• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,08324 $

München (GodmodeTrader.de) – Bei EUR/USD geht es im europäischen Handel am Donnerstagvormittag erneut abwärts. Mit bislang 1,0809 im Tief wurde das zur Wochenmitte bei 1,0801 erreichte Vierwochentief jedoch noch nicht unterschritten.

Sorgen vor ausufernden Staatsdefiziten und Spreadausweitungen der Peripherie belasten, obwohl sich auch in den USA ein massiver Anstieg der Staatsverschuldung abzeichnet. Die US-Regierung plant, jedem US-Bürger einen Scheck in Höhe von 1.000 US-Dollar auszustellen, wie Helaba-Analyst Ulrich Wortberg im „Tagesausblick Devisen“ schreibt.

Die zehnjährige Treasury-Rendite sei massiv auf zeitweise über 1,25 Prozent gestiegen. Die Bundrendite habe innerhalb von zwei Tagen zwischenzeitlich um bis zu 70 Basispunkte zugelegt, heißt es weiter. „Fragt sich, ob das Gleichgewicht des Schreckens allmählich erreicht ist, was sich in einer Konsolidierung des Wechselkursverhältnisses widerspiegeln könnte“, so Wortberg.

Der am Donnerstagvormittag aus der Eurozone gemeldete ifo-Geschäftsklimaindex ist im März vorläufigen Daten zufolge auf 87,7 Punkte gesunken. Dies ist der stärkste Rückgang seit 1991 und der niedrigste Wert seit August 2009. Im Februar hatte das Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft bei 96,0 Zählern notiert. Die aktuelle Geschäftslage verschlechterte sich von 99,0 auf 93,8 Punkte, während sich die Geschäftserwartungen von 93,2 auf 82,0 Zähler eintrübten. „Die deutsche Wirtschaft stürzt in die Rezession", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Gegen 10:35 Uhr MEZ notiert EUR/USD bei 1,0857. Die nächste markante Unterstützung findet sich am Tief vom 20. Februar 2020 bei 1,0776, dem tiefsten Stand seit April 2017. Ein Widerstand liegt am Hoch vom 18. März 2020 bei 1,1045.

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