Die Aktie von Fresenius SE startete im Oktober 2002 nach einem Tief bei 2,12 EUR zu einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung kletterte der Wert in mehreren Kaufwellen bis Juni 2017 auf ein Allzeithoch bei 80,07 EUR.

Seitdem hat sich das Chartbild massiv gewandelt. Denn seit fast drei Jahren bestimmt eine Abwärtsbewegung das Kursgeschehen. Dabei fiel der Wert im Dezember 2018 auf ein Tief bei 38,28 EUR. Anschließend korrigierte er in einem symmetrischen Dreieck seitwärts. Während des „Coronacrash“ kam es zum Ausbruch aus dem Dreieck nach unten. Am 19. März 2020 notierte der Wert im Tief bei 24,25 EUR.

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Von dort aus erholte die Aktie sich deutlich. Sie kletterte an das lin. 61,8 % Retracement der Abwärtsbewegung ab Februar 2020 bzw. an die Unterkante des erwähnten symmetrischen Dreiecks. Am 06. Mai und 12. Mai scheiterte der Wert an diesem Retracement. In den letzten Tagen kam es zu Gewinnmitnahmen.

Das Unternehmen soll laut aktuellen Schätzungen im nächsten Jahr einen neuen Rekordgewinn in Höhe von 3,74 EUR je Aktie verdienen und damit die kleine Gewinndelle der Jahre 2019 und 2020 ausmerzen. Bei einem Schlusskurs vom Freitag bei 38,44 EUR entspricht das einem KGV von 10,28. Seit 1999 lag die Bewertung zum Jahresendkurs immer über diesem Wert. In 2002 mussten Anleger den 11,10fachen Gewinn auf den Tisch legen. Das war bisher die niedrigste Bewertung. Der Umsatz soll schon in diesem Jahr einen neuen Rekord erreichen und in 2021 sogar auf 39,47 Mrd. EUR ansteigen. Das Unternehmen erhöht seit 1999 Jahr für Jahr die Dividende. In 2021 soll sie bei 0,89 EUR je Aktie liegen.

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Bieten sich hier Chancen?

Das Unternehmen ist aktuell alles andere als hoch bewertet, ja eigentlich so billig wie nur selten zuvor. Am Ende des Abverkaufs im Jahr 2002 war das Unternehmen günstiger bewertet. Dies spricht aktuell deutlich für eine Position in der Aktie von Fresenius SE.

Das Chartbild macht allerdings keinen so guten Eindruck. Kurzfristig ist nämlich nach der starken Erholung ab 19. März mit weiteren Gewinnmitnahmen zu rechnen. Abgaben bis ca. 36,15-35,92 EUR sind zu erwarten. Sollte dieser Unterstützungsbereich auf Tagesschlusskursbasis fallen, dann würden weitere Abgaben in Richtung 32,22 EUR drohen. Sollte der Wert allerdings über 42,10 EUR ausbrechen, dann könnte die Erholung der letzten Wochen fortgesetzt werden. Ein Anstieg in Richtung 50 EUR wäre dann möglich.

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