• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,10214 $

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Euro gibt am Freitag nach und tendiert in Richtung der Marke von 1,10 US-Dollar. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,1018 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Mitte Oktober. Der Dollar konnte im Vergleich zu vielen Währungen zulegen.

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Die Zuversicht, dass sich die USA und China auf ein erstes Handelsabkommen einigen können, ist geschwunden. Sichere Anlagen waren daher wieder etwas stärker gefragt. Hierzu zählt auch der Dollar, der als Reservewährung gilt.

Vor dem Hintergrund widersprüchlicher Meldungen aus Washington, ob die USA sich nun mit China auf eine Rücknahme von Zöllen eingelassen haben, oder nicht, stellte US-Präsident Trump am Nachmittag klar, dass er keineswegs bereit sei, China Zollerleichterungen zu gewähren. Trump betonte im Gespräch mit Reportern in Washington, dass die USA noch keine Einigung mit China erzielt haben und er machte deutlich, dass er nicht alle Zölle abschaffen werde. „Sie (die Chinesen) wollen einen Deal machen. Ich bin gerade sehr glücklich.“ Er fügte hinzu, dass die erste Phase des Handelsabkommens in den USA unterzeichnet wird.

Die Trump-Administration hat Zölle auf mehr als 500 Mrd. Dollar an chinesischen Waren erhoben, während Peking Zölle auf etwa 110 Mrd. Dollar an amerikanischen Produkten einführte. China drängte in den Verhandlungen darauf, dass die USA im Rahmen eines Abkommens Zölle abbauen, die der chinesischen Wirtschaft schweren Schaden zufügen.

Der Handelsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, sagte am Freitagmorgen, dass die USA darüber nachdenken könnten, die Dezember-Zölle im Umfang von 150 Mrd. Dollar zu verschieben. Am Donnerstagabend sagte Navarro zu FOX Business', dass es „keine Vereinbarung" gäbe, bestehende Zölle als Bedingung für ein Phase-Eins-Geschäft abzuschaffen.

Der nächste markante Widerstand für das Währungspaar lässt sich am Zweimonatshoch vom 18. Oktober bei 1,1189 lokalisieren. Die nächste wichtige Unterstützung liegt am Tief vom 15. Oktober bei 1,0990.

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