Persil, Perwoll, Prill, Pritt, Schaum, Spee oder taft - alle diese bekannten Konsumgüter-Marken stammen aus dem Hause Henkel.

Der Sell-Off an den Märkten im letzten Jahr versetzte der Aktie einen herben Schlag, doch die Verluste konnten mit der Entwicklung im März/April endgültig wieder ausgebügelt werden. Endgültig ist an dieser Stelle jedoch das falsche Wort, da die Aktie nachdem Scheitern am Widerstandsbereich um 98 EUR bereits wieder 15 % an Wert eingebüßt hat. Als Investor fragt man sich nun ob die Schwäche bereits wieder Kaufkurse sind; als kurzfristiger Trader ob sich ein Short-Trade noch lohnt.

"Nicht ins fallende Messer greifen"

Durch die heutigen Abgaben präsentieren sich Shorties von ihrer besonders dynamischen Seite und der Trend der letzten Wochen wird nahtlos fortgesetzt. Aufgrund fehlender Stabilisierungsmuster in jeglicher Weise, dürfte diese Verkaufsbewegung noch nicht am Ende angelangt sein. Da hilft es auch nicht, dass Henkel mit Adobe eine strategische Partnerschaft einging um die Digitalisierung voranzutreiben oder Analysten ein Potenzial von 20 % sehen.

Der nächste entscheidende Kursbereich liegt nun bei 81,40 - 83,40 EUR. Im Februar kam es hier zu einer verrückten Bärenfalle, worauf eine starker Rallymove gezündet werden konnte. Beim Blick auf den Wochenchart wird deutlich, wie wichtig diese Horizontalunterstützung für bullische Interessen ist. Daher kann davon ausgegangen werden, dass es hier zumindest zu einer Gegenreaktion von Anlegern auf der Longseite kommt. Ob und wie nachhaltig diese dann ausfällt bleibt abzuwarten, doch die Chance besteht hier wieder einen Zeh ins kalte Wasser zu halten. Auf der Shortseite hingegen ergibt sich aufgrund der bereits zurückgelegten Strecke kein wirklich attraktives Short-Szenario. Für kurzfristig und äußerst risikoaffine Anleger könnte mit einer Absicherung bei 87,12 EUR auf eine direkte Fortführung der Verluste spekuliert werden. Kommt es jedoch zu einer spontanen Gegenbewegung, muss bereits wieder der direkte Exit gesucht werden.

Auf der Long-Seite hingegen ist wie bereits erwähnt aktuell nichts zu holen. Erst wenn ein Anstieg über den kumulativen Widerstand bei 91 EUR erfolgt, wären die Bullen wieder im Vorteil. Doch bis hierhin wäre es noch einiges an Weg..

Fazit: Bei der Henkel-Aktie bleiben derzeit shortorientierte Marktteilnehmer im Vorteil. Die Abgabewelle geht weiter und dürfte bald den entscheidenden Supportbereich bei 81,40 - 83,40 EUR ansteuern. Für einen Long-Einstieg sollte daher der Anlauf auf diesen Preisbereich abgewartet werden.

HENKEL-Wo-bleiben-hier-bitteschön-die-Bullen-Chartanalyse-Johannes-Büttner-GodmodeTrader.de-1
Henkel - Aktie (Wochenchart)
HENKEL-Wo-bleiben-hier-bitteschön-die-Bullen-Chartanalyse-Johannes-Büttner-GodmodeTrader.de-2
Henkel - Aktie

Weitere interessante Artikel:

TESLA - Hat der große "Big Short"-Investor wieder einmal recht?

KLÖCKNER & CO - Topformation direkt vor Auflösung

Euch gefallen meine Analysen? Dann folgt mir und anderen Börsenexperten auf Guidants, dem Schwesterportal von Godmodetrader. Auf diesem Börsenportal könnt ihr euren eigenen Tradingdesktop erstellen, Charts bearbeiten, den Streams vieler Experten folgen, euch mit ihnen persönlich austauschen und vieles mehr. Hier geht's zu meinem persönlichen Stream.