• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,16070 $

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Zu Wochenbeginn zeigte sich das Währungspaar EUR/USD bislang auf dem niedrigen Niveau kaum verändert. Am Mittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1602 US-Dollar und damit nur geringfügig mehr als vor dem Wochenende. Händler sprachen von einem impulsarmen Handel.

Am Devisenmarkt wird mit Verunsicherung auf den sich zuspitzenden Handelskonflikt der USA mit China geschaut. US-Präsident Donald Trump verhängte mit Wirkung zum 6. Juli für China Strafzölle auf rund 1.100 Waren im Wert von 50 Milliarden US-Dollar. Dies ist bereits seit Freitag bekannt. Nun aber schlägt Peking mit gleicher Münze zurück und erhebt gleichfalls mit Wirkung zum 6. Juli zusätzliche Zölle auf 550 US-Produkte, einschließlich Fahrzeuge.

Ob diese Spirale von Zöllen und Gegenzöllen ein Ende findet, bleibt ungewiss, jedenfalls bleibt die Zuspitzung ein Risiko für den Dollar. „Handelsstreitigkeiten werden die Märkte immer in Mitleidenschaft ziehen", ist Craig Erlam vom Broker Oanda überzeugt. Angesichts der Stärke der heimischen Wirtschaft könne Trump nun sogar Arbeitsplätze in den USA gefährden, um so den Druck auf andere Staaten zu erhöhen. Das werde die Weltwirtschaft ebenso belasten wie die Stimmung an den Märkten.

Im Fokus steht heute die Notenbank-Konferenz im portugiesischen Sintra. EZB-Präsident Mario Draghi wird sich am Abend äußern. Sollte sich der Notenbankchef zur guten Lohnentwicklung im Euroraum äußern - einer der Gründe war, warum die EZB vergangene Woche ein Datum für das Ende des Anleihekaufprogramms genannt hatte - dann könnte dies den Euro stützen.

Oberhalb des Hochs vom 7. Juni 2018 bei 1,1840 liegt der nächste markante Widerstand für das Cross EUR/USD am Hoch vom 14. Mai 2018 bei 1,1996. Das Währungspaar trifft am Zehnmonatstief vom 29. Mai 2018 bei 1,1508 auf die nächste markante Unterstützung.