• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,1034 $

Seit den 1980er Jahren bewegt sich das Währungsverhältnis Euro gegenüber US-Dollar (EUR/USD) in einem breiten Aufwärtstrendkanal. Die Kursdarstellung vor Euro-Einführung 1999 wurde aus den Verläufen der Einzelwährungen rückgerechnet.

Der Kursverlauf seit 2004 zeigt einen gewaltigen SKSSS Trendwendeprozess.

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Das übergeordnete chattechnische Kursziel liegt bei 0,80 $. Eine wichtige Projektionsmarke liegt zuvor bei 0,90 $.

Die beigefügte Chartgrafik zeigt sehr schön auf, dass sich das Kursgeschehen seit Anfang 2015 auf der flachen Aufwärtstrendlinie (die ihren Ursprung in den 1980er Jahren hat) bei 1,040 $ abspielt. Eine Bodenbildung zeigt der Chart im Monatschartintervall nicht!

Wenn wir uns die Mikromuster zu Gemüte führen, - hier nun der Kursverlauf seit Anfang 2015 im Tageschartintervall -, ist zu erkennen, dass sich ein inverser SKS Boden ausbildete, der ab Ende Juni aber abgebrochen wurde. Der Clou ist aber der, dass sie ihn noch nicht final abgebrochen haben. Die 1,0810er Marke wurde verteidigt. Es handelt sich um das zyklische Tief, das die rechte Schulter des SKS Bodens darstellt.

Ergo: Kurz-, möglicherweise sogar mittelfristig zieht sich dieser Erholungsversuch auf der flachen Aufwärtstrendlinie weiter hin. Möglich ist die Ausbildung einer langgezogenen bärischen Flagge, innerhalb derer der Kurs sogar bis in den 1,2000er Bereich nochmals hochschnappen könnte. Ein Bruch der Marke von 1,070 $ nach unten, würde m.E. die Schleusen nach unten öffnen. Es entstünde ein neues mittelfristiges Verkaufssignal in Richtung 0,90 und 0,80 $.

Ein Erklärungsversuch für diese Entwicklung ist der, dass die EZB mit ihrem QE den € drückt, um vor allem die südeuropäischen Volkswirtschaften weltweit kompetitiver zu machen. Ihre eigenen Währungen würden diese nämlich deutlich abwerten lassen, wenn sie diese noch hätten. Das übernimmt jetzt die EZB für sie. Einerseits führt dies zu einem Kaufkraftverlust des Euros, andererseits segelt die exportlastige deutsche Volkswirtschaft sicherlich nicht extrem betrübt im Kielwasser dieser Entwicklung.

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