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Die Polnische Nationalbank (NBP) hat auf ihrer turnusmäßigen Zinssitzung keine Änderung des geldpolitischen Tableaus vorgenommen, aber ihren Inflations- und Wirtschaftsausblick aktualisiert. Die Notenbank räumte ein, dass sich die Wirtschaft zügiger abschwächt als zuletzt prognostiziert und sich gleichzeitig die Preisdynamik beschleunigt.

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Die NBP senkte Prognose für das BIP-Wachstum in diesem Jahr von 4,5 auf 4,3 Prozent, was - unter Berücksichtigung der verfügbaren aktuellen Daten - ein Wachstum von 4,0 Prozent in der zweiten Jahreshälfte gegenüber 4,6 Prozent in der ersten Jahreshälfte impliziert. Im nächsten Jahr soll das Wachstum laut Notenbankprognose näher bei 3,5 als bei 4 Prozent liegen.

Gleichzeitig wird erwartet, dass sich die Inflation im nächsten Jahr auf 3,0 Prozent zubewegt und im Jahr 2021 das Inflationsziel im Durchschnitt jährlich übertreffen wird. Dies ist nur eine geringe Änderung gegenüber der im Juli veröffentlichten vorherigen Prognose. Vor einigen Monaten sagte der NBP-Präsident, Adam Glapiński, dass die Auswirkungen der Erhöhung des Mindestlohns auf die Inflation kaum wahrnehmbar seien.

All diese Überlegungen haben nur sehr geringe Auswirkungen auf den erwarteten Zinspfad in Polen. Glapiński signalisierte weiterhin stabile Zinsen, allerdings, sollten sie sich ändern, würden sie eher sinken und nicht steigen. „Der polnische Zloty konnte in letzter Zeit aufgrund der reduzierten Risikowahrnehmung an Wert gewinnen“, bemerkte die National-Bank. Ende September noch wurden Kurse oberhalb von 4,36 gehandelt, letzte Woche unterhalb von 4,25. Aktuell notiert das Währungspaar bei 4,256. Anfang November sank das Währungspaar auf ein Mehrmonatstief bei 4,2433, das nach unten stützten sollte. Eine markante Widerstandszone lässt sich rund um das Hoch vom 23. September 2019 bei 4,38 ausmachen.

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