• GRAMMER AG - Kürzel: GMM - ISIN: DE0005895403
    Börse: XETRA / Kursstand: 21,50 €

Der Automobilbereich war DER Highflyersektor im ersten Quartal. Die Aktien von VW, Daimler & Co., aber auch die vieler Zulieferunternehmen schossen regelrecht empor. Inzwischen hat sich die Stimmung komplett gedreht. Ein Schwergewicht wie VW hat die kompletten!!! Jahresgewinne von zwischenzeitlich über 40% wieder abgegeben. Seit April hat der Wert über 30% an Wert verloren. Noch stärker erwischt es die Zulieferfirmen aus der zweiten und dritten Reihe. Eine Grammer aus dem SDAX hat sich inzwischen seit dem 2014er-Hoch mehr als halbiert. Es herrscht Verkaufspanik.

Fundamental sehen die Analysten die Lage aktuell wie folgt. Sie erwarten bei Grammer einen Gewinnrückgang im laufenden Jahr auf 2,10 Euro je Aktie. Damit käme man auf Basis des aktuellen Kurses auf ein KGV von 11. 2016 könnten es bereits wieder 2,82 Euro je Aktie sein, womit das KGV auf 8 sinken würde.

Jetzt gehen wir einmal davon aus, dass die Herren Analysten etwas zu optimistisch unterwegs sind und Grammer auch ein schwieriges Jahr 2016 erleben wird. Das Fundamentalwidget unserer Analyse- und Investmentplattform Guidants zeigt unter anderem, welchen Gewinn Grammer in den vergangenen Jahren ausgewiesen hat. Man sieht eine gewisse "Basis" um 2,00 Euro. Diesen Gewinn je Aktie sollte das Unternehmen also in der Lage sein langfristig zu erwirtschaften. Ebenfalls interessant: Der Buchwert des Unternehmens beläuft sich mit Stand Ende zweites Quartal auf 21,40 Euro, deckt also inzwischen den kompletten Aktienkurs ab.

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Aus technischer Sicht ist der Wert auch langfristig nach dem Bruch des Tiefs bei 24,22 Euro in einen Abwärtstrend übergegangen. Man muss nun schon weit zurückgehen, um die nächsten Unterstützungen zu finden. Zwischen 20,70 und 19,70 Euro liegt eine Unterstützungszone im Chart, die für Reboundtrader interessant werden könnte. Denn hier notiert auch eine Aufwärtstrendvariante seit dem Jahr 2011. Eine technische Gegenreaktion ausgehend von diesem Kursniveau sollte also möglich sein.

Langfristinvestoren können sich zudem die Marke von 17,70 Euro als mögliches Ziel für den Herbst notieren. Dort wäre die zweite Abwärtsstrecke seit April so lang wie die erste Abwärtsstrecke im Jahr 2014. Da das Volumen bei dem Abverkauf immer noch überdurchschnittlich hoch ist, ist vorerst weiter Vorsicht angebracht. Fundamental wird der Titel aber langsam wieder interessant.

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Grammer Wochenchart