit seien bis auf zwei der insgesamt 33 Werke im Land wieder alle Fabriken am Netz, sagte ein China-Manager von VW. Weiterlesen

Deutschland befindet sich laut J.P. Morgan noch in der "Acceleration"-Phase der Virusausbreitung. Dennoch ist es gut zu wissen, dass ein Peak in einigen Wochen möglich sein könnte. Das würde auch bedeuten, dass der möglicherweise scharfe konjunktuelle Abschwung lediglich temporär sein dürfte. Somit auch die Kursverluste an den Aktienmärkten.

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