• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Kursstand: 55,39 $/Barrel (Deutsche Bank Indikation) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
  • Kupfer - ISIN: XC0007203216
    Kursstand: 5.226,50 $/Tonne (Deutsche Bank Indikation) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
  • Brent Crude Öl - WKN: 967740 - ISIN: XC0009677409 - Kurs: 55,39 $/Barrel (Deutsche Bank Indikation)
  • Kupfer - WKN: 720321 - ISIN: XC0007203216 - Kurs: 5.226,50 $/Tonne (Deutsche Bank Indikation)

Das niederländische Wirtschaftsministerium veröffentlicht einen schockierenden Bericht über die Entwicklung des Welthandels:

"Basierend auf vorläufigen Daten schrumpfte das Volumen des Welthandels im Mai gegenüber dem Vormonat 1,2%, nach einem revidierten Rückgang um 0,2% im April (ursprüngliche Schätzung: +0,3%). Der Rückgang war großflächig, Import- und Exportvolumen schrumpften in den meisten Regionen und Ländern, sowohl in den Industrie- wie auch in den Schwellenländern. Das Import- und Exportwachstum in Japan hat scharf abgenommen. Innerhalb der Schwellenländer traf es Zentral- und Osteuropa am härtesten."

Betrachte man die Fallgeschwindigkeit, mit der sich der Welthandel abwärts bewege, zeigt sich ein noch dramatischeres Bild:

"Aufgrund der Volatilität der monatlichen Handelsdaten ist das Momentum das bevorzugte Maß für das Wachstum des Handels. Das Handelsmomentum im Mai war -1,3% (nicht annualisiert), nach -1,2% im April und das ist der niedrigste Wert seit Mai 2009. Das Import- und Export-Momentum lagen in den Industrieländern nahe Null, während beide Zahlen in den Schwellenländern unter -2% lagen."

Die globale Industrieproduktion sei in den Industrieländern im Mai den vierten Monat in Folge geschrumpft, während sie in den Schwellenländern stetig bei rund der Hälfte des langfristigen Schnitts verharre.

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Wenn man sich den Kupferpreisverlauf seit Mai betrachtet so könnte man zu dem Schluss kommen, dass sich der Welthandel seither nicht erholt hat:

Das gleiche gilt für den Preis für Eisenerz, Öl und weitere Rohstoffe. Dazu passen auch folgende beiden Meldungen von Jandaya heute Morgen:

07:19 Uhr Singapur: Die Industrieproduktion ist im Juni um -3,3% (m/m) gesunken. Prognose +1,7%

06:03 Uhr China: Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ist in der vorläufigen Fassung im Juli auf 48,2 gefallen, nach 49,4 im Juni. Prognose 49,8

Es ist nett, dass Amazon gute Zahlen gemeldet hat. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der DAX und die US-Märkte massiv nach oben ausbrechen werden, es sei denn, die Zentralbanken entscheiden sich dazu, das Zepter angesichts der Schwäche der Weltwirtschaft nicht aus der Hand zu geben. Dann wird es noch entrückter.