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Die US-Notenbank Fed wird in Kürze Maßnahmen ankündigen, um durch den Aufkauf von Anleihen die Reserven im Bankensystem wieder zu erhöhen. Dies kündigte Fed-Chef Jerome Powell bei einer Rede am Dienstagabend an. Dabei handele es sich aber keineswegs um eine Art von Quantitative Easing, betonte Powell mehrfach. Die Reserven könnten ungefähr auf das Niveau erhöht werden, auf dem sie Anfang September gelegen hatten, deutete Powell an.

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Mit den Maßnahmen reagiert die US-Notenbank auf jüngste Liquiditätsprobleme im sogenannten Repo-Markt. Powell sprach von einer rein "technischen" Maßnahme und sagte, dass dies keinen geldpolitischen Einfluss haben werde. Durch Repo-Geschäfte hatte die Fed zuletzt bereits wieder Milliardenbeträge in die Finanzmärkte gepumpt.

Mit Blick auf die künftige Entwicklung der Leitzinsen will sich die US-Notenbank weiter nicht in die Karten blicken lassen und hält sich alle Möglichkeiten offen. Weitere geldpolitische Entscheidungen würden in Abhängigkeit von den Wirtschaftsdaten getroffen, so Powell. Die Geldpolitik befinde sich niemals auf einem vorgezeichneten Kurs und werde je nach den Umständen angepasst, so Powell. Dabei werde die Fed von Sitzung zu Sitzung entscheiden und werde angemessen handeln, um eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Expansion sicherzustellen.

Die US-Wirtschaft sei zwar externen Risiken ausgesetzt, er sehe aber keinen Grund, warum die Wirtschaft nicht weiter wachsen solle, so Powell. Der Notenbankchef erinnerte an frühere Perioden, in denen nach einer Verlangsamung des Wachstums und anschließenden Zinssenkungen sich das Wachstum der Wirtschaft wieder beschleunigt habe. Powell erinnerte dabei auch an einen Fall in den 90er-Jahren, in dem es drei Zinssenkungen gegeben hatte, bevor die Wirtschaft sich wieder beschleunigt habe. Aktuell hat die Fed den Leitzins bisher zwei Mal gesenkt.

Mit Blick auf das Finanzsystem sprach Powell von "moderaten" Risiken. So sprach Powell unter anderem die hohe Verschuldung von Unternehmen und den starken Anstieg der Vermögenspreise an. Die Risiken seien weder hoch noch niedrig, sondern moderat, so Powell.

Zeitgleich zur Powell-Rede kündigte die Trump-Regierung Visa-Beschränkungen für gewisse chinesische Offizielle an, die für die Unterdrückung der Uiguren und anderer Minderheiten in China mitverantwortlich sein sollen. Der Schritt könnte den Handelskonflikt mit China erneut verschärfen und könnte ebenfalls Einfluss auf die jüngste Kursentwicklung gehabt haben.

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