• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,2925 $

Die EZB senkt den Leitzins überraschend von 0,15% auf 0,05%. Die EZB senkt den Ausleihungssatz von 0,40% auf 0,30%. Die EZB senkt den Einlagensatz überraschend von -0,10% auf -0,20%.

Die europäischen Akienmärkte können nach Bekanntgabe der konkreten geldpolitischen Maßnahmen der EZB deutlich ansteigen. Gleichzeitig gerät der Euro gegenüber dem US-Dollar erwartungsgemäß stark unter Abgabedruck. Aktuell ein Minus von 1,70% auf 1,2927 $. Anbei nochmals die Chartgrafik des Währungsverhältnisses mit Markierung der Zeitpunkte, an denen Draghi Machtworte sprach und damit mittelfristige Trendwenden einleitete.

Die Abwertung des Euros ist gewollt. Dadurch können europäische Waren am Weltmarkt günstiger angeboten werden. Gute Ware zu einem guten Preis, ein Verkaufsargument!

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Anbei als Kopie die technische Kommentierung vom 01.09.

EUR/USD – Euro eigentlich massiv überverkauft … ABER!

01.09.2014 - 09:14 Uhr

In der Tat ist die Shortpositionierung großer taktischer Marktteilnehmer sehr hoch. Es wird also auf fallende Kurse spekuliert, was an den Finanzmärkten aber nicht unüblich ist. Zuvor war während der Hochphase der aggressiven Geldpolitik der US Notenbank FED gegen den US-Dollar getradet worden. Neben dem Euro steht auch der japanische Yen auf der Speisekarte der Leerverkäufer. Die japanische Notenbank BoJ gibt alles, um den Yen abwerten zu lassen und damit die exportlastige japanische Volkswirtschaft international wettbewertsfähiger werden zu lassen.

Zwar wird berichtet, dass sich Kanzlerin Merkel bei Mario Draghi telefonisch beschwert habe, weil dieser in Jackson Hole Kritik an der Sparpolitik geäußert hatte. Gestern forderte der französische Premierminister Manuel Valls jedoch erneut die EZB auf, entschiedender gegen den starken Euro vorzugehen. Er sei überbewertet. Heute hat EZB Chef Draghi einen Termin beim französischen Präsidenten Hollande. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch Hollande für eine Euro-Abwertung plädieren dürfte. Damit würden französische, aber selbstverständlich auch spanische und deutsche Waren auf den Weltmärkten zu günstigeren Preisen gekauft werden können. Der schwache Euro ist gewollt! Insofern ist auch der Handel der Marktteilnehmer "gegen" den Euro in den aktuellen Marktphase gewollt.

Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar (EUR/USD) die charttechnisch ermittelten Kursziele von 1,33xx und 1,31xx $ erreicht. Das Währungsverhältnis ist kurzfristig massiv überverkauft. Das bedeutet allerdings nicht, dass es weiter nach unten gehen kann. Es sollte jedoch eine technische Reaktion ausgehend von dem Bereich von 1,31xx $ einkalkuliert werden.

Mit oder ohne Reaktion hat EUR/USD ein weiteres Korrektur-Kursziel bei rund 1,2750 $.

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