• E.ON SE - Kürzel: EOAN - ISIN: DE000ENAG999
    Börse: XETRA / Kursstand: 11,134 €

E.ON ist eine Aktie, die in den letzten Jahren schwach gelaufen ist. Aktionäre hatten nicht viel Freude an der Entwicklung. Sie lief auch deutlich schwächer als der Konkurrent RWE. Könnte sich das jetzt ändern?

Blick auf die Fundamentaldaten:

Nach den Verlustjahren 2014-2016 kehrte E.ON 2017 wieder in die Gewinnzone zurück. Seitdem stagniert der Gewinn jedoch auf niedrigem Niveau. Von Gewinnwachstum ist nichts zu sehen. Im laufenden Jahr hat der Konzern bisher 1,45 EUR je Aktie verdient, die Schätzung für das Gesamtjahr liegt allerdings nur bei 0,89 EUR je Aktie. Im nächsten Jahr soll es einen minimalen Anstieg auf 0,91 EUR je Aktie geben.

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Bei einem aktuellen Kurs von 11,07 EUR ergibt sich damit ein 2021er KGV von 13,15 und ein 2022er KGV von 12,16. Im historischen Vergleich sind diese KGVs eher auf der teuren Seite anzusehen. Anleger waren nur selten bereit, KGVs über 10 zu bezahlen. Allerdings könnten die aktuellen Schätzungen deutlich hinter dem Ergebnis liegen.

Im Umsatz gab es 2016 einen massiven Einbruch. Dies lag daran, dass damals Uniper abgespaltet wurde. Seitdem zeigt sich eine leichte Tendenz zum Umsatzanstieg. Im laufenden Jahr soll dieser bei 63,72 Mrd. EUR und im nächsten Jahr bei 64,99 Mrd. EUR liegen.

E.ON zahlt seit vielen Jahren Dividende. Allerdings schwankte diese Dividende stark. Die Rekorddividende stammt aus dem Jahr 2005 und liegt bei 2,33 EUR. Für das laufende Jahr soll der Konzern nach aktuellen Schätzungen 0,49 EUR ausschütten. Bis 2025 soll die Dividende langsam auf 0,58 EUR steigen.

Analysteneinschätzungen:

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen 22 Einschätzungen vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 12,43 EUR und damit knapp 12 % über dem aktuellen Kurs.

18 Analysten/-innen bewerten die Aktie positiv (14mal Kaufen, 4mal Übergewichten) 2 Einschätzungen fallen neutral aus. 2 Häuser sehen den Wert negativ (1mal Untergewichten, 1mal Verkaufen)

Charttechnische Situation:

Die E.ON-Aktie markierte im Januar 2008 ihr aktuelles Allzeithoch bei 51,36 EUR. Danach folgte eine jahrelange Abwärtsbewegung auf ein Tief bei 5,99 EUR im November 2016.

Seit diesem Tief bewegt sich der Wert wieder aufwärts. Die Dynamik ist aber überschaubar. Zudem wird diese Bewegung durch eine obere Pullbacklinie über die Hochpunkt aus dem Oktober 2015 und November 2017 begrenzt. Im Februar 2020 scheiterte der Wert an dieser Trendlinie. Sie verläuft aktuell bei 12,01 EUR. Damit verläuft sie leicht über einem Zwischentief der Abwärtsbewegung ab Januar 2008 bei 11,81 EUR.

Seit Anfang März 2021 befindet sich der Wert in einer relativ steilen Rally. Im August notierte er im Hoch bei 11,42 EUR. Nach einem Rücksetzer 10,22 EUR näherte sich die Aktie diesem Hoch wieder an.

Charttechnischer Ausblick:

Die E.ON-Aktie steht vor wichtigen Hürden. Diese Hürden können zu einem Widerstandsbereich zwischen 11,42 EUR und 12,01 EUR zusammengefasst werden. Mit einem Ausbruch darüber, käme es zu einem starken Kaufsignal. Die Aktie könnte dann zu einer Rally bis ca. 15,37 EUR und später sogar knapp über 20 EUR ansetzen.

Sollte die Aktie aber unter das letzte Konsolidierungstief aus dem Oktober 2021 bei 10,22 EUR abfallen, dann würde eine Verkaufswelle drohen. In diesem Fall wäre der Aufwärtstrend seit November 2016 bei aktuell 8,56 EUR das Ziel.

Fazit: Ausbruch möglich

Die Schätzungen für das laufende Jahr und das kommende Jahr scheinen aufgrund der bisher gemeldeten Quartalsgewinne zu niedrig zu sein. Daher dürfte die E.ON-Aktie auch billiger sein, als es aktuell erscheint. Von daher wäre ein Ausbruch möglich.

Charttechnisch spricht aktuell ebenfalls wenig gegen einen Ausbruch und eine anschließende Rally. Aber bisher fehlt dieser Ausbruch noch. Und damit liegt auch noch kein großes Kaufsignal vor. Solange dieses fehlt, können die Bären jederzeit zuschlagen und die Aktie unter 10,22 EUR treiben, womit sie wieder die Oberhand gewännen.

E.ON