Wirft man einen Blick auf den Chart von Drägerwerk, so sind die Bullen hier eindeutig in der Unterzahl. Die einzig starke Leistung war hier der Anstieg im März. Seither ist jedoch nichts mehr mit Aufwärtsbewegungen oder großartigen Kaufwellen. Im Gegenteil. Die Aktie pendelt im übergeordneten Stil seitwärts, allerdings mit einer negativen Tendenz.

Keine guten Vorzeichen

Im Chart offenbart sich direkt diese Schwäche. Während in besonders in den letzten Handelswochen viele Aktien davongezogen, machten sich bei der Aktie von Drägerwerk die Bären ans Werk. Im gestrigen Handel nun folgte der Bruch der Supportmarke bei 64,90 EUR, der Aufwärtstrendlinie seit August letzten Jahres und des vielbeachteten 61,80 %-Fiboretracements (38,32 - 108,50 EUR), womit bereits ein Verkaufssignal generiert wurde. Kommt es jetzt zusätzlich noch zum Bruch von 62,70 EUR, steht das Verkaufssignal endgültig. In diesem Fall liegt das nächste Ziel bei 58,50 EUR. Ein Fall unter dieses Level wäre höchstkritisch, da hier ein möglicher Rücklauf bis 47,22 EUR droht.

Somit haben die Bullen nicht mehr viel Spielraum, um weitere Abschläge zu verhindern. Die einzige Chance wäre ein schneller Konter und Eroberung von 67 EUR: In diesem Fall liegt zwar direkt bei 69,80 EUR ein starker Clusterwiderstand vor, doch ein Lebenszeichen wäre es allemal.

Fazit: Es sieht nicht gut aus. Die Coronakrise als Bullentreiber ist bei Drägerwerk längst Geschichte. Vielmehr droht jetzt die Etablierung eines neuen Abwärtstrends. Unter 62,70 EUR wäre dies bereits wahrscheinlich. Fällt der Anteilsschein auch noch unter 58,50 EUR, wären die Wertpapiere endgültig fest in den Händen shortorientierter Spekulanten und eine mittelfristige Verkaufsbewegung beschlossene Sache.

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Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz

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